Gerahmtes Bild der Autorin

Meine 3 schnellen Schritte beim Reframing

Reframing ist eine unkomplizierte Coaching-Technik, die ich sehr gern einsetze. Der Name leitet sich her vom englischen Frame = Rahmen. Es geht um das Um-Rahmen einer Situation, eines Gedankens. Dadurch kann die Ausgangsannahme oder -situation entschärft werden, von ihrem Schrecken verlieren, und manchmal können wir sogar über uns lachen.

Im Kleinen regeln wir vieles unbewusst über Reframing. Es lohnt sich aber auch, in einer Situation gezielt zu überlegen, wie wir sie anders sehen können und uns dadurch schnell vom augenblicklichen Druck befreien. Lass mich dies an einem Beispiel aus der Arbeitswelt erläutern, das du so oder ähnlich bestimmt schon mal erlebt hast.

Schritt 1: Wahrnehmen

Es ist Montag. Du bist wütend auf deine Kollegin, nennen wir sie Anna. Freitag hattet ihr beschlossen, eine Präsentation gemeinsam vorzubereiten, hattet aber noch keinen Termin. Anna kommt zur Arbeit und geht gleich zur Teamleiterin, der sie die Präsentation zeigt. Sie hat sie allein vorbereitet, ohne sich mit dir abzustimmen. Anna bekommt große Anerkennung für ihre Arbeit, du nur einen skeptischen Seitenblick. Es fühlt sich für dich an wie ein „War ja klar, dass DIE MAL WIEDER nicht aus dem Quark kommt und die ganze Arbeit an Anna hängenbleibt.“

Du sprichst Anna darauf an. Sie sagt, du hättest doch sowieso keine richtige Lust und keine Zeit für diese Arbeit. Die Wut kocht in dir hoch, du kannst nicht klar denken und weißt, alles was du jetzt sagst, wirst du bereuen. Du reißt dich kurz vor der Explosion zusammen und weißt, da ist Handlungsbedarf.

Schritt 2: Handeln


Du verlässt die angespannte Situation und gehst auf die Toilette oder vor die Tür. Schon das Rausgehen ist ein Reframing. Vielleicht gönnst du dir ein paar Schritte und ein paar regulierende Atemzüge. Wenn du rennen oder trampeln willst, tu es! Schüttele die Anspannung kraftvoll aus den Armen, lass den Stress aus deinen Fingerspitzen fallen. Berühre dich selbst, an den Armen zum Beispiel. Streiche deinen Nacken aus, richte dich auf, nimm die Schultern zurück, fühle dich kraftvoll. Lege eine Hand flach auf deinen Brustkorb, auf dein Herzzentrum. Vielleicht umarmst du dich einmal ganz herzlich, das hast du sowieso immer verdient!

So verhinderst du, dass aus Wut Ärger wird. Da gibt es einen Unterschied zwischen Wut und Ärger, den meine Bloggerinnenkollegin Jutta Büttner gerade heute wunderbar leichtgängig erläutert hat.

Jede Bewegung, und wenn sie sich noch so albern anfühlt, ist jetzt recht. Wenn du wütend bist, bist du außer dir. Indem du dich berührst, kommst du zu dir zurück, spürst dich, bist wieder im Kontakt mit dir. Nur so bist du handlungsfähig und ganz bei dir. Jetzt kannst du den nächsten Schritt gehen.

Schritt 3: Um-Rahmen

Du kannst wieder klar denken und tust es auch. Wenn du es dir recht überlegst, hattest du wirklich ohne die Präsentation genug zu tun, und inhaltlich reizte sie dich auch nicht. Insofern bist du insgesamt ganz froh, dass du aus dem Spiel bist.

Auf der anderen Seite wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, mal wieder zu zeigen, wozu du imstande bist, und die hat dir Anna genommen. Sie hat sich in den Vordergrund gespielt und die Lorbeeren für eine Arbeit eingeheimst, an der du hättest beteiligt sein sollen. Sie hat für sich entschieden, ohne dich zu arbeiten und billigend in Kauf genommen, dass du das nicht ok findest. Außerdem hat sie dir die Entscheidung abgenommen. So fühlt sich das Ganze nicht richtig an.

DAS ist eigentlich dein Hauptthema. Die Präsentation ist ein Nebenschauplatz, aber die seltsame Team-Dynamik zwischen dir, Anna und der Teamleiterin, die wirst du dir nochmal ansehen.

Das Bild der Autorin in einem anderen Rahmen zur Veranschaulichung des Reframing
Zack, umgerahmt!

Fazit

Du siehst, Reframing ist ein schönes Selbstcoaching-Werkzeug, das in vielen Fällen gut passt und funktioniert. Werden die Herausforderungen komplexer, empfehle ich dir, einen Coach zu suchen, gern mich. Ich kann dir helfen, deine Situation zu sortieren, anders zu betrachten. Gern begleite ich dich durch deine alten Glaubenssätze in eine nährende und stärkende neue Herangehensweise, so dass du ein Leben in Fülle und Freude leben kannst.

Einen kleinen Einblick in meine Arbeit bekommst du über meine Blogartikel. Oder tritt kostenlos und unverbindlich mit mir in Kontakt – gleich hier kannst du dir ein Vorgespräch per Zoom mit mir buchen:

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