Bäume auf dem Berliner Friedhof Friedenau, im Monatsrückblick Mai 2022 von Silke Geissen

Monatsrückblick Mai 2022 – darf’s noch etwas mehr sein?

Im Mai 2022, eigentlich schon seit April, war ich mehrfach und verhältnismäßig lange von zuhause weg. So kannte ich das gar nicht mehr, und es fiel mir sehr schwer, ich gebe es zu. Gleich nach dem Bloggerinnen-Live-Event im April ging es Anfang Mai für fünf Tage nach Berlin, das war menschlich äußerst durchwachsen. Und dann folgten zehn nicht ganz unanstrengende Tage bei meiner Mutter in Nordhessen. Während ich meinen Rückblick auf den Mai 2022 schreibe, bin ich froh, wieder unterwegs gewesen zu sein, aber fast noch ein bisschen froher, die nächsten Wochen zuhause zu verbringen, bevor es SCHON WIEDER in Urlaub geht.

Was war los im Mai? Viel. Ich fürchte, die einzelnen Absätze werden etwas episch. ’tschuldigung.

Eine Reise nach Berlin, die sich selbst einen neuen Rahmen gibt

Wie das? Letztes Jahr vereinbarte ich mit Freunden einen Konzertbesuch im Mai. Dafür hätte ich dort übernachten sollen. Anfang des Jahres begann ich mit Gretel Niemeyer zu arbeiten, meiner wunderbaren Sales Coach. Zufällig wohnt sie ganz in der Nähe der beiden, so dass ich nach logistischen Wegen suchte, alles sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Letzten Endes wurden Gretel und ihre Kinder so krank, dass wir unseren Termin aufgeben mussten, und mit meinen Konzertgängern kam ich im Vorfeld in so vielem nicht so überein, dass gemeinsam verbrachte Zeit ein Gewinn gewesen wäre. Blöd (und teuer), dass sich alles erst entschied, als ich schon in Berlin war und ein Hotel gebucht hatte.

Rückblickend bewerte ich die Situation anders. Aber ich versuchte an einer alten Freundschaft festzuhalten und blendete einige Zeichen im Vorfeld aus. Ich hatte schon überlegt, die Konzertkarte zu verkaufen oder sausen zu lassen (was ich letztendlich auch tat, aber eben von Berlin aus). Eigentlich passte mir die Reise in dem Zeitfenster (4. bis 7. Mai) sowieso nicht mehr so gut, weil rundherum die Ereignisse und die Reisen sich stapelten, so dass ich durch den Mai gehetzt bin und mich in der letzten Maiwoche mit einem Gefühl von Fünf vor Burnout stark schonen musste, um wieder in die Reihe zu kommen.

In Berlin unternehm ich dann schöne Dinge und traf wunderbare Menschen. Zum Glück kann ich umschalten und mich auf komplette Planänderungen einlassen. So durfte ich das Reich von Alex alias Fräulein Wohnwunder bewundern und bewohnen, hatte eine fabulöse Gastgeberfamilie und Trost für ein paar Tränchen, die dann doch kullerten.
Ich besuchte Anja von e.e.m. naturcosmetik in ihrem alten Laden, aus dem sie just in diesen letzten Mai-Tagen auszog, um zu einem neuen großen Geschäftsabenteuer in Friedenau aufzubrechen. Während wir gemütlich quatschten, sicherte ich ihren Tagesumsatz – ich liebe Naturseifen! Außerdem bereichern jetzt Frida Kahlo und David Bowie unsere Kaffeestunden zuhause!

Eine Kaffeetasse mit dem Bild von Frida Kahlo
Ein Morgen ohne Frida ist nicht komplett

Ich traf mich mit Umani Wendler, Autorin des grandiosen Buches bzw. der Buchreihe START INS LEBEN – sie behandelt wirklich ALLE Themen, die Jugendliche kennen müssen, die zum ersten Mal allein wohnen! Wir verbrachten einen ruhigen Nachmittag auf dem Künstlerfriedhof Friedenau. Auf einer Bank sitzend, aßen wir köstlichen Kuchen, fotografierten Unmengen von Bäumen und anderen Pflanzen und besprachen alle Themen des Lebens. Am Abend gab es noch besonders schönes Thai-Essen und einen wunderbaren Rundgang durch das friedliche Villenviertel.
Zu guter Letzt, kurz vor meiner Rückreise, traf ich meinen langjährigen Freund Robert. Er ist einer dieser Menschen, die ich manchmal ein ganzes Jahr lang nicht sehe, und die Vertrautheit ist ungebrochen. Wir haben einen innigen Bezug zueinander, und nach einem Treffen mit ihm reflektiere ich vieles anders, bin inspiriert. Er tut mir einfach richtig gut.

