Eine Collage aus drei Fotos: ein Portraitfoto der Autorin, ein Blumenbeet in Kassel-Siebenbergen, ein Schaf auf Amrum. Auf weißem Hintergrund die Überschrift: Monatsrückblick April 2024.

Monatsrückblick April 2024 – von Reisen und Menschen

Der April 2024 – dass er nicht ganz ruhig verlaufen würde, ist schon zu Beginn absehbar. So voll hätte ich ihn dann doch nicht erwartet. Ich bin fast drei Wochen im Zickzack durch die Republik unterwegs. Den Anfang macht das große Event in der Blogosphäre.

Stuttgart – Bloggen und Menschen

Das große Jahrestreffen der Blogosphäre wirft schon lange seine Schatten voraus und ist so schnell wieder vorbei! Das legendäre Zusammentreffen der Bloggerinnen in The Content Society (ein Mann ist dabei, ist er jetzt mitgemeint?) ist für mich zum dritten Mal sehr schön und intensiv. Zu meinem Bedauern gelingt es mir nicht immer, Gespräche in der Tiefe zu führen, die meinem Gegenüber angemessen wäre. So viele Eindrücke stürzen auf mich ein, mit so vielen bin ich gut und freue mich über ein paar persönliche Worte. Wenn ich abreise, bin ich jedes Mal sehr erschöpft, weil die Zeit für so viel Neues und so viele wunderbare Menschen einfach nicht ausreicht. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, diesen wertvollen Austausch zu missen.

Über 60 Frauen und ein Mann, alle Blogger:innen in The Content Society, stehen jubelnd vor dem Stuttgarter Schloss und strecken jubelnd die Hände in die Luft.
The Content Society 2024 – eine Herausforderung, uns alle auf einem Foto einzufangen!

Wir sind jedes Jahr in den Design Offices in Stuttgart, wie unten eindeutig zu erkennen ist.

2022, 2023, 2024

Amrum, meine große Inselliebe

Am Samstagabend dieses schönen und vollen Treffens fahre ich zu meiner Mutter, die ich am nächsten Tag nach Hamburg mitnehme. Am Montag fahren wir zusammen mit meiner Tochter nach Amrum. Sie hat nicht so lange frei und muss schon am Donnerstag zurückfahren. Muttern und ich können bis Dienstag der Folgewoche bleiben.

Die wunderschöne, karge, rauhe, leuchtende, dezentfarbige Nordseeinsel ist eine Entdeckung, die ich mit meiner Mutter vor Jahrzehnten gemacht habe. Seitdem bin ich der Insel verfallen. Jedes Mal, wenn ich dort bin, schmerzt es mehr wegzufahren. Nach zwei entbehrungsreichen Jahren, in denen vieles nicht möglich war, können wir endlich wieder fahren. Abgesehen davon, dass wir die schönste Ferienwohnung buchen, die wir je hatten, zeigt sich die Insel auch in all ihrer frühlingshaften Schönheit! Auf der ganzen Insel findet man die Bänke mit friesischen Sprüchen, und der bestrickte Briefkasten hängt an einem Handarbeitsgeschäft. Die legendäre Eierlikörtorte im Friesen-Café in Nebel lassen wir uns nicht entgehen.

Glitzerndes Wasser, gesangsmäßig eskalierende Austernfischer, badende Gänse. Amrum ignoriert geflissentlich die Wettervorhersage – es soll kalt, eklig und nass sein – und schenkt uns an fast jedem Tag Frische, wenig Feuchtigkeit von oben, häufig etwas Sonne. Und die, das ist kaum zu verkraften, geht jeden Tag mit einem solchen Drama auf und unter, es ist unmöglich, nicht ständig zu jubeln! Die Lämmchen hüpfen auf den Weiden, und erste Gänse- und Entenküken werden gesichtet. Schmerzhaft schön!

Dieses Mal ist mein Sehnsuchtsstachel im Herzen so groß, dass ich mich angelegentlich über Jobs auf Amrum informiere. Ich rufe jemanden an, der zu meiner Freude sofort ans Telefon geht und mir und meinem Profil gegenüber sehr offen ist. Ich schicke Unterlagen, wir telefonieren, sprechen über Optionen und Bedingungen, und am 15. April treffen wir uns, um meinen möglichen späteren Arbeitsort und eine Wohnung anzusehen. Zu meiner Überraschung freuen sich alle meine Freundinnen riesig, und ein Angebot für Umzugshilfe habe ich auch schon. Auch meine Tochter findet es toll, wir können uns ja weiterhin besuchen. Und in Kontakt stehen wir sowieso immer. Seltsam ist es trotzdem.

Mein Leben lang wünsche ich mir, an der Küste zu leben. Vorzugsweise an der Nordseeküste, am liebsten auf einer Insel, idealerweise auf Amrum. Und jetzt soll ein Anruf zur rechten Zeit, mit allem, was folgt, dazu führen, dass es passieren kann? So langsam rutscht die Option aus der Schublade „Unerfüllbare Träume“ in den realistischen Bereich und ist so greifbar, dass es mir natürlich auch Angst macht. Aber wie praktisch, dass ich in den Anfängen meiner Bloggerinnenzeit einen Artikel geschrieben habe, in dem es genau darum geht: Schubladen gelegentlich zu öffnen, um nachzusehen, ob der Inhalt noch passt.

