Tauben am Bahnhof Altona, Hamburg – Beitragsbild zum Monatsrückblick Juli 2026

Mein Juli 2026 in Bildern – ein etwas anderer Monatsrückblick

Kennst du das auch, dass du auf einmal nur noch ein Thema in deinen Fotos zu haben scheinst? Besonders natürlich, wenn Babys im Spiel sind. Ich schreibe ja seit November letzten Jahres keine Monatsrückblicke mehr und hatte jetzt plötzlich Lust darauf, ähnlich wie bei 12 von 12 fast nur mit Bildern zu arbeiten. Es war gar nicht so einfach, zwischen all den Enkelin-Fotos etwas anderes zu zeigen. Es ist aber auch zu niedlich, wie sie schläft, läuft, lacht, im Kinderwagen sitzt. Deswegen fordere ich mich selbst heraus und gucke, was drumherum sonst noch so passiert.

Los geht’s!

1. Juli: Anne ist bei unserer Orthopädin, und ich bin mit Babylein in Ottensen unterwegs. Während sie im Kinderwagen schläft, fotografiere ich schön bemalte und besprayte Häuser. Währenddessen reflektiere ich über mein Leben, meine Selbstoptimierung, und ich habe erste Ideen zu meinem eigenen Artikel zu meiner Blogparade Einen Scheiß muss ich!

2. Juli: Nur Enkelinnenfotos. Ich nehme ein anderes vom letzten Jahr. Diese Pflanzenkomposition ist bei uns um die Ecke in einer kleinen Parkanlage zu finden und blühen dieses Jahr in derselben Formation. Ich liebe diese zurückgenommenen Farben und das gezähmte Wilde daran.

3. Juli: Es ist Freitag. Wie immer freitags, ist Anne mit ihrer Muttifreundin beim Babyfrühstück. Auf dem Weg dorthin halten die beiden Kleinen immer Händchen bzw. ziehen aneinander und kneifen sich. Während sie weg ist, bin ich Gastgeberin des Freitags-CoBloggings von TheContentSociety.

4. Juli: zufällig wache ich genau um 4:44 Uhr auf. Eine Engelszahl, das finde ich immer sehr besonders. 444 bedeutet, dass mein Schutzengel ganz nah bei mir ist, ist das nicht schön? So beruhigt schlafe ich schnell wieder ein.

5. Juli : Mein ältester Freund ruft an. Er hat ein schlechtes Gewissen, weil er sich so lange nicht gemeldet hat, und will uns nochmal treffen, bevor er zur Reha fährt. Wir gehen gern runter zur Elbe und haben einen gemütlichen Nachmittag mit ihm und seiner Frau, Fischbrötchen, Kuchen und ein wenig Babybewunderung.

6. Juli: Ich bin sehr geschäftig; Kieser und Physiotherapie sind angesagt. Unterwegs sehe ich viel Schönes im Straßengrau, unter anderem diese wunderschöne Klette.

7. Juli: Ein ruhiger Schreibtischtag. Zurzeit bekomme ich so vieles erledigt, was ich lange aufgehoben habe. Diese Energie nutze ich. Um mal kurz rauszukommen, hole ich wenigstens Anne von der S-Bahn ab, und wir gehen noch gemeinsam einkaufen.

8. Juli: Im Garten erfreuen sich die Kohlweißlinge an der üppigen Majoranblüte. Es macht mich immer froh, wenn ich sehe, dass ich den kleinen Wesen Futter und ein Zuhause bieten kann, in dem sie es gut haben.

Ein kurzer Ausflug in die Berge

9. Juli: Ich fahre für ein paar Tage weg. Dieses malerische Gebäude erwische ich im Vorbeifahren in der Oberhafengegend.

10. Juli: Ich habe in Herrieden bei einer Freundin übernachtet. Dort leben Unmengen von Störchen. Dieses Nest sehe ich am Morgen aus dem Fenster. Selbst mitten im Ort hört man die ganze Zeit, auch nachts, die Störche klappern. Ich frage mich, ob die im Schlaf klappern? Niedlich, wie sie ihre Jungen füttern, die sich anhören wie kleine Kätzchen. Das kannte ich noch gar nicht. Wir stehen früh auf und fahren los nach Saalfelden in Österreich. Angelas Tochter kommt auch mit, und in München sammeln wir noch Charlotte ein.

11. Juli: In Saalfelden im Salzburger Land nehmen wir am Workshop von Tina Maria Werner teil, dem IDBM2026. Letztes Jahr haben wir uns bei diesem Workshop in Dinkelsbühl kennengelernt und sind seitdem in Verbindung. Die Tage sind sehr voll und erfüllend. Wir treffen wundervolle Menschen und bekommen nährende und bleibende Impulse. Die Zeit geht rasend schnell vorbei, und Schlaf wird definitiv überbewertet.

