Fun Facts über mich

  1. Music was my first love. Schon als ich noch kaum laufen konnte, tanzte ich, sobald ich Musik hörte. Das hat sich nicht verwachsen.
  2. Als Kleinkind sang ich sehr ausdauernd in „memorized English“ – ich konnte allenfalls „Thank you“, übte aber zum Beispiel „Puppet on a string“, so wie ich es verstand. So kenne ich auch den „Dickschädel-Blues“ von den Walker Brothers, die in „The sun ain’t gonna shine anymore“ EIGENTLICH von einem „deep shade of blue“ singen.
  3. Schon auf der Säuglingsstation versuchten die Schwestern mit nur kurz währendem Erfolg, meine Haare zu bändigen. Ich vergesse immer noch gelegentlich, mich zu kämmen, weil meine Haare mit oder ohne meine Interventionen machen, was sie wollen. Besonders bei Luftfeuchtigkeit über 20 Prozent.
  4. Ich trage nicht gern Schuhe. Socken und Strumpfhosen sind auch keine Lieblingskleidungsstücke. Als Kind und Jugendliche wanderte ich sogar stundenlang barfuß.
  5. Wenn ich an einem fremden Ort meinen Platz, z.B. in Richtung Toilette, verlasse, vor allem in der Bahn, vergegenwärtige ich mir beim Reingehen, in welche Richtung ich danach gehen muss, um meinen Platz wiederzufinden. Mein Orientierungsvermögen ist nicht das beste. Update: ich glaube, das ist ein Glaubenssatz, und ich bin viel besser als ich denke. Wenn meine bestens orientierte Tochter nämlich nicht weiter weiß, bin ich plötzlich ganz sicher.
  6. Zwischen meinem 13. und 18. Jahr im Leben lebte meine Familie auf Sprengstoff im Grundwasser – mein Vater hatte ein Grundstück auf dem Gelände einer alten Munitionsfabrik gekauft und dort gebaut.
  7. In Liverpool wollte ich nur die Studentenwohnung mit der Beatles-Adresse haben. Als großer Fan konnte ich dieser wirklich existierenden Anschrift nicht widerstehen und verbrachte hier ein tolles Jahr:
    Epstein Court
    Ringo Starr Drive
    Strawberry Fields Estate
    Liverpool
  8. Wenn ich gefragt werde (oder auch nicht – ich bin auf Hamburg so stolz, als hätte ich es selbst gebaut), kann ich jederzeit eine Stadtführung mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisieren. Zum Beispiel habe ich eine Route durch den Alten Elbtunnel entdeckt, bei der es mit dem Bus durch hoch interessante Hafenlogistik-Landschaften und über die Köhlbrandbrücke geht. Bei Bedarf ließe sich auch eine Zeit in Finkenwerder einbauen. Meine Fahrten oder Wanderungen enthalten nicht zwingend touristische Must-Sees, aber immer viel Schönes für die Seele. Und das, obwohl ich nicht einmal echte Hamburgerin bin!
  9. Wer mich kennt, nutzt mich gern als Restaurant-Scout. Ich lasse mich treiben, fühle, lausche, schnüffele und finde. Dabei liege ich nur selten daneben.
  10. Ich nehme Sprachen mit der Umgebungsluft auf und möchte überall bleiben, wo es schön ist. Wenn ich die Landessprache nicht verstehe, spreche ich sie aus Spaß so, wie ich sie höre. Ich glaube, das gilt mittlerweile als politisch inkorrekt, war für mich aber immer nur die reine Freude am fremden Klang.
  11. Ich liebe Pasta und könnte sie fast täglich essen. Sie selbst zu machen hat sich nicht so durchgesetzt.
  12. Keine Ahnung, warum, aber ich mag nicht gern backen, dabei kann ich es ganz wunderbar. Meine Tochter ist immer überglücklich, wenn ich ihr einen Kuchen backe.
  13. In der Schule hasste ich Handarbeiten und war stattdessen die, die bis zum Ellbogen im Papiermaché steckte, das ich im Werkunterricht für alle anrührte. Mein Einstieg war aber auch schwierig: meiner Handarbeitslehrerin muss die Reihenfolge der Anleitungen durcheinander geraten sein. Das allererste Strickmuster war so kompliziert, dass meine Mutter und meine Großmutter, beide versierte Strickerinnen, ihre Mühe hattten. Eins rechts, eins links kam erst zum Ende.
  14. Als ich später freiwillig Stricken lernte, weil ich keine passenden Pullover fand, entwickelte ich mich zur Nadelkünstlerin. Häkeln und Sticken kann ich genauso gut und tue es sehr gern. Ich glaube, es war beim Stricken auch ein bisschen Protest beteiligt. Die Lehrer hassten es, wenn wir mit unseren Körben im Unterricht saßen und strickten. Das Abi habe ich trotzdem geschafft, und das war auch nie eine Frage.
  15. Ich kann mich nicht durchringen, Bücher zu lesen, von denen jemand meint, ich MÜSSTE es tun. Obwohl ich den Hobbit von R.R. Tolkien im Englischunterricht liebte, konnte ich keinen Zugang zu seinem Herrn der Ringe finden – zu viele Empfehlungen! Genauso geht es mir bei Donna Tartts Distelfink und anderen hochgelobten Werken. Manchmal fühle ich mich ganz unvollständig und ein bisschen dumm, weil ich mich ihnen so hartnäckig verweigere. Update: der Herr der Ringe hatte als Film seine zweite Chance – aber auch da: ich liebte den Hobbit in all seinen epischen Fortsetzungen, der Herr der Ringe blieb langweilig und wurde nach kurzer Zeit abgebrochen.
  16. Ich habe Schuhgröße 44, passend zu meiner Körperlänge von 187 cm. Zusätzlich ist der rechte mindestens eine halbe Größe kleiner. Ich überlege, wie ich es anstellen kann, mir einen Schuh-Buddy mit gleichem Geschmack und entgegensetzter Größenverteilung zu suchen.