Nordhessen: Kassel, meine alte Liebe!

Meine Mutter wohnt unweit von Kassel. Nach dem Urlaub fahren wir gemeinsam zu ihr. Ich hatte vor längerer Zeit versprochen, sie zu vier sehr anspruchsvollen Arzt- und Untersuchungsterminen zu begleiten. An drei aufeinander folgenden Tagen, vom Wochenende unterbrochen, sitzen wir also in Wartezimmern und Praxisräumen. Bei der Gelegenheit laufen wir lange durch sehr schöne Gegenden von Kassel. Wir bewundern Wilhelmshöhe, das Westend, den Weinberg, die Karlsaue mit der kleinen Botanischer-Garten-Insel Siebenbergen. Besonders im Frühling ist es dort ganz zauberhaft. Nach dem Abi, während meiner Ausbildung, wohnte ich in Kassel und fühlte mich dort sehr wohl. In der Stadt gibt es viel zu tun. Meine Mutter ist sehr dünn geworden und braucht so viel neue Kleidung. Sie nutzt mich gern als Stilberaterin. Ich sehe, was Menschen gut passt und für sie stimmig ist. Dabei greife ich treffsicher in die Regale und erwische auch für mich manch schönen Beifang.

Im Ort meiner Mutter gelingt meiner Freundin Heike und mir endlich mal wieder ein Treffen. Es passt uns nur am 29. April. Im Grunde egal, aber es ist ein Montag, und da ist es auf dem Kaff richtig schwierig, ein offenes Restaurant zu finden. Wir fahren einige Orte weiter und tauschen uns über viele Themen aus. Von Heike kommt auch das Umzugs-Hilfs-Angebot. Alte Freundschaft ist doch etwas Wunderbares! Ums Haus meiner Mutter ist einiges zu erledigen. Wir kaufen Haken und eine Wäscheleine, aber hauptsächlich kleine Blüh- und Gemüsepflanzen fürs Hochbeet, für die Tröge und für das Grab meines Vaters.

Als ich höre, dass mein Bruder am 1. Mai anreist, verlängere ich meine geplante Zeit, um ihn am Bahnhof zu treffen und mit ihm und seinen Töchtern, meinen Nichten, bei einem gemeinsamen Essen etwas Zeit zu verbringen. Es ist sehr lustig und familiär, und bei der Gelegenheit lerne ich auch die wunderschöne Wohnung kennen, in der meine jüngere Nichte mit ihrem Partner wohnt. Vom Balkon aus sehe ich diesen Appell:

Finde ich herrlich!

Auf dem Rückweg wartet die Bahn mit einem kleinen Schmankerl auf: Der Zug, für den ich keine Reservierung habe, weil er als gering ausgelastet gilt, ist proppevoll, und ich stehe mit anderen Fahrgästen zwischen zwei Waggons. Mit einem Mitreisenden tausche ich mich bis Hannover sehr kurzweilig aus. Da steigt er um, und ich finde einen Sitzplatz. Ich freue mich jetzt sehr auf zuhause und kann es kaum noch erwarten. Seit dem 12. April bin ich allenfalls zur Durchreise in Hamburg. Über den Monat habe ich acht lange Reisetage und vier emotional sehr herausfordernde Erledigungstage vorzuweisen.

Gebloggt im April 2024

Den Anfang macht am 1. April mein Aprilscherz über Cannabis-gestütztes Coaching. Die Legalisierung war für mich eine unwiderstehliche Steilvorlage. Der Artikel sorgt für sehr viel Irritation. Gerade letzte Woche gestand mir eine Freundin, sie hätte stark an meinem Verstand gezweifelt und sei kurz versucht gewesen anzurufen und nachzufragen.

Legalize it – Cannabis-basiertes Coaching ab sofort

Am 12. April folgt das 12 von 12, dieses Mal zu einem ganz besonderen Termin. Es ist der Anreisetag für unser großes Bloggerinnentreffen. Entsprechend viele Reise-Tagesrückblicke erscheinen an diesem Tag.

12 von 12 im April 2024 – Bloggerinnen aller Länder, vereinigt euch!

Die Wunschzettel, To-Do-Listen, To-Want-Listen entsprechend dem Buch Das 12-Wochen-Jahr“ sind gerade hoch im Kurs. Ich versuche mich auch daran und stelle fest: Gar nicht so schlecht.

Meine Wunschliste für den Frühling 2024

In der letzten vollständigen April-Woche reicht es gerade für ein paar neue Fun Facts. Besonders Nr. 134 hat es mir angetan!

Fun Facts über mich

Während ich den April-Rückblick schreibe, aktualisiere ich meinen beliebten Schubladen-Artikel, den ich dir nicht vorenthalten möchte.

