Mein Werte-Alphabet

Bunte Buchstaben auf einem Haufen

In der Blogdekade der Content Society schreiben wir jetzt Tag 9, und bisher habe ich seit dem 1. August täglich einen Artikel produziert. Auf der Suche nach Inspiration landete ich auf der Website von Anette Schade, deren Artikel und Bilder ich sehr mag. Beim Stöbern stieß ich auf ihr Werte-ABC und hatte spontan Lust, das auch einmal auszuprobieren. Ich erläutere kurz mein Verständnis von Werten und abschließend meine aktuellen Lieblingswerte.

Was sind eigentlich Werte, und wofür brauche ich sie?

Werte bestimmen unsere Haltung zur Welt und unser Handeln. Meist sind sie uns nicht bewusst, und wir könnten sie bei der Frage „Was sind deine Werte“ nicht einmal spontan nennen. Sie steuern und lenken uns, schaffen Sinn, machen uns authentisch. Werte bestimmen unsere Identität und geben uns Orientierung. Meist sind sie uns im Elternhaus mitgegeben worden, neue Werte können sich dazuentwickeln. Sabotieren wir selbst unwissentlich unsere Werte oder werden wir deswegen infrage gestellt, reagieren wir ablehnend. Manchmal lässt sich der Grund für dieses Gefühl nicht genau definieren, aber sehr häufig steht ein äußerer Angriff oder ein innerer Verstoß gegen unsere Werte dahinter.

Werte und Ziele in Einklang zu bringen ist essenziell. Das ist nicht immer in allen Lebensbereichen möglich, aber je mehr Bereiche eine Übereinstimmung haben, desto höher ist unsere Energie, umso lieber tun wir, was in dem Bereich zu tun ist. Klappt das nicht, geraten wir gefühlsmäßig aus der Balance.

Werte können verbinden oder trennen. Wenn ein anderer Mensch nach Werten lebt, die von unseren stark abweichen, fühlen wir uns davon beeinträchtigt, je näher diese Person uns steht. Möchte ich eine Beziehung, trage ich dort unter anderem meine Großzügigkeit hinein. Wenn der Mensch, den ich näher kennenlerne, geizig ist und alles centgenau abrechnen will, nagt das an mir, und mit uns kann es nicht gutgehen. Verbringe ich als bewegungsfreudiger Mensch mit einer Freundin einen Tag draußen und sie will sich alle paar Meter hinsetzen, fühle ich mich ausgebremst und unzufrieden.

Mein Werte-Alphabet

A – Abenteuerlust, Authentizität, Aufrichtigkeit, Ästhetik, Anmut

B – Balance, Begeisterung, Bewegung

C – Charme, Courage

D – Dankbarkeit, Demut

E – Energie, Einzigartigkeit, Ehrlichkeit

F – Freude, Freiheit

G – Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Gerechtigkeit

H – Humor (gerne auch schwarz)

I – Intelligenz, Intuition, Inspiration, Interesse

J – Ja zum intelligenten Scheitern

K – Klugheit, Kreativität, Klarheit

L – Lebensfreude, Lust, Lernbegeisterung, Leichtigkeit, Lebendigkeit

M – Mut, Miteinander, Menschlichkeit

N – Nahbarkeit, Naturverbundenheit

O – Offenheit, Organisationstalent, Optimismus

P – Phantasie, Präsenz, Pragmatismus

Q – Querdenkend im ursprünglichen Sinne (vor Corona), also hinterfragend, kritisch, diskursfreudig, Qualitätsbewusstsein

R – Resilienz

S – Spaß, Spontanität, Sinnlichkeit, Souveränität, Spiritualität

T – Tapferkeit, Toleranz, Tiefgang

U – Unerschrockenheit, Unkonventionalität, Umweltbewusstsein, Unabhängigkeit

V – Vertrauen, Verbindlichkeit, Verbundenheit

W – Warmherzigkeit, Weisheit, Weitsicht, Willenskraft, Wirksamkeit

X – Xenophilie

Y – Yeah in deinem Leben – geklaut von Olga Homering

Z – Zielstrebigkeit (auch wenn’s mal etwas länger dauert), Zugehörigkeit

Meine drei liebsten Werte

Beim Versuch, meine Werte mit einer Wertehierarchie zu bestimmen, setzten sich

  • Lebendigkeit
  • Freude
  • Unabhängigkeit

gegen andere großartige Werte durch. Diese Werte bestimmen mein Sein und Werden in dieser Zeit.

Lebendigkeit treibt mich in meiner Arbeit an. Ich fühle mich meist sehr lebendig, und das möchte ich gern auch meinen Kundinnen nahebringen. Ich finde, das Leben hat genug Schwere.

Freude empfinde ich häufig. Über die Schönheit der Natur, ein freundliches Lächeln, heute den Flug wirklich vieler Störche über den Pferdewiesen (so schön, dass ich vergaß zu fotografieren). Ich trage Freude in meine Arbeit und beziehe sie aus meiner Arbeit. Besonders wenn ich im Flow bin mit etwas, erwische ich mich mit einem zufriedenen Lächeln oder gar singend.

Unabhängigkeit beschert mir meine Arbeit. Sie gibt mir die Möglichkeit, selbstbestimmt das zu tun, was ich am besten kann, und mit den Kundinnen zu arbeiten, denen ich am besten helfen kann.

6 Kommentare

  1. Was für eine Inspiration, Silke! Danke für dein ABC. Inspiriert mich, es dir und Anette gleichzutun. Und außerdem hab ich gleich wieder was gelernt: Xenophilie. Wunderbar!

  2. Klasse Idee und die Werte sind sehr verständlich beschrieben. Auch du schriebst mir manchmal aus der Seele. Kennst du die ABC Methode auch dann, wenn man versucht einem Thema näher zu kommen? Also heute schreibe ich mal über Liebe: Aufmerksamkeit, Behagen, Charme, Dauer…. einfach schreiben und das Hirn machen lassen. Hilft mir oft beim Sortieren meiner Gedanken. Danke für die nette Bloggerfreundschaft liebe Silke. Dieser Kurs bring eine Menge interessante Leute in mein Leben und du bist auf jeden Fall eine davon. Schön von dir zu lesen.

    1. Liebe Eva, danke für deine tolle Rückmeldung – ich freue mich auch total, dich hier kennengelernt zu haben und lerne ständig von dir. Wie schön, dass es dir umgekehrt auch so geht. Und die ABC-Methode zu spezifischen Themen werde ich sofort in mein Portfolio aufnehmen, danke dafür!

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