Eine Fotocollage auf weißem Untergrund. Links ein Bild der Autorin im blauen T-Shirt im Garten, in der Mitte ein Frühstückstisch von oben, rechts Gräser, Bäume, Himmel, Wolken. Oben die Überschrift Monatsrückblick Juni 2024

Monatsrückblick Juni 2024 – Insel-Vorfreude und kleine Abschiede

Was für ein voller Monat! In meinem Leben spielt Amrum seit Ende April eine immer größer werdende Rolle. Es gibt einen Arbeits- und einen Mietvertrag und einen Arbeitsbeginn im September. So langsam werde ich nervös mit all den Vorbereitungen und Planungen, und die Selbsteinladungen von Freunden für meine Inselzeit häufen sich. In Hamburg ist noch so vieles, was ich gern vorher erledigen würde, unter anderem ein Zimmer im Haus freiräumen zur Untervermietung. Businessmäßig ist es eher ruhig. Priorität hat gerade das kommende Inselleben!

Amrum-Vorbereitung und viel Selbstfürsorge

Gleich Anfang Juni bin ich mit meiner Tochter für zwei Tage auf Amrum. Wir messen meine künftige Wohnung aus, gehen zur Klinik, wo ich meine Verträge unterschreibe. Rundherum sehen wir viel Natur, genießen die Zeit, wandern und essen gut. Anne sucht im Internet kostenlose Raumsimulationsmöglichkeiten und gestaltet mir einen Schlaf-Ecken-Vorschlag. Der schöne Holzboden vom Renovierungsfoto wird aus Energiegründen einem Vinylbelag weichen müssen.

Zum Freuen, auch bei heftigem, kühlem Wind, und beim Herumalbern im Apartment finden wir reichlich Gelegenheit.

Die medizinische Versorgung auf der Insel ist nicht sehr breit aufgestellt, und ich beschließe, in Hamburg so viel Vorsorge zu betreiben wie möglich. Später wird das zwar auch noch möglich sein, aber es wird aufwendiger. Also nehme ich mit, was ich vorher unterbringen kann. Das erfordert viele Telefonate, engelhafte Geduld und reichlich Zeit außer Haus. Macht nichts, dafür bin ich umfangreich inspiziert und durchgecheckt. Werkstattgepflegt, sozusagen.

Auf Amrum werde ich auch ins Fitness-Center gehen, das ist allerdings kein Vergleich zu der umfangreichen, medizinisch fundierten Betreuung bei Kieser. Deswegen bringe ich mich vorher bei Kieser in die bestmögliche Form, die ich in knapp vier Monaten erreichen kann. Es macht mir große Freude zu erleben, wie meine Kraft wächst. Nach zwei Monaten Intensivtraining ist schon eine Veränderung spürbar, die sich auch auf meine Walking-Performance auswirkt.

Mein Nordic Walking entwickelt sich zum echten Sport. Jahrelang war es ein halbherziger Ersatz fürs Joggen, das nicht mehr möglich ist. Dazu habe ich meine leicht opferige Haltung geändert und fordere ich mich heraus. Und ich genieße es! Meinem Ziel von einem Tempo unter 10 Minuten/Kilometer bin ich sehr nah. Auf meinen Runden sehe ich viel Natur und Pferde in coolen Gewändern.

Noch mal eben getroffen, besucht, erlebt

Seit ich davon spreche, dass ich demnächst auf Amrum sein werde, höre ich von Freunden, „dann müssen wir uns aber unbedingt vorher nochmal treffen“ und Ähnliches. Für mich selbst denke ich das auch manchmal. Plötzlich hat Hamburg so viel zu bieten. Insgesamt unternehme ich mehr, teils mit anderen, teils allein. Und ich arbeite Gutscheine ab, zum Beispiel vom Hamam. Ich buche Tickets, die ich nicht alle nutzen kann, weil mich zu viel Mensch dann doch schnell überfordert. Einige Treffen über die Plattform meet5 trage ich mich für viele Veranstaltungen ein und wieder aus. Manche haben in kurzer Zeit so viele Teilnehmer, dass das für mich nicht mehr angenehm ist. Es ist ein wenig wie die Zeit zwischen den Jahren, nach der NIE WIEDER etwas stattfinden wird. Zwei meiner Exkursionen führen mich nach Buxtehude bzw. durch Hamburg.

