Auf hellblauem Hintergrund vier Fotos von herbstlicher Natur in Norddeutschland und auf Mallorca. Eine rote Aufschrift: Monatsrückblick September 2023 Persönliches und Freudentränen

Monatsrückblick September 2023 – Persönliches und Freudentränen

Der September 2023 ist gefüllt mit intensiven persönlichen Erlebnissen und Überraschungen. Viel Natur, viel Urlaub, viel Menschenkontakt. Die im August geplante Suchmaschinenoptimierung meiner Website findet nicht statt, im Business ist es ruhig. Im Vordergrund stehen andere Themen. Der Urlaub in der zweiten Monatshälfte beschäftigt uns stark, weil meine Mutter bis zuletzt unsicher ist, ob sie reisen kann. Meine Tochter und ich sind umso sicherer, dass alles gut laufen wird. Und so ist es dann auch. Aber erst einmal die Freudentränen-Erlebnisse:

Freudentränen 1

Gerade in den letzten Wochen höre ich von vielen Coach-Kolleginnen, dass sie ganz oder teilweise arbeiten oder weitere Einkommensquellen zusätzlich zur Selbstständigkeit suchen. Geht mir auch so. Um zurechtzukommen, brauche ich mehr Kundinnen. Im Moment bin ich nicht ausgelastet, und wenig Geld führt zu schlaflosen Nächten. Das gefällt mir nicht, und ich werde aktiv. Anfang des Jahres fiel mir ein Netzwerk auf, das mir richtig gut gefällt. In einem Mailwechsel mit dem Team bewerbe ich mich dort initiativ. Ich werde um Geduld gebeten, dann folgen Gespräche, und im September passiert es dann:

Die zukünftige Kollegin, die den Kontakt hält, macht es spannend. Sie fragt, wann sie mich anrufen dürfe, es gäbe noch einige wenige Fragen. Wir vereinbaren eine Zeit, zu der sie mich anruft. Dann fragt sie feierlich: „Silke, willst du immer noch mit uns arbeiten?“. Natürlich bejahe ich, und sie sagt mir, dass das aus ihrer Seite auch so passieren soll. Ich habe lange keine Freudentränen mehr geweint, ein wirklich schönes Gefühl! Im November fange ich dort an und kann es schon jetzt kaum erwarten, das ganze Team kennenzulernen.

Freudentränen II

Wenn du meinen 12von12-Artikel „Irgendwie wild“ im September gelesen hast, kennst du die Geschichte schon. Ich finde sie so schön, dass ich nicht unter einer „Sonstiges“-Überschrift verschwinden lassen will: Eine Freundin fragt mich, wann ich für eine persönliche und berufliche Sache Zeit zum Telefonieren habe. Sie würde gern etwas mit mir besprechen. Genau in dem Moment passt es gut, schreibe ich ihr, und schon klingelt es.

Was sie mich fragt, berührt und beglückt mich zutiefst. Ihr Partner hat ihr einen Antrag gemacht, sie hat Ja gesagt. Und für ihre freie Trauung nächstes Jahr wünschen sie sich mich als Traurednerin!!! Sie stellt sich vor, dass ich die richtige Balance zwischen Persönlichkeit und Professionalität hinbekomme. Ich bin ganz tief berührt. Sie sagt, ich hätte vor einigen Jahren mal ihre spezielle Kommunikation mit ihrem Partner kommentiert. Ich sagte, es sei wichtig, dass Macken kompatibel seien, nicht, dass man keine hätte, und diese Äußerung passe so gut zu ihnen. Auf meinen Hinweis, es sei mein erstes Mal als Traurednerin, sagte sie nur trocken, es sei auch ihr erstes Mal, dass sie ihren Partner heiratet. Wir haben uns auf eine Bedenkzeit bis Weihnachten geeinigt, aber ich denke nicht, dass ich die brauche. Es fühlt sich so stimmig an, dass ich ob der Anfrage gleich wieder weinen musste!

Urlaub auf Mallorca

Mein Bruder ist mit seiner Frau seit anderthalb Jahren überwiegend auf Mallorca. Meine Mutter will natürlich wissen, wie ihr Sohn so lebt und bearbeitet meine Tochter und mich schon länger, dass sie mit uns hinfliegen will. Wir sind nicht ganz begeistert. Ich habe zwei unerfreuliche Mallorca-Urlaube vorzuweisen, meine Tochter einen. Aber weil Muttern auf ihr näher rückendes Ablaufdatum hinweist und wir alle so lange nicht mehr richtig verreist waren, willigen wir ein, suchen ein Hotel und buchen zwei Wochen Mallorca.