  17. Wer mich so gut kennt wie meine Tochter, sieht an meiner Handhaltung oder Beinstellung, wie ich mich gerade fühle. Wenn ich sehr lache, muss ich meine Hände ausschütteln, weil sie vor Lachen kribbeln. Wenn ich mir das Lachen verkneife, weil ich eigentlich streng sein will, stehe ich x-beinig da. Wenn ich jemanden nicht mag, passieren Dinge mit meinen Händen, die ich aus Sicherheitsgründen verschweige.
  18. Ich rhythmisiere viele meiner Tätigkeiten und tanze meinen Alltag. Manchmal entwickele ich aus immer gleichen Bewegungsabläufen eine Choreographie.
  19. Obwohl ich keine geborene Katzenliebhaberin bin, liebe ich unsere Katze wie verrückt, und sie darf sogar in meinem Bett liegen. Witzig ist, wie meine Tochter mich überzeugt hat, unsere Lotta aus dem Tierheim zu holen: „Mama, wie sollen wir denn unseren Gästen erklären, dass wir Katzenklappen haben und keine Katze?“. (Anmerkung: die Vorbesitzer hatten Haustiere).
  20. Ich habe so viele Ideen, dass ich gern mehrere Leben hätte, um sie zu realisieren. Wenn ich die Fun Facts der Blogger-Community lese, werden es noch mehr.
  21. Meine Tochter und ich sind fest davon überzeugt zu wissen, was unsere Katze denkt und sagt. „Sie hilft so gern im Garten.“ „Lotta will das nicht.“ „Die Katze sieht das anders.“ „Nein.“ „Nein.“ „Nein.“ „Geht doch.“
  22. Ich kann nicht im Gehen essen oder trinken. Meine Familie findet das unangemessen amüsant.
  23. Als ich mit 40 schwanger wurde, dachte ich zunächst, das seien die Wechseljahre. Die konnte ich dann noch ein bisschen aufschieben.
  24. Der Vater meiner Tochter und ich sind uns am 11.09.2001 begegnet. Ein Tag, an dem so vieles zu Bruch ging, war kein gutes Omen für unsere Beziehung.
  25. Früher wurde ich häufig gefragt, ob ich mit dem Moderator Oliver Geissen verwandt sei, und Teenies riefen giggelnd an, um nach ihm zu fragen. Tatsächlich wohnte ich, als er noch ein Junge war, ohne jegliche Absicht mit ihm in derselben Straße. Sein Vater hatte ein Fischgeschäft, und manchmal wurden mir Bestellungen auf den Anrufbeantworter gesprochen, die ich dann dort übermittelte. Noch später bekam ich von einem Makler sehr interessante Anwesen angeboten, die sich weit außerhalb meines finanziellen Rahmens bewegten. Man hatte gehofft, die kämen über mich bei Oliver an.
  26. Heute fragen mich Menschen, ob ich etwas mit DEN GEISSENS zu tun hätte, aber Robert und Carmen heißen Geiss, darüber bin ich auch ganz froh. Das -en dient nur einer besser aussprechbaren künstlichen Pluralbildung.
  27. Weil ich auf eine integrierte Schule ging, habe ich Rollstuhl auf Kippe (nur auf den Hinterrädern) fahren und Rampenrennen gelernt. Und, wofür ich sehr dankbar bin, ich habe dadurch einen sehr natürlichen Umgang mit Behinderten.
  28. Ich habe eine Zeitlang E-Bass gelernt. Wenn ich irgendwo war, wo Musik gespielt wurde, setzte sich häufig die Bass Line in meinem Kopf fest und wollte zuhause so lange geübt werden, bis ich das Ergebnis akzeptabel fand. Ich kann zum Beispiel Haus am See“ von Peter Fox begleiten.
  29. In meinem Kopf ist eine Matrix von Werbeslogans, Text- und Musikstücken, alles ist rhythmisiert. Wenn etwas auf die Matrix fällt, das passt, kann es vorkommen, dass ich anfange zu singen oder zu reimen. Bisher ist es meist glimpflich ausgegangen ;).
  30. In meiner Mittel- und Oberstufenzeit war ich schlecht bis miserabel in Mathematik, obwohl ich Zahlen liebe. Während meines Studiums und auch in der Schule in einer Nachhilfephase setzte ich mich frewiwillig hin und dachte mir Zusatzaufgaben aus.
  31. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut. Beim Lachen muss ich weinen, bei Musik, die mich berührt, bei Anerkennung, die ich (wie ich immer noch manchmal glaube) unverdient bekomme.
  32. In meinen zwei Chören (Update: es ist nur noch einer) bin ich eine beliebte stimmliche Orientierung, weil ich Töne treffe UND rhythmisch richtig liege, aber in der Oberstufe wollte mich der der Musiklehrer nicht im Chor haben. Trotz meiner Länge werde ich oft nach vorn gestellt, weil ich beim Singen von innen heraus leuchte.
  33. Die Geste des Blumenschenkens mag ich sehr, rieche aber mit meiner hochsensiblen Nase spätestens ab dem zweiten Tag den fortschreitenden Fäulnisprozess. Pflanzen mit Wurzeln dran sind mir auch generell lieber, wenn sie lebendig sind und weiterwachsen dürfen.
  34. Ich koche gern, gut und einfallsreich, und bei mir gibt es – abgesehen von wenigen Standards – selten zweimal dasselbe. Zum Bedauern meines Umfelds fehlt mir häufiger mal die Zeit dazu.
  35. Angeblich mache ich den besten Milchreis der Welt.
  36. In dem Veranstaltungshaus, in dem ich einige Jahre war, hatten wir fast den ganzen Buena Vista Social Club zu Gast, als alle Musiker noch lebten. Rubén Gonzales mit seinen arthritischen Fingern und so viel Gefühl zu erleben, war sehr ergreifend.
  37. Mein erstes Vorsingen in einer Band scheiterte daran, dass der geforderte Song „Hey Joe“ von Jimi Hendrix war und eine ähnliche Performance erwartet wurde.
