Silke Geissen reflektiert über ein Jahr Bloggen

Bloggerin seit einem Jahr – und jetzt?

Music was my first love. And Blogging is the other.
Heute vor einem Jahr war es so weit: am 25. April 2021 veröffentlichte ich meinen Artikel Warum ich meine Narben liebe. Es geht in diesem Artikel um den Umgang mit Rückschlägen. Durch einen Unfall lernte ich unfreiwillig vieles, was mir auf lange Sicht sehr hilft und womit ich jetzt meinen Coachees – und vielleicht auch dir? – helfen kann.

Mit dem ersten Artikel brach sich Bahn, was viele Jahre in mir geschlummert hatte und raus wollte. Eine Entwicklung begann, über die ich nach einem Jahr intensiven Bloggens nachdenke.

Eine Bestätigungsmail für einen Blog-Kurs
Diese Nachricht besiegelte den Beginn meiner Karriere als Bloggerin

Wie ich mit dem Bloggen begann

Irgendwo in den Sozialen Medien wurde ich auf eine Challenge aufmerksam. Judith „Sympatexter“ Peters forderte unter dem großartigen Namen BoomboomBlog angehende Bloggerinnen auf, innerhalb von einer Woche ihren ersten Blogartikel zu schreiben, zu gestalten und am 25. April zu veröffentlichen. Mit der Nachricht im Foto ging es los! Ein Wirkbook, wie Judith es nennt, in dem wir täglich arbeiten würden, stand uns zur Verfügung. Der Titel sollte sein „Warum ich… (Thema unserer Wahl einfügen)… liebe. Täglich ein Live-Video von Judith mit den aktuellen ToDos und Antworten auf Hunderte von Fragen, und der Artikel wuchs. Nebenher lernten wir, die Neugier unserer Follower auf den Sozialen Medien zu wecken, indem wir täglich auf unsere entstehenden Artikel aufmerksam machten.

Meine neuen absurden Bildkreationen – dieses Lama baumelt im Original-mp4-Format – waren superlustig für mich.

Die Werbung für unseren ersten Artikel war gleichzeitig Selbstverpflichtung. Je mehr wir nach außen kommunizierten, wann genau wir den Artikel veröffentlichen würden, desto weniger konnten wir uns aus der Verantwortung stehlen. Dazu kam die Facebook-Gruppe mit vielen Fragen, vielen Antworten und tollen Menschen. Judith und ihr Mann László kümmerten sich wunderbar um uns. Der Artikel wuchs, wurde bebildert, und – klick – plötzlich war er öffentlich lesbar! Es war ein unwirklicher Moment. Ich hatte schon so lange bloggen wollen, und genauso lange hatte ich es hinausgeschoben. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich hatte ganz schnell elf Kommentare unter meinem Artikel (Anmerkung: es sind jetzt nicht mehr so viele. Der Artikel ist auf meine neue Website umgezogen, und nicht alle, die kommentiert hatten, mochten nochmal neu schreiben).

Bloggen mit steiler Lernkurve

Direkt an die Challenge schlossen sich acht intensive Wochen an. The Blog Bang verlangte mir und allen, die weiter schreiben, einiges ab. In kurzer Zeit schrieben wir Artikel, lernten viel über Bilder, Struktur, Verteilmöglichkeiten. Werbung auf Social Media, Datenschutz, Rechtliches und Websites. Die meisten von uns erstellten ihre Website, schrieben Über mich-Seiten, legten Hemmungen ab, was Bilder angeht. Und schrieben Blogartikel. Erwähnte ich das schon?

Ich war eindeutig infiziert. Das Blog-Virus hatte mich in seinen Fängen. Die Jahresmitgliedschaft in The Content Society ließ sich nicht vermeiden. Im wertschätzenden Umfeld von The Content Society lernte ich vieles übers Bloggen. Weitere Challenges wie zwei Blogdekaden (jeweils 10 Artikel in 10 Tagen), Newsletter-Sprints (Aufsetzen unseres Newsletters mit Schreibempfehlungen für unsere Leserinnen) und der große epische Jahresrückblog hielten die Bloggerinnen-Flamme am Brennen. Die wöchentlichen Themenvorschläge sind eine schöne Mischung aus Business- und persönlichen Themen.