12. Juli: Am späten Sonntagnachmittag ist alles vorbei, und schon sind wir wieder auf dem Weg nach Herrieden im Altmühltal. Bei der Abfahrt und unterwegs genießen wir den Alpenblick bei schönstem Wetter. In Herrieden versuchen wir noch etwas zu essen zu bekommen, das wird nix mehr um kurz vor 22 Uhr. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch die Gässchen und kochen uns zuhause ein einfaches Pastagericht, in das wir gegen Ende fast hineinfallen, weil wir schon schielen vor Müdigkeit.

13. Juli: Angela und ich frühstücken sehr gemütlich und üppig zusammen, dann rollen wir meinen Koffer durchs mittelalterliche Tor in der Stadtmauer. Sie bringt mich nach Ansbach. Dort verbringe ich noch einige Stunden mit Freunden und fahre spät nach Hamburg zurück. Der Zug startet eine halbe Stunde zu spät und kommt eine ganze Stunde zu spät an. Viel ist mit mir nicht mehr los.

Und zurück in mein heimisches Leben

14. Juli: Zuhause geht es gleich weiter. Ich habe einen betreuten Termin bei Kieser und fotografiere meine geliebte Tauben-Rooftop-Bar. Ansonsten ist zum Glück nicht viel geplant. Ginge auch kaum.

15. Juli: Ich arbeite an meiner Papierwüste im Büro und an meiner Blogparade Einen Scheiß muss ich. Am Abend bietet sich mir vom Schreibtisch aus der Blick auf diesen wunderbar stürmischen Himmel.

16. Juli: Noch ein Bürotag: Neben der Blogparade arbeite ich Aufgeschobenes ab: meinen zurückgezogenen Rentenantrag, meinen Stromanbieterwechsel, vieles, was ich kläre. Unfassbar befriedigend! Auf einem kleinen Erledigungsgang erfreue ich mich an der Werbung auf dem MILES.

17. Juli: Schreibtischtag. Wenn ich morgens das Fenster im Schlafzimmer öffne, sehe ich als erstes diese große Birke. Was mich traurig macht: Seit wir vor 17 Jahren hier eingezogen sind, werden es immer weniger Vögel. Mittlerweile kommt es häufig vor, dass ich nicht einen Vogel im Baum sehe. Wir bemühen uns, eine kleine Wohlfühloase anzubieten, wo Vögel Futter finden und im Teich baden können. Und wo sie Nistmöglichkeiten in eng gewachsenen Gehölzen haben.

18. Juli: Gartentag. Die Blumen und Kräuter, die den Rasen zum Glück verdrängen, sind abgeblüht. Ich mähe und stelle fest, kurz sieht es noch verbrannter aus als ungemäht. Ich habe den Rasen nie gewässert und überlege, welche sonnenvertragenden Alternativpflanzen ich dort ausbringen kann. Wenn du eine Idee hast, nur her damit!

19. Juli: Bevor die Blogbeiträge zu meiner Blogparade mich überrennen, teile ich noch einige der Einreichungen im WhatsApp-Status. Hier, unverkennbar, Birgit Ising. Sie hat einen von 24 wunderbaren eingereichten Beiträgen geschrieben; ich bin von der Menge und von der Unterschiedlichkeit der Artikel total überrascht und begeistert. Alle gesammelten Werke findest du in der Blogparaden-Zusammenfassung.

20. Juli: Ich bin am frühen Morgen bei der Hautärztin, einen kleinen OP-Termin vereinbaren, dann bei Kieser und danach mit Anne und Baby unterwegs im Botanischen Garten in Klein Flottbek. Mit meinen Beinen ist irgendwas passiert, vor allem links. Ich schleppe mich mühsam heim. Gar nicht schön. Rückblickend ist seitdem mein ganzer Juli überschattet von Schmerz und Unklarheit. Ich bleibe dran.

21. Juli: Der Morgen ist entspannt, Baby spielt mit allem, auch mit dem Babyspielzeug. Am Vormittag stehen ein regelmäßiges Telefonat und ein schöner Coachingtermin an. Mein Bein braucht Ruhe, die ich ihm gönnen muss. Treppensteigen geht nur mit zusammengebissenen Zähnen. Bisschen unpraktisch im kleinen Reihenhaus.

22. Juli: Wenig Aktivität außer Haus. In Ottensen war etwas zu erledigen, und da MUSS ich immer fotografieren, weil es so ein malerischer Stadtteil mit vielen verwunschenen Ecken ist.

23. Juli: Diverse Erledigungen in Blankenese. Beim Anblick der Elbe durch die schönen Häuser an der Treppe bin ich versucht runterzugehen. Ich verzichte, weil das Treppabsteigen besonders schmerzhaft ist.

24. Juli: Ich arbeite zuhause und lege mein Bein hoch. Ich weiß, eigentlich müsste ich zum Arzt. Nur haben wir Tickets für Sonntag, um zu meiner Mutter zu fahren. Wenn es dort nicht besser ist, gehe ich in die Orthopädische Klinik am Ort. Den Wurst Case bringt mir Anne mit; ich liebe ihn!