  38. Ich bin in dem Glauben aufgewachsen, nicht malen zu können, bis mich ein Kunstmaler, bei dem ich einen Kurs nahm, eines Besseren belehrte.
  39. Meine Tochter schläft sehr aktiv. Sie spricht im Schlaf vollkommen klar, aber ich verstehe kein Wort. Ich glaube, sie ist eine Außerirdische und spricht nachts die Sprache ihres Heimatplaneten.
  40. Mir haben die vorgelesenen Bücher als Kind nie gereicht, deswegen brachte ich mir selbst vor der Einschulung Lesen bei.
  41. Eine Nachbarin dachte, ich lüge und kann gar nicht lesen Sie legte mir druckfrische Zeitungen vor, damit ich es beweisen konnte und hielt ihrem Sohn Egon vor, was er in der zweiten Klasse noch nicht kann.. Egon hat mich danach verprügelt.
  42. Nach meinem ersten Schultag verschwand ich in meinem Zimmer, kam Stunden später wieder runter, legte meine Bücher auf die Kommode im Flur und sagte „So! Die habe ich jetzt durch, und morgen hole ich mir neue.“
  43. Der häufigste Kommentar meiner Lehrer gegenüber meinen Eltern war „Sie könnte, wenn sie nur wollte.“
  44. Der häufigste Satz zu Beginn der Elternabende meiner Tochter war ein leises „Frau Geissen, hätten Sie nachher noch ein paar Minuten?“
  45. In Liverpool wurde ich einmal mit dem Doppeldeckerbus exklusiv direkt vor den Pub gefahren, wo das Quiz stattfand (ich liebte Pub Quizes sehr). Der Busfahrer hatte Feierabend und musste sowieso in die Richtung fahren.
  46. Ich frage mich immer, ob die Leute in der Zeit, in der sie erklären, warum etwas zeitlich nicht geht, nicht kurz das tun können, was in der Zeit locker möglich wäre.
  47. Ich liebe Pflanzen und Gartenarbeit, kenne viele botanische Namen. Mit der Pflege meiner Zimmerpflanzen habe ich etwas mehr Mühe.
  48. Bisher wollte niemand jemals ein zweites Mal Scrabble gegen mich spielen. Auch in England nicht.
  49. Lieb gemeinte Verkuppelungsversuche von Freunden amüsieren mich besonders, wenn die einzige Gemeinsamkeit „Single“ oder „auch so groß“ ist.
  50. Wahrscheinlich kenne ich alle Witze dieser Welt bzw. die Muster, nach denen sie gestrickt sind. Es ist fast unmöglich, mich mit einem Witz zu überraschen oder gar zu amüsieren.
  51. Meine größte Liebe hatte die im Verhältnis zu mir kleinste Körpergröße (187 vs. ca. 170 cm).
  52. Mein kleiner Bruder ist 2,03 m groß und damit 16 cm größer als ich.
  53. Es fällt mir schwer, mich auf einen Ort festzulegen, an dem ich für immer bleiben möchte. Als ich nach einer Immobilie suchte, war die Vorstellung, dann immobil (unbeweglich) zu sein, für mich nicht hinnehmbar. Meine Hilfestellung war, mir zu sagen, ich suche etwas, wo ich mir vorstellen kann, zehn Jahre zu bleiben. Danach darf ich verkaufen oder bleiben. In meinem Haus lebe ich seit über 13 Jahren.
  54. In Positano musste ich einem Kellner „That’s amore“ von Dean Martin vorsingen, weil ich fand, er müsse es kennen, denn es passt so perfekt in diesen romantischen Ort.
  55. Ich bin in meinem Leben bisher 16mal umgezogen, ein paarmal mit meinen Eltern im Nordhessischen, dann nach Kassel, diverse Male in Hamburg, und in Liverpool lernte ich drei Wohnungen kennen.
  56. Während meiner Arbeit in einem Veranstaltungshaus bin ich mit Gloria Gaynor im Fahrstuhl gefahren, das fühlte sich ungemein glamourös an.
  57. In meinem Lieblingsclub in Liverpool begrüßte mich der Türsteher immer sehr begeistert als „Miss Germany“, was sich mit dem örtlichen Dialekt anhörte wie „Miss Geeeemenie“.
  58. Ich mag gern hinterm Tresen stehen. Schon als Kind habe ich gern bei Hochzeitsfeiern in der Verwandtschaft Sekt ausgeschenkt. Während des Studiums arbeitete ich in verschiedenen Bars und Kneipen und wurde gern für Privatveranstaltungen angefragt. Bei einer Silvesterparty war ich Tresenchefin der Sektbar in der Fabrik, einer Hamburger Veranstaltungslocation. Aus dem Nichts entwickelte ich geschmeidige Arbeitsabläufe, davon kann ich mir heute noch manchmal eine Scheibe abschneiden.
  59. Mein Gedächtnis für Namen und mit Personen verbundene Erlebnisse ist riesig, deswegen habe ich irgendwann aufgehört, Leute zu begrüßen, die ich seit mehr als zehn Jahren nicht gesehen habe und die mich nicht erkennen. Es sorgt für mehr Verstörung als Freude.
  60. Mein erstes eigenes Auto fuhr ich auf der Fahrt zur Zulassungsstelle kaputt, weil ich vor lauter Respekt vorm Fahren in der großen Stadt (ich habe im sehr ländlichen Bereich den Führerschein gemacht) etwas übersah – beim Linksabbiegen eher ungünstig! (Anmerkung: es war reparabel, und keiner der Beteiligten kam körperlich zu Schaden).
  61. Ich bin ein sehr haptischer Mensch. Beim Klamottenkaufen fühle ich erst die Stoffe, bevor ich mir das Stück überhaupt ansehe. Hefe- oder sonstigen Knetteig liebe ich abgöttisch, meine Füße im Watt – herrlich!
  62. Meine Freundschaft oder Liebe verändert meinen Blick auf Menschen. So weit normal. Aber mein Blick auf Menschen verändert auch meine Beziehungen. So hinterfrage ich meine Verbindung zu Menschen, die einfach nicht schön werden wollen, und stelle fest, dass da in der Beziehung etwas faul ist.