Ein Klassentreffen, ein 85. Geburtstag und eine Woche im Herkunfts-Bundesland

Ach, war das schön! Mir war nicht bewusst, wie lange ich nicht an Klassentreffen teilgenommen habe! Ein sehr genauer Mitschüler, der sogar unsere Abizeitung zum PDF gemacht hat, führt fotografisch Buch und hält so gut wie alles bereit, was an Fotos jemals geschossen wurde. So kam es ans Licht: mein letztes Mal ist sechzehn Jahre her. Ich hatte damals eine orange Brotdose mit Kleinkindbildern dabei. Dieses Jahr wird mein Kind 20!

Meine Freundin am Ort holte mich mit ihres Gatten Mustang (Auto, nicht Ross!) bei meiner Mutter ab, so dass wir standesgemäß beim Ratskeller vorfuhren. Dort trafen wir gleich einen ehemaligen Mitschüler und gingen zu dritt rein. Wir waren am Ende 17 Leute, die es richtig gut miteinander hatten. Eine der größten Freuden war, dass meine beste Freundin aus Abi-Zeiten und ich beschlossen, wieder Kontakt zu haben. Wir erinnerten uns beide nicht mehr genau daran, warum es ruhig geworden war zwischen uns. Allein davon ist mein Herz noch ganz warm. Mit der ortsansässigen Freundin war ich in der Woche in Melsungen, einer hübschen Fachwerkstadt, in der ich Teile meiner Fahrstunden absolviert. An einem lauen Abend saßen wir an der Fulda, dem dortigen Fluss, und sahen den Schwänen zu.

Ein Schwan und zwei Stühle am Fluss
Abendstimmung an der Fulda

Wir weiteten es beim Klassentreffen nicht aus, aber auch bei uns gefühlt noch jungen Menschen spielte Krankheit schon vielfach eine große Rolle. Die meisten Eltern leben nicht mehr, einige der Mitschüler auch nicht, der junge Mann mit den vielen Fotos ist schon verwitwet. Gelenke sind nicht bei allen noch auf Werksausstattung, und alle sind unterschiedlich stark vom Leben gezeichnet. Was ich auch bei allen vorherigen Treffen genoss, war die sehr warmherzige Stimmung zwischen uns. Die gemeinsam verbrachte prägende Zeit der Adoleszenz und das nahende Alter machen uns weicher füreinander, das tut gut.

In den neun Tagen in Nordhessen unterstützte ich meine Mutter bei Wegen, Arztbesuchen, Einkäufen, beim Vorbereiten und Ausrichten ihres 85. Geburtstags. Einen von Hamburg aus bestellten superschönen Strandkorb ließen wir auch in der gemeinsamen Woche liefern, damit meine Mutter nicht das Gefühl haben musste, stundenlang präsent sein zu müssen. Am Donnerstag büxte ich aus, fuhr nach Dankelshausen und besuchte Sabine Scholze, mit der ich mich seit der BoomBoomBlog-Challenge 2021 verbunden fühle. Wir genossen einen sehr heißen Nachmittag mit Frollein Frieda, ihrer zauberhaften, aber neurotischen Herdenschutzhündin, und waren einander überhaupt nicht fremd. Da ist das Internet den Brieffreundschaften doch deutlich voraus! Dankelshausen ist nicht weit von Göttingen. Dort holte ich am selben Abend meine Tochter ab. Wir fuhren bei krassem Wetterleuchten und Regen zurück zur Mutter, feierten am Samstag Geburtstag, und am 22. Mai fuhren wir (endlich) wieder heim. So viel unterwegs zu sein war mir in den letzten zwei Jahren nicht mehr untergekommen.

Und am 23. Mai begann gleich das nächste Abenteuer:

BoomBoomBlog, die Challenge, mit der vor einem Jahr meine Bloggerinnenkarriere begann

Ja, es ist doch immer wieder Thema. Das Bloggen. Es war immer ein Herzensthema von mir, meine Gedanken zu teilen, meine Erlebnisse zu publizieren. Und Blogs liebe ich. Fachwissen in kompakter Form, Persönliches, und es wächst ständig nach. Ich mag Bücher, aber Blogs haben eine ganz andere Qualität.
Wobei ich von Blogs als Sammlung von Blogartikel oder Blogposts spreche. Die Begriffe werden gelegentlich verwechselt.
(Ich erwähne dies nur, um Missverständnissen vorzubeugen. Davon hatte ich diesen Monat genug).