Am 12. Juni, passend zum 12von12-Artikel, bin ich mit Elvira in Buxtehude. Wir machen das Beste aus einem sehr kühlen und regnerischen Tag. Draußensitzen und Genießen der historischen Alstadt entfällt, dafür ist mehr Zeit zum Schaufenster- und Lädengucken und Erkunden von Restaurants. Wir haben reichlich Gelegenheit zum Reden und Lachen. Es ist anders als gedacht und anders schön! Fröhlich und müde fahren wir heim und planen schon die nächste Exkursion, denn wenn wir uns treffen, dann meist auf einen kleinen Ausflug.

In der nächsten Woche darf ich wieder „mein“ Hamburg teilen. Manu, die ich schon seit über drei Jahren durch ein gemeinsames Netzwerk kenne, aber noch nie persönlich gesehen habe, kommt für einen Tag. Vom Hauptbahnhof gehen wir via Altstadt, Chilehaus und Speicherstadt in die HafenCity, mit einem Abstecher auf die Elphi-Plaza. Dort fotografiert uns ein freundlicher Tourist.

Zwei Frauen stehen lachend am Geländer der Elbphilharmonie-Plaza.

Wir fahren auf dem Rollband neben der spektakulär gestalteten Wand wieder hinunter und setzen unseren Weg fort. Über die Jan-Fedder-Promenade bewegen wir uns Richtung Landungsbrücken. Bei bestem Wetter genießen wir eine ausgedehnte Mittagspause in einem wirklich netten Restaurant, und weiter geht es mit dem Schiff nach Neumühlen, ein paar steile Treppen hoch zur Bushaltestelle, mit dem Bus am Elbufer entlang nach Blankenese, dort durch den Hirschpark, runter Richtung Elbe. Und dann setzt der Regen ein. Kräftig, unaufhaltsam, hartnäckig und eindeutig kein Schauer. Wir fahren mit der Buslinie 488 alias „Bergziege“ wieder hoch und mit der Bahn zu mir, wo wir den wunderschönen Tag bei Kuchen und Tee beschließen. Manus Punkt auf ihrer Todo-Liste „Mit Silke das Treppenviertel erkunden“ muss noch warten, dafür war zu viel anderes los.

Gebloggt im Juni 2024

Viel Zeit zum Bloggen gebe ich mir nicht, vier Artikel werden es trotzdem. Den Anfang machen meine früheren Berufswünsche und ihre Umsetzung in meine heutigen Tätigkeiten.

Was ich früher werden wollte: in der ersten Reihe stehen, inspirieren und berühmt werden

Als nächster Artikel ist das 12 von 12 entstanden, mit Elvira in Buxtehude.

12 von 12 im Juni 2024 – wo Has’ und Igel um die Wette rennen

Ich lasse mich auf einen Persönlichkeitstest ein und schreibe einen Artikel dazu.

Persönlichkeitstest – meine Big Five

Der letzte Juni-Artikel beschreibt meine Erfahrungen an einem Wochenende, das ich für mich habe und an dem ich so richtig rundherum gut zu mir bin.

Ein Wochenende für mich allein – a weekend of one’s own

Fehlt noch der Rückblick, dann war es das. Ich bin erstaunt, dass ich trotz meiner vielen Termine überhaupt zum Schreiben komme.