  63. Meine Sprache ist sehr bildhaft und emotional. Als ich das Buch „Das Parfum“ von Patrick Süskind gelesen hatte, war ich voller Gefühle und Düfte. Ein Kollege von mir gab in der Mittagspause eine Zusammenfassung des Buchs. Ich hatte den Anfang verpasst, und weil er es so analytisch anging, dämmerte mir erst recht spät, welches Buch er meinte.
  64. Man sagt, ich sei ein Naturtalent im Unterhalten von Publikum (ich scheue den Begriff „Rampensau“), man müsse mich nur auf eine Bühne stellen, und dann würde etwas passieren. Stimmt, und im Pingpong mit der richtigen Person zünden wir ein Feuerwerk!
  65. Auf meiner Bucket List ist ein TED Talk vorgesehen. Daran glaube ich fest.
  66. Horrorfilme lassen mich nie wieder los, die kann ich mir nicht ansehen. Darüber hinaus halte ich sie für komplette Zeitverschwendung.
  67. Mir ist schon so vieles passiert, was mich in Krankenhäuser und Rehakliniken trieb, dass ich einen doppelten Armbruch, den ich mir an einem klaren Tag bei einem unfreiwilligen doppelten Rittberger auf der einzigen vereisten Stelle in Hamburg zuzog, immer wieder vergesse und mich nur an ihn erinnere, wenn ich Fotos davon sehe.
  68. Meine Tochter erzählt Freunden und mir, was für eine schlechte Mutter ich sei, weil ich manchmal über ihre Stunts lache. Es ist mir aber mittlerweile gelungen sie davon zu überzeugen, dass ich NUR über ihre kunstvollen Stürze lache und nicht über die Verletzungen, die sie sich dabei zuzieht.
  69. Ich lache sowieso gern und oft. Dabei sind meine nicht sehr großen Augen häufig komplett in meinen Schlupflidern verschwunden. Meine Tochter will mich immer von einer Lidstraffung überzeugen und hat das zu erwartende Ergebnis schon mit ihrem Allheilmittel Tesafilm simuliert, aber solange ich unter normalen Umständen noch alles sehen kann, lasse ich alles, wie es ist. Ein Verehrer sagte einmal über mich, er liebte diesen Moment, in dem mein Gesicht Platz macht für mein Lachen, ist das nicht zauberhaft?
  70. Mein Wecker ist irgendwann mal vom Nachttisch gefallen. Außer der Abkürzung für den Tag kann er noch alle Funktionen darstellen. Heute ist zum Beispiel NIE. Ob er mir versteckte Botschaften übermitteln will?
Ein Nachttischwecker, der statt der gängigen Tagesabkürzung NIE anzeigt.
Jetzt oder nie!
  1. Bis ich ein Kleidungsstück gefunden habe, das ich wirklich mag, kann es sehr anstrengend mit mir sein. Wenn ich endlich etwas gefunden habe, zum Beispiel einige geliebte Kleider und meine ewige Jeansjacke, trage ich diese Sachen und stelle ihr ewiges Leben nicht infrage. Wenn sie irgendwann den Geist aufgeben, nehme ich das fast persönlich, weil ich es kompliziert finde, bei meiner Länge Passendes UND Kleidsames zu finden. Ich will mir in diesem Leben am liebsten noch ein Signature Outfit entwerfen, das ich mir dann nähen lasse. Oder ich kaufe ein Teil, das mir gut gefällt, mehrfach. Vielleicht auch beides!
  2. In Baumärkten fühle ich mich viel wohler als in Boutiquen. Da kann ich auch mit Farbflecken auf der Hose hingehen und fünf Liter von der Mischung nachkaufen, die ich gerade verarbeite, mir schnell einen Topfbohrer holen, wenn ich ein Regal verschieben will und das Loch für die Steckdose dahinter bohren möchte. Ich muss mich nicht ausziehen und mich im Spiegel in allen möglichen Abstufungen von furchtbar betrachten, sondern bekomme einfach, was ich brauche, finde leicht Alternativlösungen und gehe beglückt und mit einem wunderbaren Gefühl von Erfolg nach Hause.
  3. Ich bin eine Allround-Heimwerkerin und Eigentümerin diverser Werkzeuge, zu denen z.B. ein Bosch-Bohrhammer zählt (aus der blauen Serie, nota bene!). Meine Schleifgeräte habe ich allesamt an Menschen verliehen, die den zweiten Teil dieses Vorgangs, das Zurückgeben, vergessen haben. Im Elektrobereich bin ich meist vorsichtig, aber als ich letztes Jahr „nur mal eben schnell“ eine Deckenlampe anbringen wollte, bohrte ich in die Decke und – puff! – auch in die Leitung. Zum Glück konnte der Elektriker am nächsten Morgen gleich kommen und uns das Licht im Oberstübchen unseres Hauses wieder einschalten. Den Sanitärbereich mag ich nicht, da tue ich nichts. Fußbodenschleifen musste ich wegen einer zeitkritischen Renovierung lernen, das macht mich aber so unglücklich, dass ich es nie wieder tun werde. Ich habe mehrere Küchen von IKEA montiert und komplett fertiggestellt. Derart große und kräftezehrnde Projekte überlasse ich mittlerweile lieber den Profis.
  4. Manche Bücher liebe ich so sehr, dass ich sie nicht zu Ende lese. Bei „Winnie the Pooh“ zum Beispiel vergöttere ich die Art des Humors. Ich bewundere A. A. Milne grenzenlos dafür, dass er es geschafft hat, ein Buch zu schreiben, über das Kinder herzlich lachen können und das für Erwachsene auf ganz andere Art urkomisch ist. „A room of one’s own“ von Virginia Woolf hat eine derart elegante und wunderschöne Sprache, dass ich mir auch hier nicht vorstellen kann, es bis auf den letzten Buchstaben leerzulesen.