Vom 23. bis 29. Mai schrieben Hunderte von Bloggerinnen einen anekdotischen Lebenslauf, wie Judith Peters, meine Blog-Mentorin, ihn nennt. In der Challenge BoomBoomBlog entstanden mit viel Betreuung durch Judith und ihr Team so viele tolle Artikel über gerade, krumme, mutige, schräge, lustige Werdegänge, wie ich im Leben nicht werde lesen können. Sehr witzig war meine eigene Bilderauswahl, für dich ich in meine Vergangenheit tauchte, während parallel meine Tochter sich auf Babybildern sehr niedlich fand.

Für die, die die Bloggerliebe gepackt hat, geht es ab 6. Juni 2022 weiter mit TheBlogBang. In acht Wochen werden alle essenziellen Bausteine einer funktionsfähigen Website behandelt und einige Blogartikel geschrieben. Letztes Jahr waren diese beiden Veranstaltungen der Kickstart in mein Leben als Bloggerin. Nichts hat meine Sichtbarkeit so vorangetrieben wie das Bloggen. Daher kann ich dir, wenn die Zeit für dich gerade passt, TheBlogBang wärmstens empfehlen. (Der Link dahinter ist ein Affiliate-Link, den ich gern und aus vollem Herzen teile).

Bei der diesjährigen Challenge hielt ich mich ziemlich bedeckt, weil mich die viele menschliche Interaktion seit Ende April nach den zwei Jahren in fast vollständiger Isolation überfordert hatte. Und ich habe nicht einmal alles aufgeführt. Zu viele Menschen, zu viele atmosphärische Störungen, zu viel Social Media. Dort tummele ich mich ja auch, um über mein Coaching-Paket zu sprechen, auf das ich gern hinweise und über das ich leidenschaftlich gern spreche.

Blogartikel und (ein) Interview im Mai:

Was sonst noch war im Mai 2022

  • Die kleine Rispenhortensie Brunhilde wächst in ihrem Töpfchen nicht weiter und ist ein wenig traurig. Sie kommt ins Freie, aber erst in den nächsten Tagen und sicherheitshalber erst einmal in einem größeren Topf. Für das weite Land ist sie noch zu klein, und es ist draußen zu kalt.
  • In Hamburg nahm ich am Reels-Workshop von Claudia Awe teil – offline in Hamburg, das kannte ich gar nicht mehr. War sehr cool!
  • Schöne Walk and Talk Coachings mit Erkenntnissen und Glückserlebnissen – richtig wohltuend nach all dem Trubel.
  • Endlich wieder auf der Scholle, endlich Garten – dachte ich, aber so viel ist es noch nicht, weil es so viel regnet.
  • Eine Zecke aus Dankelshausen war hartnäckig und eklig, und jetzt gibt’s Antibiotika.
  • Mein ewiges Barfußlaufen führt zu Splittern. Manchmal. Diesen Monat musste ich mir einen vom Arzt entfernen lassen. Macht nix. Jetzt ist er draußen, und es ist Juni, da wird alles besser.
  • Im MiniMentoring von Christine Traut, der Mentoring-Rebellin, bekam ich in einer halben Stunde so viel Inspiration, dass ich mir eigentlich freinehmen müsste, um alles zu bearbeiten. Aber ich bin auf einem guten Weg.
  • Beim VisionBoard-Workshop von Anna Rischke (nur eine von Christines wunderbaren Empfehlungen) baute ich am letzten Tag des Monats mit sehr inspirierenden Frauen in sehr persönlicher Atmosphäre das erste VisionBoard meines Lebens, stellte es noch am Abend fertig und hängte es sofort in mein Schlafzimmer – das Universum hat einiges zu tun bekommen, ich schwör’s dir!
Viele bunte Bilder und Texte auf einem VisionBoard
Ein kleiner Auszug aus meinem wunderbaren VisionBoard

Worauf ich mich im Juni freue:

  • Mehr Garten, mehr Spaziergänge – nach all den Reisen die wahre Wohltat
  • Endlich wieder Urlaub – am Ende geht’s für eine Woche nach Amrum
  • The BlogBang – „mein“ eigenes CoBlogging für acht Wochen
  • In Korina Dielschneiders Kurs LeichtErleben, im Mai angefangen, werde ich mit weiteren Frauen weitere Erkenntnisse und Aha-Momente zum Thema Gesundes Leben erarbeiten. Ich werde berichten!
  • Und – last but überhaupt not least – ich werde neue Coachees haben, denen ich mit meinem Dreimonats-Coachingpaket „Vom Blues zur Salsa“ wunderbar helfen kann! Ich freue mich unbändig darauf!

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