Sonst noch im Juni 2024

  • Beim Hin- und Herschreiben in einer Amrum-Gruppe auf Facebook begegne ich Yvonne, die mit ihrem Mann am Silberhochzeitstag 2025 ihr Ehegelübde erneuern will. Ich erwähne beiläufig, dass ich Hochzeitsrednerin bin und demnächst auf der Insel leben werde. Wir kommen ins Gespräch und lernen uns kurz darauf telefonisch ein wenig kennen. Das erhöht noch meine Vorfreude!
  • Anfang Juni bin ich kurz in der Radio Hamburg Morning Show zu hören. In der Reihe „Stadtteil der Woche“ wird immer etwas Besonderes gesucht. Als sie für Sülldorf recherchierten, wo ich wohne, fanden sie meinen Claim „Midlife ohne Crisis“ so witzig, dass sie mit mir Kontakt aufnehmen und mir einen Reporter schicken. Wir haben ein lustiges kleines Interview, das nachher allerdings massiv zusammengeschnitten wird. ich darf ein paar Tipps zum Thema Midlife ohne Crisis geben.
  • Ich mache mit beim Endlich-erledigt-Tag von und mit Annegret Scholz. Mit ihr und dem gemeinsamen Fokus an diesem Tag gelingt es mir tatsächlich, mehrere Stunden lang an meiner Steuer zu arbeiten. Das will schon was heißen!
  • Jan-Christof Scheibe, der Chorleiter vom Heaven can wait-Chor, lädt unter dem Motto Chor to go! Menschen ein, mit ihm im St. Pauli-Theater zu singen. Diesen Monat probiere ich es aus und freue mich, dass direkt vor mir Original-Heaven-can-wait-Mitglieder sitzen. In der Pause spricht mich ein Teilnehmer der Heaven can wait-Akademie an, der vor Mitteilungsdrang bezüglich des Singens mit Scheibe schier platzt. Offenbar besucht er viele Vorstellungen mit seiner fünfzehnjährigen Enkelin, die ihn auch zur Akademie angemeldet hat. Einfach süß!
  • Am letzten Samstag holt mich Anne vom Training ab, und ich zeige ihr die nahegelegene Mitte Altona, ein großes abgeschlossenes Bauprojekt. Dort entdecke ich Anfang des Monats das Café VierundvierzigQuadratmeter, das will ich unbedingt mit ihr teilen. Es lässt sich dort wunderbar frühstücken. Vorher ergeben wir uns dem Sog des Kreativ-Paradieses. Boesner hat dort eine Riesen-Niederlassung, ein Meer von Farben und Materialien. Ganz schlimm. Am liebsten würden wir uns dort einschließen lassen.

Und im Juli 2024?

  • Gleich in der ersten Woche fahre ich wieder nach Amrum, drei Tage Probearbeiten. Es ist ja doch nicht direkt um die Ecke. Und wenn ich das kollegiale Miteinander vor Ort fühle, weiß ich besser, was mich erwartet.
  • Weitere Vorsorgeuntersuchungen stehen an.
  • Für einen Tag fahre ich nach Sankt Peter Ording, um eine Bloggerfreundin live zu treffen, mit der ich seit zwei Jahren in sehr vertrautem Kontakt stehe (kleiner Cliffhanger für den Juli-Rückblick).
  • Ich werde, nach vielen unpassenden Terminen, noch einmal bauchtanzen, bevor das gesamte Kursangebot in die Sommerpause geht.
  • Anne hat Urlaub. Vermutlich nutzen wir den zum Packen, Organisieren, und fahren vielleicht noch einmal zu meiner Mutter, bevor ich das Festland verlasse. Da weiß ich aber nicht, ob ich nicht zu hibbelig bin.

Das war’s für Juni. Folge mir gern, indem du meinen Newsletter Midlife Storys abonnierst. So bleibst du immer auf dem Laufenden, was neue Blogartikel und weitere Entwicklungen angeht.

9 Kommentare zu „Monatsrückblick Juni 2024 – Insel-Vorfreude und kleine Abschiede“

  1. Liebe Silke,
    ganz schön was los, bei dir – Wow! Und alles so schöne Sachen … 😊
    Dass Walking richtig sportlich sein kann, weiß ich, seit ich im Urlaub mal einen Kurs gemacht habe. Das hat mir die Augen geöffnet! Plötzlich sind die Stöcke keine „Wanderstöcke“ sondern pushen zu uns zu einem ordentlichen Tempo! Ich war zwar noch nie auf Amrum, aber so wie ich es mir vorstelle, ist es bestimmt eine gute Walking-Gegend. Am Strand finde ich es besonders anstrengend.
    Warst du in dem Hamam in Harburg? Da war ich im letzten Jahr auch mit meiner Tochter. Tolles Erlebnis!
    Ich wünsche dir einen wunderbaren Juli und einen guten Start auf Amrum!
    Liebe Grüße
    Astrid

    1. Liebe Astrid,
      danke für deinen schönen Kommentar. Ja, der Juni war echt toll mit all den vielen Unternehmungen.
      Die Stöcke habe ich mir nach meinem Unfall gekauft, als ich durch ein gebrochenes Sprunggelenk für Ewigkeiten lahmgelegt war und gar nicht mehr auf Tempo kam. Allerdings hatte ich mich nur moderat beschleunigt. Jetzt macht es mir richtig Freude, immer schneller zu werden. Am Strand habe ich es noch nie ausprobiert, das könnte zum Extremsport ausufern.

      Nein, ich war in dem Hamam am hafen, der in Harburg sieht auf den Bildern aber auch fein aus. Vielleicht komme ich noch zum Testen.