Warum ich Schubladen liebe, warum ich Schubladen hasse

Sonst noch im April 2024

Ende März kurzentschlossen gebucht, besuchen Anne und ich das turbulente Stück „Nebenan“ im St. Pauli-Theater. Wir erleben ein sehr kurzweiliges Kammerspiel mit Oliver Mommsen und Stephan Grossmann in den Hauptrollen. In einer kleineren Rolle sehen wir Anne Weber, mit der wir lange im Stadtteil St. Georg in zugewandter Nachbarschaft wohnten. Schon wegen der alten Verbundenheit ist es immer wieder schön, sie auf der Bühne zu erleben.

Am 7. April bin ich mit „meinem“ Brautpaar lange unterwegs. Wir besuchen gemeinsam die Hochzeits-Location für ihre Trauung im September 2024. Es ist so urig und natürlich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir treffen uns am Bahnhof Büchen, bis dahin kann ich mit der Bahn fahren. Mit dem Auto geht es weiter ins tiefe Mecklenburg-Vorpommern, über weites Land und schöne Alleen. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Hochzeitsfeier das wird stimmungsvoll!

Amrum und die vielen Termine mit meiner Mutter machen es mir leicht, im April mein Schrittziel von 250.000 zu erreichen.

In Kassel mache ich interessante Beobachtungen: ein UFO einen Doppelkäfer, ein sehr interessantes Kuschelobjekt.

Beim Brötchenholen zeigt sich sogar das Dorf meiner Mutter in voller Schönheit. Der Weg ist recht steil, meine Körperuhr spricht von 14 Etagen Aufstieg.

Auf Amrum wird die Verantwortung für Schmerzen offenbar abgegeben. In Kassel erwehrt man sich des Feuers. Interessante Ansätze!

Und im Mai 2024?

  • Probetraining bei Kieser. Mein Korpus soll wieder an den richtigen Stellen muskulös werden.
  • Onboarding im erlauchten Kreis der Hochzeitsredenden, damit wird es erst richtig offiziell.
  • Übernachtungsbesuch von einer lieben Bloggerkollegin aus Süddeutschland.
  • Konzertbesuch beim Heaven can wait-Chor, endlich!
  • Ein beruflicher Amrum-Besuch, sehr aufregend.
  • Meine Website ist mit einer Frühjahrskur dran.

Und worauf freust du dich im Mai besonders? Hinterlasse mir gern einen Kommentar.

6 Kommentare zu „Monatsrückblick April 2024 – von Reisen und Menschen“

  1. Liebe Silke,

    Das klingt sehr spannend mit dem Umzug nach Amrum. Klar, wenn die Erfüllung von Träumen in greifbare Nähe rückt, macht das auch erstmal Angst. Aber manchmal muss man vielleicht einfach machen – könnte ja gut werden. Da spreche ich aus Erfahrung;)
    Bin sehr gespannt, wie es bei Dir und mit Deinen Inselträumen weitergeht.
    Daumen sind auf jeden Fall gedrückt.
    Glückauf und Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta,

      „könnte ja gut werden“ denke ich auch. Vielen lieben Dank für die gedrückten Daumen und den Zuspruch.
      Ich werde hier und im Newsletter berichten, wie es sich weiter entwickelt. Es ist sehr spannend. Und belebend! Vermutlich ähnlich wie bei dir mit dem Boot, das stelle ich mir auch sehr angstmachend und glückbringend zugleich vor.

      Liebe Grüße
      Silke

  2. Hallo Silke,
    dein April mit den Reisen liest sich voll und spannend.

    Amrum: schöne Vorstellung an der Küste zu wohnen.
    Habe erst kürzlich den Schimmelreiter geschaut. Diesen Film hatten wir in der Schule auf einer großen Leinwand im Pfarrsaal gesehen. Ich fand den Film damals so imposant und jetzt kamen Erinnerungen hoch.

    Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht und gedanklich würde ich mit dir mitziehen.

    Liebe Grüße,
    Uschi

    1. Hallo, liebe Uschi,

      ja, der April war echt voll, der Mai folgt ihm auf den Füßen. Ich fürchte, ganz ruhig kann ich nicht.
      Und die Meerliebe steckt tief in mir drin. Wenn es sich materialisiert, kannst du mich dort ja besuchen. Ich habe schon so viele Besuchsankündigungen, wenn die sich alle materialisieren (vorausgesetzt, ich kann die Grundlagen dafür schaffen), dann habe ich ein ausgefüllteres Sozialleben als in Hamburg ;).

      Den Schimmelreiter habe ich noch nie gesehen, wird mal Zeit, glaube ich.

      Liebe Grüße
      Silke

  3. Liebe Silke,

    was für ein April! Danke, dass du uns durch deinen Monat mitnimmst. Deine Amrumliebe kann ich gut verstehen, ich liebe das Meer auch sehr. Wie genial, wenn du nun auch noch ganz umziehen könntest.
    Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt!

    Liebe Grüße
    Irina

    1. Liebe Irina,
      witzig, ich dachte, die Idee löst allgemeines Unverständnis aus. Und bis auf eine einzige Verwandte in aufsteigender Linie bekomme ich haufenweise Zuspruch. Allmählich kommt die Idee bei mir an, dass es wahr werden könnte.
      Danke für die gedrückten Daumen!
      Liebe Grüße
      Silke

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