  5. Mich ärgern schlechte Übersetzungen. Wenn ich schon am Anfang eines Buchs über unverstandene Idiome stolpere, lege ich es gleich weg. Den ersten Platz hält bisher „Nein, ich bin kein geselliger Falter“ (Original im Englischen, „I’m not a social butterfly“ = Mensch, der gern und und unangestrengt in der Interaktion mit anderen ist; umtriebig, extrovertiert, gern unterwegs, manchmal flirty). Ähnlich verhält es sich mit herausgestelltem großem Wortschatz, der ganz offensichtlich beeindrucken soll. Ich ziehe Texte vor, in denen die Wörter eingesetzt werden wie benötigt nicht wo der Text um die tollen Wörter herum geschrieben wird.
  6. Gute Übersetzungen sind etwas Wunderbares. Meine große Übersetzerliebe Harry Rowohlt begeisterte mich, zum Beispiel mit Winnie the Pooh. Auch Frank McCourts Angela’s Ashes ist so großartig übersetzt, dass ein Freund, der mich gut kannte, mir die Fortsetzung im Original schenkte mit den Worten: „Wenn es nicht von Harry übersetzt ist, liest du es bestimmt lieber in Englisch“.
  7. Nach der Geburt meiner Tochter fragte ich erst nach ungefähr einer halben Stunde nach dem Geschlecht meines Babys. Ich hatte von Anfang an gewusst, dass mein Kind ein Mädchen sein würde, hatte neben vielen Mädchennamen auch nur einen Jungsnamen für den unwahrscheinlichen Fall.
  8. Ich mag Udo Lindenberg seit meiner Jugend. Das erste Lied war „Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klau’n“ aus dem Film „Nordsee ist Mordsee“ von Hark Bohm. Über die Jahrzehnte blieb ich ihm überwiegend treu, und in Hamburg durfte ich schon zwei großartige Konzerte von ihm erleben. Update: Mittlerweile ist er Ehrenbürger von Hamburg. Zufällig lief er mir genau nach der Feier dazu auf dem Rathausmarkt vor die Füße, wo ich nichtsahnend mit einer österreichische Besucherin vorbei kam.
  9. Dank meiner späten Mutterschaft bekam ich von meiner Tochter mit 45 die Windpocken aus dem Kindergarten mitgebracht, und ich dachte, ich würde sterben. Das Fieber ging aber irgendwann zurück, und was blieb, sind viele kleine Narben.
  10. Meine erste Schallplatte war eine Art Doppel-Single von den Beatles – auf jeder Seite waren zwei Songs. Beim Probehören machte ich meine erste Erfahrung mit einem Kopfhörer. Ich sang voller Inbrunst „If I fell“ mit, kannte den Song auswendig, hatte ihn schon auf der Gitarre begleitet. Ich wunderte mich, warum mich so viele Menschen irritiert ansahen, bis mir meine Begleitung sagte, ich sänge wirklich sehr laut und – weil ich mich selbt nicht hörte – sehr falsch. Damals war mir das unendlich peinlich.
  11. Weihnachten fängt für mich an, wenn ich auf der Bühne stehe und darauf warte, dass die Streicher ihren Klangteppich ausbreiten, die Bläser jubeln und ich endlich mit meinem Chor zusammen jauchzend und frohlockend das Weihnachtsoratorium anstimmen darf. Andere Weihnachtslieder singen meine Tochter und ich ganzjährig.
  12. Ich arbeite eigentlich schon immer. Als Kind bedruckte und sortierte ich Sichthüllen, während der Oberstufe sortierte ich Eier in Kartons, ging mit einem Hund spazieren, gab Nachhilfe in Englisch und Französisch. Im Studium tippte ich Kleinanzeigen, arbeitete bei einem Im- und Export-Autohöker und in verschiedensten Ausprägungen von Gastronomie, von der Stammkneipe über die Cocktailbar in den Golfclub auf Föhr. In finanziell anspruchsvollen Zeiten verdiente ich mir mit Marktforschung, Akquise und ähnlichem etwas dazu.
  13. In Liverpool stand ich drei Tage lang als Barmaid in einem gemieteten Zelt beim umstrittenen Grand National-Pferderennen in Aintree. Als Mitarbeiterin durfte ich selbst keine Wetten platzieren, das hat extern ein Freund von mir getan, um mein Leben etwas spannender zu gestalten. (Heute würde ich das nicht mehr tun).
  14. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals mit Lernen aufzuhören. Meine Mutter zitiert manchmal die Stelle aus einem Film, in dem eine Frau gefragt wurde, was sie mit all ihren Kursen und Fortbildungen werden wolle, und sie soll geantwortet haben: „ein kluger Mensch“. Passt mir auch.
  15. Menschen, die nicht neugierig sind, sind mir unheimlich.
  16. Früher wollte ich ein Star werden, mit Gesang und/oder Tanz, gern auch Konzertpianistin. Lehrerin, Stewardess oder Archäologin waren im Rennen, so wie Journalistin, Bestsellerautorin oder Kriminalpsychologin (heute Profiler).
  17. Meine Geburtsstadt Kassel wird meiner Meinung nach völlig zu Unrecht von vielen Menschen als hässlich eingestuft. Während der drei Jahre, in denen ich direkt in der Stadt wohnte, entwickelte ich mich dort, wie auch in Hamburg, zur inoffiziellen Stadtführerin mit Blick fürs Besondere.
  18. In der Tanzschule war ich eine super Tänzerin, wurde aber mit meinen damals nur 1,82 m fast nie aufgefordert, weil die meisten Jungs kleiner waren. Dabei kommt es nur auf die Führung an. Ein sehr viel kleinerer Kubaner mit eingebautem Rhythmus bewegte mich später souverän durch einen Saal, und ich fühlte mich wie eine sehr glückliche Feder.
  19. Wenn ich es recht überlege, kann ich auch im Beruf nur Führungskräfte akzeptieren, deren Kompetenz ich anerkenne. Deswegen bin ich jetzt selbstständig.