Bloggen – Risiken und Nebenwirkungen (seit April 2021)

Einige große Risiken beim Bloggen:

  • es kann unglaublich viel Spaß machen
  • die Suchtgefahr ist extrem hoch
  • Bloggen schafft Klarheit
  • mit dem Eintritt in die Blogosphäre steigt fast zwangsläufig die Sichtbarkeit im Netz
  • zeitweise kann der Fokus auf das Kerngeschäft in den Hintergrund treten

Das Bloggen hat sehr viele Nebenwirkungen, hier einige Beispiele:

  • weitere schriftliche Produkte, z.B. Newsletter
  • Gastbeiträge von anderen und bei anderen
  • Podcast-Einladungen
  • Interviews

Das Bloggen kommt nicht allein. Im September 2021 ging auch mein erster Newsletter raus. In der wachsenden Community lernte ich immer mehr Frauen kennen. Befeuert wurde das Ganze noch durch meine Mitarbeit im Team Sympatexter.

Und – was ich mir nicht hätte vorstellen können – mittlerweile kamen auch einige Coaching-Kundinnen über meine Artikel zu mir. Einige sprach mein Narben-Artikel an, wieder andere der Artikel über Frauen, die unter ihren Möglichkeiten bleiben. Weitere Renner sind meine (ironischen) 7 Tipps für ein garantiert nutzloses Coaching und – ganz neu – mein autobiographischer Artikel übers Vergleichen.

Das Bloggen in The Content Society ist so viel mehr als „nur“ Bloggen. Durch die Themen entsteht – auch und besonders für mich selbst – Klarheit über meine Themen. Wen spreche ich an, wer bin ich eigentlich, wie will ich wahrgenommen werden. was möchte ich in die Welt tragen. All diese Fragen entstehen und beantworten sich im Austausch mit den anderen, im eigenen Bloggen, beim Lesen anderer sehr wertvoller Artikel.

Eine kleine Aufstellung meiner Entwicklungen macht auch für mich sichtbar, was sich getan hat:

  • 75 Artikel
  • 33 Newsletter
  • -zig wunderbare Frauen, mit denen ich vernetzt bin
  • 5 Monate Mitarbeit im Team Sympatexter mit Aufgaben von Community Management bis (neuerdings gelegentlich) CoBlogging
  • Diverse Coaching-Anfragen aufgrund von Artikeln zu meinen Themen
  • 1 phantastisches Business-Fotoshooting
  • 3 sehr arbeitsaufwändige Veränderungen meiner Website, und sie wird immer erwachsener
  • 1 richtig schönes, noch komplett brandneues Coaching-Angebot
Tanzende Figuren auf einer Notenlinie, daneben die lachende Autorin
Bis ich den Mut hatte, mein Angebot zu formulieren, verging einige Zeit. Aber jetzt ist es da und kann gebucht werden!

Die Krönung: das Live-Event

Jetzt erzähle ich dir eine Sache über mich, die dir vielleicht komisch vorkommen wird: Ich bin tief in mir drin ziemlich schüchtern. Größere Menschengruppen sind mir unheimlich. Nicht mehr so schlimm wie früher, aber dennoch. Wenn ich Menschen gegenüberstehe, fühlt es sich für mich immer an, als würde ich rot. Das ist mir in meinem gestandenen Alter immer weniger angenehm, ist aber auch schon besser geworden.

Und trotzdem meldete ich mich, als Judith zum großen Live-Treffen von The Content Society in Stuttgart rief. Nicht sofort, eher last minute, aber dennoch. Und ich war dort. Am Freitag, den 22. April 2022, fuhr ich in Hamburg los und traf mich schon am Bahnhof mit meiner Mitbloggerin Umani Wendler. Kaum im Hotel eingecheckt, kamen auch gleich meine Blog-Buddy Hilkea Knies und meine Nordlicht-Herzensschwester Lorena Hoormann. All die Namen der anderen Frauen erspare ich dir. Sie sind für mich unglaublich wertvoll und wunderbar, und ich freue mich über jede Einzelne, die ich kennenlernen durfte.

Der Versuch, 60 Frauen aus der Content Society auf ein Bild zu bekommen
So großartig, die ganze Bloggerinnen-Gäng!

