Morgenhimmel im Februat 2022

Monatsrückblick Februar 2022 – Krieg, und jetzt?

Wie gehe ich mit einem ganz normalen Monatsrückblick um, wenn der zugrundeliegende Monat so ganz und gar unnormal war? Es ist Krieg in Europa! Der irre Diktator eines riesigen Landes schickt seine systematisch desinformierten Truppen auf ein vergleichsweise winziges Land los, von dem er meint, es gehöre zu ihm. Ein Wahnsinn! Schon im Kleinen fehlt mir jedes Verständnis, wie menschliches Leben dem Besitz von Ländern, Geld, Drogen sowie Ehre, Traditionen, Macht geopfert wird. Jedes einzelne Opfer ist zu viel!

Und jetzt haben wir Krieg in der geografischen Nachbarschaft! Ich überlegte, ob ich meine ganz normale Arbeit in solchen Zeiten weitermachen kann. Ob ich mich positionieren muss. Ob es ethisch und moralisch vertretbar ist, gerade jetzt für mein Angebot zu werben, wie ich es in den vergangenen Tagen tat? Aber ja, natürlich ist es das. Wenn ich hier in Schockstarre verfalle, hilft es niemandem. Und wer mich auch nur fünf Minuten lang kennt, braucht von mir kein weiteres Anti-Kriegs-Statement. Also mache ich weiter, arbeite für meinen Lebensunterhalt und gern für mehr, denn mein großes Ziel ist, viel Geld zu verdienen, um viel Gutes in der Welt zu unterstützen. Insgeheim denke ich schon immer, wenn ich diese verbiesterten Kerle ansehe, die Kriegstreiber, dass Liebe helfen würde. Nähe, Verbundenheit. Und das lebe ich in meinem Umfeld. Vielleicht sorge ich mehr auf ein achtsames Miteinander als sonst. Das ist mir wichtig. Du bist mir wichtig.

Erste Lebenszeichen der Natur

Nach Monaten, in denen es hier nur regnete, schüttete, goss und das Haus umspülte, tosten vier namhafte Stürme nacheinander durch die Gegend – Ylenia, Zeynep, Antonia und Bibi. Nicht, dass es irgendwem weiterhülfe, wenn Stürme Namen haben, aber dennoch. Die vier richteten alles Mögliche an, überspülten Land, Städte, Felder, warfen Bäume um wie Streichhölzer und legten vielerorts den Verkehr lahm. Gewitter mag ich sehr, aber auf Sturm reagiere ich sehr empfindlich und bin nervös. An unserem Haus ist auch durch sturmbedingte Risse in der Regenrinne Wasser in die Wände gelaufen, was Sanitär-, Maurer- und Malerhandwerk auf den Plan rufen wird.

Im Februar 2022, nach einem Sturm, liegt eine dreifache Birke über dem Friedhof
Auf dem Blankeneser Friedhof lag diese Birke über vier Grabreihen

Zwischendrin kam die Sonne immer mal sehr kurz hervor, und die Natur zeigte ihre ersten Knospen und Blätter. Einige unserer Clematispflanzen treiben aus, andere beginnen damit erst später. Schneeglöckchen und wilde Krokusse kommen auf dem ganzen Grundstück zum Vorschein, und die dicken Hyazinthen stecken ihre Köpfe raus und checken die Lage für die nachfolgenden Tulpen und Narzissen. An den Gehölzen machen sich Forsythie, Winterschneeball, Kornelkirsche und Kamelie bereit zum farbigen Ausbruch, während Lenzrosen in Weiß und Violett schon neben der Schneeheide blühen.

Dank der großen Kälte sind Sonnenauf- und -untergänge an nicht verregneten Tagen absolut spektakulär. Sonnenaufgänge sehe ich nicht so häufig, deswegen musste ich im Titelbild damit angeben. Ich übe das frühe Aufstehen, um eine mustergültige Unternehmerin zu sein, aber ich bin noch in der Lerchen-Ausbildung. Expertise habe ich im Eulenwesen.

Sonnenuntergang in Blankenese
In Blankenese an der Elbe ist’s immer schön.
Sonnenuntergang zwischen Bäumen, über eine vom Dauerregen gefüllte Pfütze fotografiert
Dauerregen macht an meiner Wiesenrunde aus Pfützen Seen

Meine Umfrage und die Werbung

Für mein verbessertes Angebot hatten Gretel Niemeyer und ich eine spannende Umfrage entwickelt. Ich betrieb für möglichst hohe Beteiligung auf allen meinen Kanälen Werbung in jeglicher Darreichungsform: als geschriebenen Beitrag, geschriebene Story, Videostory. Als Live, allein und mit tollen Partnerinnen.

Das Titelbild einer Umfrage
Meine Umfrage – es gab einen schönen Gewinn, der am Wochenende verlost wird

Das erste Live auf Facebook hat sechs Minuten Technikpannen im Vorlauf, weil Luise Geyer-Asfiaoui und ich uns die Übertragung nicht im ersten und auch noch nicht im achten Anlauf gefügig machen konnten. Letzten Endes funktionierte es, wir hatten einen lustigen Plausch vorm geneigten Facebook-Publikum. Unser Ringen hat aber auch Luise so amüsiert, dass sie es in ihrem Monatsrückblick beschrieb.

