Mein Fazit aus der Blogdekade im August

Franzi und Judith, die Mütter der Blogdekade

Die Blogdekade – eine verrückte Idee von Franzi Blickle, im August zehn Blogartikel in zehn Tagen zu schreiben! Aber ich lasse mich immer gern herausfordern. Die Ideen gehen mir eigentlich nie aus, weil ich schon seit Jahrzehnten schreiben will, aber erst dieses Jahr angefangen habe. Da ist ein gewisser Stau an Erzählens- und Teilenswertem, der abgearbeitet werden will. An die zwanzig Artikel hatte ich vorher angelegt und teilweise halb fertig, weitere waren notiert, und manches konnte ich einfach spontan runterschreiben.

Aus dem Stegreif hätte ich wahrscheinlich keine zehn relativ lange Artikel produzieren können, aber mit etwas Vorbereitung und entsprechender Themenwahl war es gut hinzubekommen – wie, erläutere ich unten.

Und weil ich während der Blogdekade kaum Werbung für meine Artikel machen konnte, gebe ich euch hier die Gelegenheit des Binge-Reading:


Worüber habe ich geschrieben?

Tag 1: Ein Rückblick

Am 1. August veröffentlichte ich meinen Juli-Rückblick, den ich in der letzten Juliwoche schon fast fertiggestellt hatte. Das war einfach, da konnte ich vor dem Losschicken nur kurz feinschleifen. Es ging im Juli sehr stark um mein neues Arbeitszimmer, für das ich aus meinem bisherigen Schlafzimmer in den kleinsten, aber unglaublich gemütlichen Raum des Hauses umzog. Es hat eine wunderbare Energie, und ich sehe aus dem Fenster eine riesige Birke, in der fast immer sehr viele Vögel sehr beschäftigt sind.

Zwei Frauen streichen einen Raum an. Eins der zentralen Themen im Monatsrückblick 2021

Tag 2: Schubladen

Am 2. August bloggte ich über Schubladen – eine Analogie zwischen Schubladen in Kommoden und in Köpfen, die mir schon länger auf der Fingerkuppe lag, also auch relativ einfach, weil ich schon sehr viel vorgeschrieben hatte. Ich erlebe immer wieder, wie Menschen nach den berühmten paar Sekunden des ersten Eindrucks in einer Schublade verschwinden und nie wieder auftauchen dürfen. Diese und andere Beobachtungen beschäftigen mich schon mein Leben lang. Jetzt hatte ich endlich einen Rahmen, meine Betrachtungen auszuführen und einer offensichtlich interessierten Leserschaft vorzustellen.

Ein Schrank mit vielen unterschiedlichen Schubladen

Tag 3: Ein bisschen Lebensfreude zwischendrin

Am 3. August gab es Tipps für kleine Lebensfreude-Inseln im Alltag, auch das war schon teilweise vorbereitet. Allzu oft sitzen oder stehen wir in mehr oder weniger verkrampfter Haltung an unserer Arbeit. Körper und Seele sind dafür einfach nicht gemacht, deswegen habe ich mir ein paar Gedanken – auch in eigener Sache – dazu gemacht. Manches ist nur eine Mini-Bewegung in einer kurzen Pause, aber ein Perspektivenwechsel kann Wunder wirken.

Ein Hamster läuft in seinem Hamsterrad

Tag 4: Lösungsorientierung pur!

Am 4. August bearbeitete ich mein Credo der Lösungs- statt Fehlersuche. Den Artikel hatte ich schon in Grundzügen angelegt, mir fiel aber noch vieles ein, vor allem, wie ich es noch schöner schreiben konnte. Auch dieser Artikel ist Resultat meiner lebenslangen Beobachtungen, dass viel zu häufig Menschen aufeinander herumhacken statt sich gemeinsam der Lösung eines Problems oder einer Aufgabe zu widmen.

Tag 5: Warum ich Coach werden MUSSTE!

Am 5. August schrieb ich, komplett neu vom ersten bis zum letzten Zeichen, den 1. Teil der Geschichte meiner Selbstständigkeit. An dem Tag hatte ich wenig Zeit, weil ich eine Geburtstagstorte für meine Tochter machen wollte, daher schrieb ich „kurz“ diesen Artikel. Die Geschichte gehört zu meinem Business, und ich kenne sie auswendig. Also nicht so schwierig. Dennoch immer wieder spannend, auch für mich.

Die Geschichte meiner Selbstständigkeit löst große Freude aus

Tag 6: Noch mehr Wohlfühl-Tipps in laufender Ergänzung

Seit dem 3. August hatte ich eine Umfrage nach Leserinnentipps für Entspannung und Lebensfreude zwischendrin laufen, die konnte ich am Vortag des 6. August schon weitestgehend fertigmachen, um am Tochtergeburtstag nicht so viel schreiben zu müssen. Das hat gut geklappt! Ich bin offen für weitere Vorschläge und Anregungen, die Liste darf gern lang werden. Ein paar Ideen habe ich schon bekommen, aber noch nicht eingearbeitet.