      Ich wünsche dir auch einen schönen Juli und bin gespannt auf deine tollen Challenges.
      Liebe Grüße
      Silke

  2. Endlich komme ich dazu, in Ruhe Deinen Monatsrückblick zu lesen. Boah! War bei Dir viel los. Als wir damals nach München zogen, schwärmten so viele von dieser Stadt und alle wollten sie uns besuchen. Gekommen ist am Ende keiner 😉 Ich hoffe, das ist bei Dir anders. Ich finde es unglaublich, was Du alles machst. Bist Du sicher, dass Dein Tag nur 24 und keine 48 Stunden hat?? Ich wünsche Dir (aber wir sprechen uns sicher vorher nochmal) einen mega guten Start auf Amrum. Ich freu‘ mich so sehr für Dich!

    Liebste Grüße nach Hamburg!
    Marita

    1. Liebe Marita,
      ohja, es ist so entstanden. Plötzlich war der Juni proppevoll. Ich scheine im Flow gewesen zu sein, dafür hänge ich im Juli hinterher.
      Bestimmt sprechen wir uns noch vor Amrum, ich freue mich drauf!
      Liebste Grüße nach München
      Silke

  3. Liebe Silke,
    das hört sich wirklich nach einem proppenvollen Juni an.
    Gut, dass Du den Juli etwas ruhiger angehen lassen willst. Ich kann mir nämlich auch gut vorstellen, dass die kommenden Monate sehr herausfordernd für Dich sein werden.
    Bin weiter sehr gespannt, wie Amrum für Dich werden wird. Aber wenn, wie Du schreibst, es für Dich auch immer schwierig ist, wenn Du zu viele Menschen in kurzer Zeit siehst, ist ein Inselleben bestimmt für Dich auch prima.
    Liebe Grüße
    Britta

  4. Liebe Silke,

    was für ein Monat, unglaublich, was Du alles erledigt und erlebt hast. Dein Aufbruch nach Amrum klingt nach einem spannenden neuen Kapitel, nach Neustart und Abenteuer. Ich wünsche Dir ganz viel schöne Stunden zum Verabschieden in Hamburg und dass Du gut in Deiner neuen Heimat ankommst. Und egal, wo Du sitzt, ich freue mich, immer schreibend mit Dir verbunden zu sein.

    Liebe Grüße
    Susanne

    P.S.: Witzig ist, dass Du wie ich damals nicht diesen Artikel zu den Persönlichkeitstests in TCS geschrieben hast und dass ich mich in diesem Jahr auch einmal heranwagen möchte, obwohl mich diese „Schubladen“ stören.

    1. Liebe Susanne,

      ach wirklich, hast du den Test-Artikel seinerzeit auch nicht geschrieben? Ist ja lustig! Ich bin gespannt, was daraus wird, wenn du dich dieses Jahr dem Thema widmest. Auf jeden Fall etwas optisch besonders Ansprechendes, da bin ich sicher.

      Ja, ich finde den Juni auch sehr voll, aber weil er sehr freudig war, ließ er sich gut handhaben.
      Ach schön, wie du unsere schreibende Verbindung benennst. Ich bin beglückt und freue mich sehr über deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Silke

  5. Liebe Silke, der Teaser im Newsletter: Es tut mir so leid. Du weißt schon …!
    Und dein Newsletter ist mal wieder phänomenal. Deine Aktivitäten passen für mich gefühlt nicht in einen Monat – zumindest würden sie das bei mir nicht. Super, dass du HH noch derartig unsicher machst.
    Der Persönlichkeitstest steht bei mir noch aus, steht auf der Agenda. Deinen Artikel dazu les ich noch.
    Ich wünsch dir noch eine schöne Restzeit in Hamburg und viel Vorfreude!
    Liebe Grüße Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      vielen Dank für deine schönen Zeilen und deine tolle Kritik zum Newsletter.
      Ich habe mich ehrlich auch gewundert, wie ich all das in einem Monat untergebracht habe; offenbar ging es mir gut.
      Jetzt bin ich aber auch ein wenig platt und versuche, den Juli etwas ruhiger angehen zu lassen. Mit Umzug im August und Arbeitsbeginn im September wird noch genug Kräftezehrendes auf mich zukommen.

      Vielleicht schaffst du es ja eines Tages auf die Insel. Fotomotive gibt es in rauen Mengen dort.

      Liebe Grüße, Silke

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