12 von 12 am Sonntag – September 2021

Zwei Holzschweine

Nach einigen Monaten ist es schon fast eine Tradition, den bilderlastigen Artikel am 12. eines Monats zu veröffentlichen. Erfunden von Chad Darnell, der das Format nicht fortführt, am Leben erhalten von Caro mit ihrer Site „Draußen nur Kännchen“. Ich bin durch Judith Sympatexter Peters darauf gekommen und nehme mit vielen Bloggerinnen der Blog Bang und der Content Society daran teil. Dieses Mal will ich versuchen, ihn WIRKLICH kurz zu halten und hauptsächlich die Bilder sprechen zu lassen. Am Abend wird sich zeigen, ob es geklappt hat!

Los geht’s!

Bild Nummer 1 ist das Titelbild. Die zwei Holzschweine stehen neuerdings als Paarsymbol auf meinem Nachttisch. Im Sommer nahm ich – natürlich nur aus wissenschaftlichem Interesse 😉 – an einem kostenlosen Workshop von Single-Coach Viola Heller teil, „Bereit für die Liebe“. Ich hatte keine bestimmten Erwartungen, war aber am Ende sehr beeindruckt, wie angenehm Viola die Gruppen-Coachings gestaltete und dass selbst ich als eingefleischter Single einige Erkenntnisse daraus gewinnen konnte. Zum Beispiel die Erinnerung daran, dass Partner sich durch Paarsymbole angezogen fühlen, und nun sind die Schweinchen in mein Schlafzimmer eingezogen. Sie baten mich vor einigen Jahren in einem kleinen Laden in Lüneburg, sie doch bitte mit zu mir zu nehmen. Bis vor wenigen Wochen warteten sie geduldig im Wohnzimmer auf ihre Bestimmung.

Für meine neuen Fotos, die ich für Website, Blog und Werbemaßnahmen schießen lassen werde, wollte ich heute mit meiner Tochter zusammen eine Vorauswahl im Kleiderschrank treffen und sehen, wie ich mich schminken werde. Schminken war schon mal erfolgreich. Dezent, aber nicht übertrieben. Das Styling stand mir noch bevor. Meine Tochter hat einen sehr wachsamen Blick für Kleidung. Sie sieht genau, was wie sitzt und wo die Fehler sind, was nicht passt. Das ist manchmal hart, aber immer sehr hilfreich, und es hat mich schon vor vielen Fehlentscheidungen bewahrt.

Nach dem Frühstück (aufgewärmte Bananen-Pancakes von gestern, nicht fotografiert) widmeten wir uns der Gartenbegehung. Unser kleiner Garten ist die Heimat einiger weniger Obst- und Gemüsesorten. Demnächst werden wir die ersten Kartoffeln ernten. Äpfel hatten wir so viele wie nie, aber auch so viele Tiere wie nie erfreuten sich unseres Gartens, auch gut. Dann haben wir etwas für Vielfalt und Überleben der Arten getan. Trotzdem werde ich nächstes Jahr vielleicht etwas ganz, ganz Harmloses spritzen.

Bild 9: Ein kleiner Drache beschützt uns vor den Mächten der Unterwelt

Die Stelle, auf der der Drache liegt, ist seltsam. Hier sind uns schon so viele unterschiedliche Pflanzen erkrankt und eingegangen. Und obwohl wir tief gruben, fanden wir nichts Verdächtiges. Auch das neue Grün wächst vorsichtig und in gebührendem Abstand um das Schwarze Loch herum . Den Drachen habe ich von einer Freundin zur Einweihungsfeier im Haus bekommen. Sie sagte damals, der Drache würde seinen Platz finden. Hier scheint er mir sehr sinnvoll platziert zu sein.

Einen sehr großen Teil des Tages verbrachten meine stilsichere Tochter und ich in meinem Schlafzimmer. Sie faltete auf meinem Bett ihre Wäsche und fotografierte die Outfits, die ich für mein geplantes Fotoshooting zusammenstellte. Letztendlich probierte ich den größten Teil des Kleiderschranks durch. Wir fotografierten mir ein Lookbook zusammen, damit ich leichter passende Kombinationen finden kann. Oft denkt man ja, das eine müsste zum anderen passen oder eben auch nicht, und wenn man es schnell anziehen will, sieht es blöd aus. So bin ich jetzt gewappnet für viele Anlässe und werde demnächst noch die restlichen Kleidungsstücke und Schuhe mit einbeziehen.

Blumenkohl mit Kartoffeln und Käse
Bild 12 von 12: Abendessen

Das war richtig viel Arbeit, und hier hat heute keiner das Grundstück verlassen. Während ich die Kleidungsstücke wieder zurück räumte, bereitete meine Tochter Abendessen zu, heute in sogenannten Fernsehschüsseln. (Die Fernsehschüsseln sind ein Relikt aus einer Beziehung, in der sehr viel geglotzt wurde und sich spezielles Vokabular entwickelte, zum Beispiel auch die Bügelfilme und die Frühstücksfilme. Anm.: nach dieser Beziehung hatte ich jahrelang keinen Fernseher.)

Töchting und ich waren nach all der Styling- und Gedankenarbeit sehr erschossen und wollten nicht ordentlich am Tisch sitzen. So aßen wir Kartoffeln mit Blumenkohl und Käse auf dem Sofa, bei einem alten Tatort aus Münster. Zum Nachtisch gab es dunkles Schokoladeneishörnchen, und nun ist hier nichts mehr los.

Ich freue mich schon auf Oktober.


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7 Kommentare

  1. Da bin ich ja mal gespannt auf dein Fotoshooting, liebe Silke. 🙂 Danke für den schönen Einblick in deinen Tag. Dein Drache erinnert mich an die schamanische Arbeit, die ich anbiete. Und Äpfel – ich habe heute welche geschenkt bekommen und gleich Apfelmus draus gemacht. Renate.

    1. Ohhhh, ja, das bin ich auch, liebe Renate.
      Huh, Arbeit mit Drachen, da ist so viel Spannendes an deiner Arbeit!
      Ich hab in deinem 12 von 12 gelesen, du liebst auch Zimt! Bei mir gibt es Äpfel eigentlich nie ohne. Und anderes Essen😉

  2. Ich habe beim Lesen immer wieder geschmunzelt, toll gemacht!
    Der Drache ist einfach toll platziert (ausserdem sieht er auch noch putzig aus).
    Aber etwas geht mir schon nicht, aus dem Kopf. Du hast nur einen einzigen Apfel ernten können?!

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