Du kannst es dir vielleicht schon denken: es ist wundervoll auf der Insel, und ich habe mich sehr verliebt. In die Insel in ihrer Vielfalt und Schönheit, in das sanfte Licht, in steinige und sandige Gestade und in die große Vielfalt von Landschaften und Pflanzenwelt. Während unserer Urlaubszeit blühte der Oleander in allen Farben, die er zu bieten hat. Ich liebe es besonders, wenn Pflanzen, die hierzulande gehätschelt und überwintert werden müssen, in ihrer Heimat üppig an der Straße sprießen. Neben dem Oleander waren auch gerade die Kaktusfeigen reif. In leuchtendem Gelb, Orange und Rot prangten sie üppig und stachelig an den Kakteen. In einem früheren leben war ich wahrscheinlich Botanikerin oder Landschaftsgärtnerin, anders kann ich mir meine Pflanzenbegeisterung kaum erklären.

Kaktusfeigen zum Frühstück

Meer, Hotel, Menschen, Ausflüge waren spannend und vielfältig, wir haben gestaunt, bewundert, genossen. Töchting hat mit ihrer Körper- und Kleidungsgröße in Mallorca ein wahres Shoppingparadies vorgefunden. Die Ruhephasen meiner Mutter haben wir so mit lustigen Ausflügen gefüllt. Das war gut. Meine Tochter ist seit längerer Zeit nicht mehr einkaufen gewesen und genießt es, meine ehrliche Begleitung zu nutzen. Ich genieße es, meine Tochter in schönen Blumenkleidern zu sehen und ihre Freude daran zu erleben. Und die Strecken haben wir uns extra schön gestaltet. Wir sind häufig auf winzig kleinen Wegen abseits der großen Durchfahrtstraßen mäandert und konnten Flora und Fauna genießen.

Mallorca ist so erlebnisreich geworden, dass ich hier nur eine Essenz schreibe und noch einen separaten Mallorca-Rückblick schreibe. Da werde ich natürlich auch ausgewählte Sonnenauf- und -untergänge zeigen.

Körper und Gesundheit

Mein Körper und mein Stoffwechsel normalisieren sich nach der Gallenblasenoperation immer mehr. Irritierte Vorgänge pendeln sich wieder auf vertrautem Niveau ein, das freut mich. Mein Bewegungsdrang kommt auf Mallorca zu kurz, weil ich diejenige bin, die den Mietwagen fährt, und als Rollatorbegleitung kommt keiner so wirklich ins Rennen. Meine Tochter und ich streben an, so häufig wie möglich im Meer oder im hoteleigenen Pool zu baden und kommen da auf einen ganz guten Schnitt. Nicht täglich, wie ich es geplant hatte, aber doch häufiger als nur gelegentlich.

Die Autorin und ihre Tochter imSeptember auf Mallorca im Pool beim Brustschwimmen.
Ein sportliches Duo

Vor der Reise trainiere ich schnelles Treppenlaufen, ganz nebenbei, beim Aufräumen und Zusammensuchen der Kleidung, die in die Koffer wandert. Bei zwei Stockwerken kommt da einiges zusammen. Im Urlaub selbst ist es mir tagsüber zu heiß. Nach einigen Tagen größter Erschöpfung wache ich morgens wieder schön früh auf und realisiere, dass ich auch vor Sonnenaufgang schon laufen kann. Kaum realisiert, schon getan!

Aus meiner ersten Bloggerinnen-Challenge kenne ich Heike Göltenboth, die auf Mallorca lebt und herrliche Massagen anbietet. Neben der ehrlichen Freude, die wir beide über unser Treffen empfinden, ist Heikes Kahuna-Tempelmassage ungemein heilsam für Körper und Seele. Ich möchte das jetzt bitte immer haben!

Heike Göltenboth und Silke Geissen im Wohn- und Arbeitsraum von Heike, im Hintergrund ein Meerespanorama
Diese Aussicht!

Sonst noch

Auf dem Flohmarkt „Alsterfloh“ finden meine Tochter und ich überraschend großartige Dinge. Ich bin wenig begeistert von Flohmärkten, weil ich sie meist ramschig finde und wenig neue Dinge brauche. Hier aber finden wir einen feuerroten italienischen Wollmantel und eine tolle Jeans für meine Tochter, ein wunderschönes violettes Portemonnaie für mich, einen großen superleichten Rucksack für Schwimmbad-Trips, sechs Löwen-Suppentassen à la Pillivuyt. Und den besten Waffelstand, an dem wir jemals gegessen haben. Dummerweise (oder glücklicherweise?) bäckt die Frau nur dort und hat ihr Rezept für ihre Maschine optimiert. Man wird uns wohl in Zukunft auf jedem dieser Märkte finden, da müssen wir durch.