Fast beruhigend für mich ist, dass Judith Peters selbst sich als introvertiert sieht und TROTZDEM ein großes Event mit 60 Menschen ins Leben ruft. Sehr passend, dass wir unter anderem über Glaubenssätze sprachen, schrieben und damit arbeiteten. UND dass wir gemeinsam unsere Komfortzone verließen und ein Instagram Reel produzierten. Die meisten von uns – darunter ich – hatten noch nie eins gemacht und hatten es auch bis zum Event nicht geplant. Reels sind kurze, häufig lustige Videos mit Text- und Ton-Überblendungen, mit denen wir mit unseren Followern in den Sozialen Medien interagieren.

Silke Geissen im Screenshot ihres ersten Instagram Reels
Es fiel mir leichter als befürchtet

Auch ich zauderte und haderte, tat es dann aber doch. Korina Dielschneider mit ihrer liebenswerten und ruhigen Art unterstützte mich mental und mit der Kamera – und der Erfolg ist überwältigend! Mein erstes Reel (übrigens übers Rotwerden vor Menschen) wurde binnen Stunden von Tausenden von Menschen gesehen! Heute, zwei Tage nach dem Entstehen, hat es knapp 3.200 Menschen erreicht, das finde ich fast unglaublich!

Silke Geissen greift sich nachdenklich in den nacken
Bloggende Coachin oder coachende Bloggerin? Hmmmm…

Silke, was bist du? Bloggende Coachin oder coachende Bloggerin?

Diese Frage wurde mir immer wieder gestellt. Ich gebe zu, ich konnte sie nicht immer spontan beantworten. Das Schreiben ist integraler Bestandteil meines Lebens. Wo immer ich bin, brauche ich mein Schreibzeug. Und schon seit vielen Jahren, wahrscheinlich sogar Jahrzehnten, überlegte ich zu bloggen. Bei Blogspot und WordPress hatte ich schon kostenlose Accounts, aber mir fehlte der Glaube daran, dass jemand mein Geschriebenes lesen will und wird. Bei Judith heißt dieses Phänomen

Content-Ängst.

Beim Bloggen überwand ich die Scheu vorm Schreiben und vorm Bekanntwerden. Die Rückmeldungen auf meine Texte gaben mir recht und beflügen mich, mehr und anders zu schreiben. Feedbacks und meine eigene Reflektion verbessern sukzessive meinen Schreibstil. Ich schreibe unermüdlich. Pro Woche mindestens ein Artikel ist das Minimum, und meine Freude wächst. Am Anfang hätte die geneigte Leserin vermuten können, ich vermeide Expertenthemen. Das ist auch nicht ganz falsch. Bloggen war meine Lockerungsübung, um mit Geschriebenem in die Welt hinauszugehen. Ich wurde langsam sichtbar.

Inzwischen realisiere ich, dass in meiner Mischung von Persönlichem und Beruflichem das Persönliche noch leicht überwiegt. Das war für mich nötig, um meine Blockaden zu überwinden. Etwas Leichtgängiges aus meinem Leben, viel Natur, dazu ein paar weise Einsichten – die Zutaten für viele meiner Artikel. Langsam hole ich mit Themen aus meiner Coachingausbildung und -praxis auf. Ich wage mich an schwierigere Themen wie das Vergleichen, über das ich mehr schreiben möchte. Resilienz ist ein wichtiges Thema, und natürlich das Steckenbleiben in Lebensformen, die wir nicht selbst gewählt haben. Ich werde mehr von meinem Expertenwissen und meiner Erfahrung in meinen Artikeln zeigen. Meine Leserinnen dürfen wissen, was ich weiß, was ich kann, was sie von mir bekommen können. Und das nicht nur schriftlich.

Und hier siehst du, was DU im Coaching von mir erwarten kannst, liebe potenzielle Kundin:

Coaching vom Blues zur Salsa

Hier kannst du mehr über mein Coaching lesen:

Vom Blues zur Salsa – dein Coaching für mehr Lebenslust

Möchtest du dein Leben lieber tanzen als dich von einem Tag zum anderen zu schleichen? Dann sichere dir einen Termin mit mir, und wir gucken uns das kostenlos und unverbindlich gemeinsam an!

Wie es weitergeht mit Business und Blog

Heute ist mein Blog-Geburtstag! Meine Reflektionen sind noch nicht komplett abgeschlossen, und ich bin selbst gespannt darauf, wie sich mein Blog- und Business-Jahr bis zum 25. April 2023 entwickeln wird.