Mit von Mal zu Mal abnehmendem Komplikationsgrad gingen auch Sabine Scholze, Lorena Hoormann und eine weitere Bloggerschwester mit mir live, aber die letzte der lieben Unterstützerinnen kommt erst im März dran.

Bei all diesen Medien-Aktionen lernte ich, dass ich gern und unbeschwert live bin. Es ist auch aufregend, und ich bin nervös, aber insgesamt bin ich richtig gern live. In anderen Kontexten kannte ich das schon von mir. Ich war schon immer die Erste, die sich mit einem Instrument irgendwo hinstellt oder die ganz vorn auf der Bühne steht, wenn es um Präsentationen, Reden, Singen oder Moderationen geht. Trotzdem ist es noch ein bisschen anders, wenn das Ganze digital läuft. Aber auch nicht SO anders.


Diese Blogartikel sind im Februar entstanden:

Im Februar war ich ganz bescheiden und schrieb einen Artikel pro Woche:

Mein 12 von 12 im Februar. Ein Samstag mit einer neuen Wanderbekannten, die ich Silvester kennenlernte. Ein Ausnahmetag ohne Dauerregen, sogar mit Sonne! Es ging durch Feld und Schrebergartensiedlungen bei mir in der ländlichen Stadtrandgegend.

Zwei Artikel über Walk and Talk Coaching, die sich aufeinander beziehen, veröffentlichte ich am selben Tag. Der erste erläutert grundsätzlich das Prinzip des Coachings im Gehen, der zweite liefert die Anleitung zur Vorbereitung eines Walk and Talk Coachings.

Als nächstes schrieb ich einen Rant, also eine Wutrede. Das Thema sind Frauen, die unter ihren Möglichkeiten leben und warum mich das aufregt.

Sonst noch im Februar

Der Kammerchor darf wieder proben, und ich freue mich sehr. Mit der Aussicht auf regelmäßige Proben mag ich mich auch wieder verbindlich darauf einlassen.

Unabhängig von meiner Zielgruppe (45+) wurde ich gestern erneut für eine Jugendliche angefragt – was will mir das sagen?

Brunhilde, die Hortensie, wächst gewaltig:

Ich treffe wieder lebende Menschen – nicht häufig, aber es fühlt sich lebendiger an als im tiefen verregneten und verwehten Winter.

Ausblick auf März

Mit einigen der Frauen, die meine Umfrage beantwortet haben, werde ich Interviews führen, darauf bin ich extrem gespannt.

Das Angebot, endlich das Angebot! Mit den Erkenntnissen, die ich schon habe, und den weiteren, die ich aus Umfrage und Interviews gewinne, wird es entstehen und meine Website vervollständigen.

Apropos Website: Ich arbeite daran, dass meine Website erwachsener wird. Aus den technischen Möglichkeiten, die ich bisher hatte, ist nicht mehr herauszuholen. Jetzt darf es ein bisschen schicker und auch einfacher im Handling werden.

Und wenn Website und Angebot auf einem Stand sind, den ich präsentieren mag, mache ich meinen Design Check mit Sigrid Thomas, das wird SO schön!

Sieht aus, als stünde nur Arbeit an? In meinem Kalender konnte ich noch etwas sehr schönes Privates finden: Am 1. März besuchte ich Korina Dielschneider in Nordstrand, wo sie im Urlaub ist, das kommt aber erst im März-Rückblick vor. Bernadette Volbracht und Frauke Porbeck kommen Ende März nach Hamburg. Vor allem mit Bernadette habe ich mich online ziemlich angefreundet, und nun werden wir uns erstmals live und in Farbe sehen, das wird schön! Und alle drei lernte ich in der Content Society von Judith Peters übers gemeinsame Bloggen kennen!

In meinem Mikrokosmos sieht’s also ziemlich schön aus. Gäbe es nicht diesen Krieg und die vielen Menschen, die kein Zuhause mehr haben, könnte ich mich freuen. Einstweilen schicke ich einen großen Wunsch ins Universum:

Ein Peace-Zeichen im Kühlergrill eines Autos
Give peace a chance (ein modifizierter Kühlergrill, gestern gesichtet)

4 Kommentare zu „Monatsrückblick Februar 2022 – Krieg, und jetzt?“

  1. Liebe Silke,
    was für tolle Bilder und die „ersten Lebenszeichen der Natur“ haben mich sehr berührt, besonders das Spiegelkettchen. Zeit für mich auch mal nach draußen zu gehen und den Blick auf Wachstum und Neubeginn zu richten. Man spürt in jeder Zeile, wie Du im Aufbruch bist und ich wünsche Dir viel Erfolg für all Deine Pläne und freue mich, dass ich es hautnah miterleben darf…also online :-). Liebe Grüße, Susanne

  2. Liebe Silke, Du bist im Herzen schon auch Fotografin, oder? Oder „einfach“ eines dieser ganz besonderen Multitalente??? Ich habe den Spaziergang durch Deinen Februar samt Fotos sehr genossen, inzwischen eine nahezu innige Beziehung zu Brunhilde, der Hortensie entwickelt und freue mich schon jetzt auf Deine nächsten Rückblicke. Aber nicht nur auf die… 😉

    Und ja: Genau solche (weiblichen) Menschen wie Dich braucht die Welt!

    Herzlichst

    Sabine

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