Eine Collage aus drei Bildern: zwei Portemonnaies, eins aus Glattleder und antikgrün, eins mit Krokoprägung und violett. Auf einem anderen Foto eine rundliche Suppentasse mit Löwengriffen, auf dem dritten Bild die Tochter der Verfasserin in einem leuchtend roten Mantel.
Das antikgrüne Portemonnaie besitze ich seit ewigen Jahren. Wie großartig, dass ich mein Lieblingsformat in meiner Lieblingsfarbe finde!

Eine Aufräumsession meiner Tochter wird zum spontanen Renovierungsprojekt: in der Küche werden die Wände weiß statt grün. Es ist überall chaotisch, weil natürlich überall etwas liegt oder steht, das im Weg wäre. Einerseits hasse ich diesen Zustand, andererseits liebe ich ihn. Das Tolle ist, wir überdenken gerade alles, was bisher in der Küche wohnte, um dort nur das aufzubewahren, was wir dort wirklich brauchen. Und das ist richtig wenig.ö

Ebenso spontan wird eine entspannt geplante Fensterputzaktion zur kompletten Haus-Front-Entlaubung. Die Clematis und der Wein, die vorm Fenster hingen, ein bisschen zu stutzen, gelingt mir nicht. So fange ich an zu reißen und zu schneiden, bis ich in die Gefahrenzone für Haushaltsunfälle komme. Ich gehe in den Vorgarten, schneide und reiße weiter, diesemal mit großen Gerät. Bis plötzlich mehrere Meter Rankgewächse auf mich niedergehen. Ich räume alles weg und bin so im Flow, dass ich noch die ca. 25 Meter Hecke schneide. Manchmal passt es einfach. Danach wünsche ich mir allerdings einen zweiten Körper.

„Nur mal eben“

Aus der Blog-Redaktion

Im September ist nur ein! Artikel entstanden, das 12 von 12. Es ist dafür ganz besonders intensiv.

Und im Oktober?

Gleich nach der Rückkehr aus dem Urlaub am 1. Oktober treffe ich am nächsten Tag Britta Hohne, die norwegische Stoffkönigin (im verlinkten Artikel ist auch die Königinnenkutsche zu sehen), in Bremen. Also wirklich gleich, am nächsten Tag. Das wird ein bisschen anstrengend zu Beginn sein, aber auch schön. Seit wir uns in einem Blogkurs von TheContentSociety kennenlernten, setzen wir alles daran, uns bei Brittas Deutschlandbesuchen zu treffen, wenn es irgendwie in den Zeitplan passt.

Nach vielen Versuchen über die Jahre, Tickets für die Ärzte zu bekommen, haben wir nun welche und werden am 4. Oktober die älteren Herren in der edel-optics-Arena in Wilhelmsburg beehren.

Die hässlichsten Tickets der Welt – wie der Einband eines Groschenromans

Der nahende Beginn meiner Teilzeittätigkeit ist spürbar. Informationen und Termine, demnächst mein Arbeitsequipment, machen aus dem unwirklichen Gefühl Tatsachen. Großartig!

Mein Neinachtskalender (hier noch auf dem Stand von 2022) steht in den Startlöchern, und die Kalenderseite möchte gern aufs neue Jahr aktualisiert werden. Möchtest du genau wissen, wann es losgeht? Du erfährst es in meinem Newsletter „Midlife Storys“. Du hast ihn noch nicht?

2 Kommentare zu „Monatsrückblick September 2023 – Persönliches und Freudentränen“

  1. Liebe Silke,
    deine zweiten Freudentränen freuen mich derart, dass ich natürlich soo gut nachvollziehen kann, dass du da nicht nein sagen kannst!
    Eine Freie Trauung ist ja in meinem Business ebenfalls ein Herzensthema von mir, wenn du Tipps, Anregungen oder Ideen brauchst, schau dich gern auf meinem Blog um.
    Ich gratuliere dir zu deiner neuen Stelle, dann sind deine schlaflosen Nächste hoffentlich Geschichte!
    Viele Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      dich habe ich auch auf dem Schirm, um mir Trauredenimpulse zu holen, wie gut, dass wir in TCS so wunderbar gemischt sind!
      Aber erst einmal gucke ich natürlich auf deinem Blog.
      Und mit dem Vertrag in der Hand geht es mir wirklich gut, jetzt kann ich mich um meine Coaching-Herzensprojekte kümmern.
      Vielen Dank für deine Impulse.
      Liebe Grüße
      Silke

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