Im ersten Blog-Jahr trieb mich meine Begeisterung für das Bloggen an, um sowohl eine Blogroutine als auch das relativ große Drumherum an Technik zu etablieren. Ich brauchte einiges an teils digitalen, teils menschlichen Hilfen. Es fing an mit einer eigenen Website. Die Website braucht Sicherheits-Tools wie Datenschutz und Cookies. Ich wollte einen Newsletter, dafür schloss ich einen Vertrag mit einem Provider. Ich wollte lustige Bilder, dafür kaufte ich ein Grafikprogramm. Für Kalenderbuchungen meiner Interessentinnen legte ich einen Account bei einem Kalender-Toool an, den ich mit einem Videotool für Live-Meetings verknüpfte. Ein externer Monitor wurde notwendig, ebenso wie eine externe Tastatur und eine ergonomische Maus. Beleuchtung für Video-Meetings, ein Fotoshooting. All das kostete Geld und Zeit. Nach einem bewegten und aufregenden Jahr bin ich ziemlich sicher, was das Bloggen angeht. Und mit guter technischer Ausstattung muss ich nicht mehr ständig Tools vergleichen und dazukaufen. Das ist sehr beruhigend und setzt wieder mehr Ressourcen frei für meine eigentliche und heißgeliebte Arbeit, das Coachen.

Mittlerweile konnte ich auch mein sehr schönes Dreimonats-Coachingpaket fertigstellen und veröffentlichen. Das Paket ist das fantastische Ergebnis meiner persönlichen Weiterentwicklung. Unterstützt hat mich dabei auf jeden Fall das Bloggen, in Kombination mit den tollen Frauen meiner Mastermindgruppen.

So sicher es für mich ist, dass mein Angebot gut angenommen wird, so sicher ist auch: Ich werde weiterbloggen. Und ich werde meinen Blog-Zwilling, den Story-Letter, wöchentlich schreiben. Wenn du hautnah an allen Entwicklungen teilhaben willst, abonniere ihn am besten gleich. Damit bist immer ganz vorn mit Neuigkeiten. Einmal die Woche freitags, und sollte ein Thema so wichtig sein, dass du SOFORT davon erfahren musst, wird es vielleicht eine zweite Mail. Sei dabei!

Nachtrag: Wie es der Zufall so will, bietet Judith gerade jetzt einen neuen Durchlauf von BoomBoomBlog an. Konnte ich mit meinem Bericht deine Neugier wecken? Wolltest du vielleicht schon immer deine Themen aufschreiben und sehen, wie deine Leser:innen darauf reagieren? Mach einfach mit! Es ist die perfekte Gelegenheit, dich auszuprobieren. In einer großartigen Community mit vielen Mitschreiberinnen entsteht dein Artikel. Du bekommst jede Menge Unterstützung von Judith und ihrem Team sowie von uns Mitbloggerinnen. Du lernst, wie du deine Fangemeinde neugierig machst und vergrößerst. Und vor allem ist es ein Riesenspaß!

Ganz ohne Risiko kannst du dich hier anmelden. Ich mache aus vollem Herzen Werbung für diese herrlich quirlige Woche und biete dir an, meinen Link zu nutzen. Damit weiß Judith, dass du über mich in die Challenge kommst. Die Anmeldung ist komplett kostenlos und unverbindlich. Solltest du später weitermachen, bekomme ich eine Provision, die aber den Preis für dich nicht beeinflusst. Komm, trau dich! Klicke einfach das Bild unten an, und du bist dabei!

6 Kommentare zu „Bloggerin seit einem Jahr – und jetzt?“

  1. Liebe Silke, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum JUBEL-äum !!!!
    JAAAAA, es war so wundervoll mit dir in Stuttgart … vor allem unsere Kellnerinnen-Anekdote wird mir noch lange in der Erinnerung bleiben und schmunzeln auslösen … das nächste Mal prellen wir einfach die Zeche 😉
    Liebe Grüße nach Hamburg … ich komme ganz bald mal bei dir vorbei … versprochen.
    Umani

  2. Wow …. es ist toll und ermutigend zu lesen, was sich bei dir alles in kürzester Zeit entwickelt hat. Herzlichen Dank liebe Silke für deinen inspirierenden Artikel! ☘️
    Romy

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