  20. Früher dachte ich immer, Fachbücher können nur superlangweilig, trocken und erwachsen sein. Mittlerweile kenne ich einige, die sehr lebensnah geschrieben sind, und andererseits stehen einige Kinderbücher in meiner Fachbibliothek, weil ich die tiefe Weisheit in ihnen liebe.
  21. Eines Tages werde ich mindestens ein Buch schreiben.
  22. Ich war auf fünf hawaiianischen Inseln und habe unglaubliche Mengen an Wasserfällen gesehen und fotografiert. In der entlegensten Ecke auf Molokai gab es einen kleinen Supermarkt, in dem von der hohen Luftfeuchtigkeit alles angerostet war – die Einkaufswagen, die blechernen Senfdosen und vieles mehr. Die Frau, die dort arbeitete, hatte einen so unverkennbar deutschen Akzent, dass wir sie fragten. In der Tat hatte sie sich im zweiten Weltkrieg in einen Amerikaner verliebt, mit dem sie dann dort gelandet war.
  23. Bei einer Wanderung durch den hawaiianischen Wald auf der Insel Molokai ging ich mit drei weiteren Leuten anhand einer Schatzkarte auf verschlungenen Pfaden durch Waldstücke, in denen sich die Blätter hinter uns wieder schlossen und durch einen kleinen Fluss, bei dem wir eine Furt suchen mussten. Am Abend hatte ich 75 Moskitostiche!
  24. Italienisch ist meine Lieblingssprache, ich kann sehr vieles verstehen. Aber sprechen kann ich nur speisekartisch, allerdings mit Sonderwünschen. Die Grammatik ist so schwierig, aber es zu lernen steht auf meiner Bucket List.
  25. Italienisch ist auch mein Lieblingsessen. So einfach, so subtil. Und wer sonst käme auf die Idee, Bohnen und Pasta zusammen zu verarbeiten? Ligurische Nudeln habe ich am Lago Maggiore zum ersten Mal probiert und bin ihnen verfallen.
  26. Mein Vater ertrug die Zubereitung von jeglichem Meeresgetier und Knoblauch bei uns im Haus nicht. Als ich in La Rochelle zum ersten von mehreren Besuchen eintraf und nach meinen Essensvorlieben gefragt wurde, wünschte ich mir alles, was aus dem Meer kommt, gern mit Knoblauch (hmmm, Rouille – köstlich!).
  27. In Sri Lanka aß ich, was die Einwohner essen – Curry. Abends, mittags. Nachdem ich erfuhr, dass auch morgens Curry gegessen wird, probierte ich das interessiert – mein Körper nahm es mir übel und beruhigte sich erst, als ich Einheimische fragten, wie ich Stillstand in die Geschichte bringen könnte. Nach viel eiskaltem Ginger Ale mit echtem scharfem Ingwer und vorsichtshalbernoch ein paar Elektrolyten dazu beruhigte sich die Lage.
  28. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, insbesondere, wenn Schwächere schlecht behandelt werden und niemand hilft. Meine Tochter hatte schon als Kleinstkind manchmal so einen komischen Blick, wenn sie wusste, gleich mischt ihre Mutter sich wieder ein. Sie erkennt das an meinem hekektischen Blinzeln. Letztendlich findet sie es aber toll und handelt mittlerweile teilweise viel krasser, so dass ich manchmal Angst um sie habe.
  29. Als ich realisierte, dass Männer, egal zu welcher Tageszeit, einfach nach Hause gehen können, während Frauen sich schon bei Einbruch der Dämmerung Strategien überlegen müssen, wurde ich unfassbar wütend und wurde spätestens in dem Moment zur Feministin.
  30. Ich bin vorsichtig mit Körperkontakt, weil ich sehr achtsam mit der persönlichen Sphäre von mir und anderen umgehe. Besonders Händeschütteln mochte ich nie so besonders. (Was das angeht, erleide ich in der Pandemie keine Nachteile). Als Kind sollte ich für mein Empfingen zu vielen Menschen die Hände schütteln und erfand als Selbstschutz wahnsinnig ansteckende Warzen an meinen Händen, so dass sich das erledigte.
  31. Da der vorige Punkt zu Irritationen führte: ich liebe Körperkontakt – bei Umarmungen, beim Tanzen, bei Massagen, Zärtlichkeiten und Intimität. Ich bin dabei aber eine große Verfechterin von Einvernehmlichkeit und individuellen Grenzen.
  32. Ich hasse es, gekitzelt zu werden. Für mich ist das Körperverletzung.
  33. Der Minimalismus hat es mir angetan, und ich lebe meine eigene Version davon. Keine Ahnung, ob es jemals weiß, grau und clean sein wird und ob ich das überhaupt möchte, aber je mehr Dinge ich aus meinem Leben verbanne, desto wohler fühle ich mich. Great minds need great space. Seit September 2022 lebe ich im Stillen meine Challenge „In zwei Jahren zur entspannten Ordnung“. Bis August will ich mein Haus in einem Zustand haben, dass (zumindest fast) nur noch Dinge da sind, die ich brauche und/oder liebe. Ich bin optimistisch.
  34. Gebrochene Winkel kann ich schlecht ertragen. Oder viele verschiedene Winkel in einem Raum. Am liebsten habe ich alles parallel, rechtwinklig, oder allenfalls im 45°-Winkel. Launig hingestellte, unterschiedlich verzogene Gegenstände verursachen mir Unbehagen. Die einen sagen, ich bin zwanghaft, die anderen, ich beherrsche den Goldenen Schnitt.
  35. Ich tue mich schwer damit, Bilder an den Wänden zu befestigen. Es könnte ja sein, dass ich kurz darauf die Möbel verrücke, und dann passt es nicht mehr, aber die Löcher sind da.
  36. Seit meinem ersten Blogartikel am 25.04.2021 schreibe ich pro Woche im Schnitt 1,5 Artikel.