Tipps für Wohlfühl-Inseln

Tag 7: Mein Business im Sommer – tolle Pläne!

Am 7. August schrieb ich den Artikel mit dem Wochenthema der Content Society, „mein Sommer-Hoch im Sommerloch“, auch der Artikel ist von Null an neu entstanden. Ich bin außerordentlich zufrieden mit dem Ergebnis und mit dem, was ich alles vorhabe. Meinen zweiten Newsletter habe ich eben verschickt, und im Moment habe ich ganze 25! Abonnentinnen, das finde ich ganz großartig!
Den im Artikel erwähnten Farbenkurs (für Logo und Website) werde ich in den nächsten Tagen bearbeiten, weil in diesem Monat noch ein Business-Fotoshooting ansteht, dessen Ergebnisse ich zusammen mit den Farben in meine immer hübscher werdende Website einarbeiten möchte.

Das Sommer-Hoch fürs Sommerloch genutzt

Tag 8: Mein erstes Interview

Der 8. August war einem ganz besonderen Format gewidmet. Franzi hat das geschriebene Interview-Format mit Lotte Stevens praktiziert und uns dies vorgeschlagen. Jede der Partnerinnen stellt der anderen zehn Fragen, und diese beantwortet die Fragen in einem Blogartikel.

Ich habe mein Interview mit Gabriella Rauber geführt, und das war eine sehr spannende Erfahrung. Gabriella ist Schreibberaterin, und wenn ich lese, was sie alles initiiert, z.B. einen sogenannten Schreibenblog für ihre Schülerinnen und Schüler, dann glaube ich, sie muss eine großartige Lehrerin sein. Leider hat sie immer noch nicht meine Interview-Fragen beantwortet, weil sie mit dem Blog für ihre Anvertrauten eine Lawine an Kreativität losgetreten hat und sehr viel lesen muss.

Tag 9: Was sind eigentlich (meine) Werte?

Weil ich mich in meinem Coaching sehr stark mit Werten beschäftige – ich will unter anderem WARUM-Gespräche anbieten – sprang mich am 9. August die Idee eines Werte-Alphabets sofort an, als ich auf Anette Schades Blog stöberte und ihr Werte-ABC fand. Ich habe ihn ganz krud adaptiert auf meine Werte und meine Schreibe. Wie ich las, fühlen sich dadurch weitere Bloggerinnen aus der Content Society inspiriert. Ich finde es wunderbar, wie sich eine Grundidee auf so viele unterschiedliche Arten und Weisen ausbauen und auch auf bestimmte Bereiche (Liebe, Beruf, Familie) anwenden lässt.

Bunte Buchstaben auf einem Haufen

Tag 10: noch mehr über meine Selbstständigkeit

Am 10. August, zelebrierte ich den letzten Tag, und weil mir alle angelegten Artikel zu lang erschienen, schrieb ich den 2. Teil der Geschichte meiner Selbstständigkeit. Nachdem ich wusste, DASS ich Coach werden muss, ist hier zu lesen, WIE das vonstatten ging und welchen Weg ich dafür ging. Ein paar Hindernisse lagen mir im Weg, die mir rückblickend das Coach-Werden erschwert haben. Auf der anderen Seite aber waren das wahrscheinlich genau die Aufgaben, die mich zu der machten, die ich jetzt bin.

Ein Weg in der Geschichte meiner Selbstständigkeit
Auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Was mich die 10 Tage der Blogdekade gelehrt haben

  • Es ist sehr praktisch, Artikel vorzubereiten und direkt im Blog anzulegen, so wie in Judiths Rapid Blog Flow geschehen.
  • Es muss nicht immer perfekt sein, auch ein nicht stundenlang bearbeitetes Beitragsbild kann ausreichend aussagekräftig sein. Ein nicht zehnmal Korrektur gelesener Artikel auch.
  • Bei einer hohen Beitragsfrequenz darf ich auch mal spielen und muss keinem Expertenanspruch genügen – und doch sind mir auch auf die Schnelle einige angemessen fachliche Artikel gelungen. Damit bin ich sehr zufrieden.
  • Abgesehen vom Technischen hat mir die Zeit auch gezeigt, wie viele Themen in mir stecken, was ich entdecken will und worüber ich schreiben möchte. Ich hätte Ideen für Jahre, aber um täglich einen Artikel zu schreiben, bräuchte ich zu viel Zeit und könnte weder coachen noch mein Angebot ausweiten, das wäre schade.
  • Die Community in der Content Society ist einfach großartig. Der quirlige, inspirierende und wertschätzende Geist, der dort herrscht, ist einzigartig.
  • Ich glaube, bei der nächsten Challenge bin ich wieder dabei.

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