  37. Einer Challenge kann ich kaum widerstehen.
  38. Die Fotografin meiner wunderbaren Businessfotos habe ich gesucht, weil ich Greta Silvers Fotos so großartig fand. Erst beim Shooting erfuhr ich, dass sie Gretas Tochter ist.
  39. Als Jugendliche hatte ich ein Meerschweinchen, das aussah wie Ludwig Erhard. Rate, wie es hieß! Es rauchte zum Glück keine Zigarren.
  40. Ich gehe viele Themen gern etwas leichter an, deswegen gibt es auf meinem Blog sogar separate Fun Facts für die Wechseljahre.
  41. Eine meiner Coachees kam zu mir, weil sie meinen ironischen Artikel 7 Tipps für ein garantiert nutzloses Coaching gelesen hatte und wusste, dass sie bei mir richtig war.
  42. Meine Tochter eröffnete mir kürzlich, sie wollte nur noch mit mir Kleidung kaufen, weil ich als Einzige dabei ehrlich bin.
  43. Lügen konnte ich noch nie, allenfalls Fakten weglassen.
  44. Ich bin ein großer Ideen-Katalysator und habe schon häufig Menschen zu erfolgreichen Entscheidungen verholfen. Für mich selbst lerne ich noch.
  45. Kleine Dinge kann ich hervorragend manifestieren. Zum Beispiel habe ich mehrere kleine Coachings gewonnen, Elfchen-Karten undsoweiter. Am Manifestieren großer Ergebnisse arbeite ich. Wenn ich es geschafft habe, werde ich mit meinem Business durch die Decke gehen. Ganz sicher.
  46. Meine Liebe zur Natur ist groß, und ich mag stundenlange Spaziergänge durch die umliegenden Wälder. Ich gehe sehr gern allein, weil ich dabei in meinem Tempo und in meiner Intensität alles genießen und den 888. Sonnenuntergang fotografieren kann.
  47. Apropos Gehen: Kennst du das, wenn du mit jemandem Schulter an Schulter gehst, im selben Tempo, mit der gleichen Schrittlänge, einfach unabgesprochen vollkommen synchron? Ich finde das manchmal richtiggehend erotisch.
  48. Auch wenn ich dörflich im Nordhessischen aufwuchs, sprach ich immer relativ Hochdeutsch. Die Kinder in einem Dorf, in dem ich im Alter von 8 bis 13 Jahren leben musste, fanden das nicht toll. Heute heißt das Mobbing.
  49. Inspiriert von Judith Peters’ 20 Sätzen habe ich hier auch einen, eigentlich zwei: Meine Tochter fängt heute noch häufig ein Gespräch an mit entweder „Mama, weißt du schon … “ (da muss ich erstmal mit NEIN antworten) oder „Mama, kann ich dir was erzählen“ da muss ich mit JA antworten). Du kannst dir denken, dass das bei nicht hundertprozentiger Aufmerksamkeit entlarvend für mich sein kann.
  50. Mein Aprilscherz-Blogartikel Coach and Fly ist offenbar so knapp neben der Glaubwürdigkeit, dass ich heute noch gefragt werde, ob ich wirklich im Heißluftballon coache. Also wenn du magst – ich kann das ermöglichen. Ist nur eine Frage des Preises.
  51. Ich liebe Primzahlen. Die beeindrucken mich. Und je größer sie werden, desto gewiefter finde ich es, dass die kleinen Biester sich nur durch sich selbst und durch 1 teilen lassen. Wusstest du, dass die größte Primzahl 23.249.425 Stellen hat?
  52. Bloggen ist für mich eine der größten Entdeckungen meines Lebens. Seit ich 2021 über Judith Peters’ Challenge BoomBoomBlog (kein Link) stolperte, bin ich im Flow und habe meinen Blog mit über 100 Artikeln gefüllt.
  53. Diesen Artikel veröffentlichte ich erstmals im Juli 2021. Die Challenge Rapid Blog Flow wollte ich mir eigentlich verkneifen, konnte aber nicht widerstehen, als ich in der Nacht vor Veröffentlichung das Thema erfuhr.. Und schon ist mein Artikel um zwei Bilder und ungefähr 30 neue Fun Facts gewachsen. Ich bin gespannt, was beim nächsten Überarbeiten passiert.
  54. Vermutlich ist dir aufgefallen, dass ich meine Tochter häufig erwähne. Ich war sehr früh alleinerziehend, und sie lebt noch als junge Erwachsene mit mir in unserem Haus. Wir haben eine sehr besondere Bindung und einen sehr speziellen Humor.
  55. Deswegen ist auch das Foto, das ich als Lieblingsbild ausgesucht habe, eins, das uns beide zeigt. Im Sommer 2013 stand ich kurz vor meiner zweiten Hüft-Operation, und ich wurde fast verrückt vor Schmerzen. Wir hatten eine Reise gebucht, die uns unter Anderem durch Kopenhagen, Stockholm und Göteborg führte. Dabei stellte ich fest, dass sich Vergnügungsparks ausgezeichnet eignen, wenn man nicht gut laufen kann. Wir setzten uns in die Attraktionen und wurden gefahren. Hier siehst du uns in der historischen Achterbahn Rutschebanen, die seit 1914 durch hölzerne Katakomben fährt. Am schlimmsten Abgrund fotografiert eine Kamera die schreienden Besucher. Wir fuhren und schrien so oft, bis uns das Bild am Ausgang gefiel. Ich liebe es sehr, weil wir beide so unglaublich fröhlich, lebensfreudig und abenteuerlustig aussehen und trotz meiner Schmerzen einen richtig schönen Urlaub hatten. Wir improvisierten gezwungenermaßen sehr viel. Das können wir aber auch ohne Schmerzen richtig gut. Improvisieren, Alternativen finden. Und so ein Urlaub bleibt viel stärker im Gedächtnis als einer, bei dem alles unspektakulär glatt läuft. Sieh’s dir an:
Die Autorin und ihre Tochter sitzen amüsiert und schreiend in einem Achterbahn-Wagen im Tivoli in Kopenhaben.
Mein Lieblings-Schreibild aus dem Tivoli in Kopenhagen

9 Kommentare zu „Fun Facts über mich“

  1. Stricken in der Schule 🤣 – ich habe damals unzählige. tolle Pullover und Jacken produziert 🧶

    Der Distelfink steht bei mir auch schon seit Jahren ungelesen im Regal …

    Hawaii, toll!

    Es gäbe noch mehr Gemeinsamkeiten. Zu viele, um sie hier alle aufzuzählen.

    Vielen Dank jedenfalls für deine lesenswerten FunFacts.

    Herz-lich

    Birgit Nora Schäfer 🧡

    1. Liebe Birgit Nora,

      wie lustig! Vor allem der Distelfink! Und gerade heute erinnerte mich Facebook an alte Fotos – mit einer der im Unterricht gefertigten wunderschönen Jacken!

      Ich geh deine Facts auch gern lesen.

      Liebe Grüße
      Silke

  2. Ah, Wolfgang, das ist ja superlustig! Und fast unangenehm, dass ich als bewährte Chormoderatorin die Interpreten nicht recherchiert habe – danke für den Heinweis, wird umgehend eingearbeitet!
    Liebe Grüße nach Stuttgart (wie kann man denn als Hamburger nach Stuttgart gehen?)

  3. Sehr schön! Ich war auch mal auf Hawai gewesen und berührt werden mag ich auch nicht, nur von meinem Sohn ; ). Eine Paarberaterin sagte zu mir, das kann nicht sein, es wäre durch Studien belegt, dass das ein Uhrbedürfnis wäre 🙄.

    1. Hawaii ist toll, nicht`?
      Das ist aber eine sehr hilfreiche Paarberaterin gewesen, was? (NOT!).
      Das mit dem Körperkontakthabe ich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich liebe Berührungen, aber ich bestehe darauf mir aussuchen zu können, wer sie mir geben darf. Und ich habe sehr großen Respekt vor der persönlichen Sphäre anderer:)

  4. Ach Silke, wann kommen die nächsten 101 Fun Facts. Ich habe so gelacht. Ich glaube, wir gehen mal zusammen in den Baumarkt, das finde ich auch ziemlich klasse. Und das mit Jeansjacke-yeah! Liebe Grüße Nicole

    1. Liebe Nicole, danke! Ja, Baumarkt-Shopping ist großartig, machen wir gern! Wenn meine Mutter mit ihrem Auto hier ist (ich habe ja selbst keins), fahre und fahre ich, und schleppe eine Wagenladung nach der anderen aufs Grundstück und arbeite den Einkauf über die nächsten Wochen und Monate ab.

  5. #69 Deine Tochter mag ich mit jedem Beitrag mehr 🙂 Tesafilm – einfach genial, zeig doch mal eine Foto davon!
    #68 Mein absoluter Favorit!! Vor allem, weil du dich so glaubhaft aus der Affäre zu ziehen versuchst. GENIAL!
    #62 Absolut genial erklärt. Mir wird einiges klarer … werde ich in nächster Zeit mal bei mir beobachten.
    #39 Fantastisch!
    #15 Das geht mir nicht nur bei Büchern so, sondern auch bei Filmen. So habe ich noch nie ET gesehen.
    #8 Darauf kommen ich zurück, wenn ich mal in Hamburg bin.

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