25. Juli: Baby ist nicht zur Ruhe zu bewegen, Anne ist schon völlig am Ende. Ich laufe mit dem Kinderwagen los, eine viel zu große Runde. Dabei finde ich neue Nachbarn im Viertel, wie flauschig!

Stippvisite bei Muttern

Im Vorbeiflitzen mit viel Gepäck schlecht getroffen

26. Juli: Wir fahren dieses Mal mit einem ECE zu meiner Mutter. Das Gedränge ist nicht so groß wie sonst auf Gleis 13/14, meinem persönlichen Vorhof zur Hölle. Zum Glück haben wir reserviert. Beim Einsteigen schaffe ich gerade dieses eine unvollständige Foto. Der Zug ist ein paar Minuten zu spät, und die Leute schubsen und drängeln. Wichtiger ist mir, unser Gepäck und uns in den Zug zu befördern.

27. Juli: Wenn mir schon Fotos mit Motiven geschickt werden, die zu meiner Blogparade passen (danke, liebe Ilka1), habe ich irgendwas richtig gemacht. Ich amüsiere mich darüber, während ich in der Orthopädischen Klinik sehr lange warte, geröntgt und untersucht werde und mit einer Schmerzmittelempfehlung wieder heimgeschickt werde. Zum Glück hat der Tag mehr zu bieten als fruchtloses Warten: am Abend kommt meine Freundin Heike und sitzt mit mir auf Mutterns Terrasse, bis es zu kühl wird und wir reingehen.

28. Juli: Wir fahren nach Kassel; meine Mutter hat einen CT-Termin. Meine Nichte wohnt ganz in der Nähe, und wir haben uns verabredet. Wir treffen uns dort mit ihrer kleinen Familie, essen gemütlich im Restaurant unter ihrer Wohnung und verbringen sehr entspannt viel Zeit miteinander. Das freut mich immer besonders, denn viel Familie haben wir nicht, und mit den dreien fühlt es sich gut an. Ihr kleiner Sohn und mein Enkelin sind ein halbes Jahr auseinander und spielen sehr witzig miteinander; damit sind ja dann auch die umsitzenden Erwachsenen beschäftigt.

29. Juli: Es ist heiß, wir sind alle matt und verbringen einen ruhigen Tag im Haus meiner Mutter.

30. Juli: Es geht zurück nach Hamburg. Noch einmal den wunderschönen Talblick bewundern, frühstücken, packen, und schon ist unser Lieblings-Minicarfahrer da. Er bringt uns zum Zug, der sehr voll ist. Wir müssen Menschen von unseren reservierten Plätzen scheuchen und haben dann eine recht ruhige Fahrt. Am späten Nachmittag kommen wir heim und freuen uns, dass die Nachbarin die Markisen für uns runtergelassen hat. So ist die Temperatur im Haus erträglich. Unterwegs haben wir zwei Fertiggerichte mitgenommen und können schnell essen. Dafür sind wir uns sehr dankbar. Nach der Reise zu kochen, das wäre nicht gutgegangen, hungrig wie wir waren.

Ein herrlicher Lockenkopf

31. Juli: Es ist wieder Freitag. Beim Frühstückmachen steht meine Enkelin im Hockerturm, da ist sie am zufriedensten und bekommt immer etwas von den Zutaten ab. Dabei sehe ich mal wieder, wie entzückend ihre Locken von oben aussehen. Anne geht bald mit ihr zum Babyfrühstück, ich habe mein freitägliches CoBlogging, gehe noch flott zur Hausärztin, die mir ein MRT fürs Knie verordnet. Weil ich sowieso in Blankenese meine Kompressionsstrümpfe abholen will, gehe ich gleich zur Radiologie und will einen Termin vereinbaren. Das Sommerloch beschert mit Sofort-Service. Am Abend habe ich Bilder und einen Befund. Außer Hochlegen, Kühlen und Schmerzmittel nehmen kann ich zurzeit nicht viel tun. Wenigstens weiß ich Bescheid. Zum Glück habe ich im August noch viel im Büro zu erledigen, davon geht ja auch vieles mit hochgelegtem Bein.

Wenn ich jetzt zurückblicke, sehe ich zwei Fäden, die sich durch den ganzen Monat ziehen: wie sehr meine Kamera inzwischen diesem entzückenden kleinen Menschen im Haus gehört – und wie hartnäckig mein Bein sich meldet, wenn ich versuche zu ignorieren, dass da etwas nicht stimmt.

Kleiner Blick in den August: Ich weiß inzwischen, was mit meinem Knie los ist und was ich tun kann. Das finde ich sehr beruhigend.


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Dies ist übrigens der Artikel, der an Tag 2 der Blogdekade in TheContentSociety entstanden ist. Mal sehen, wieviele Beiträge ich in diesen zehn Tagen schreibe, ich erlege mir da keinerlei Zwang auf. Was ich auf jeden Fall fühle: ich bin wieder unter den Schreibenden, und das tut richtig gut!

4 Kommentare zu „Mein Juli 2026 in Bildern – ein etwas anderer Monatsrückblick“

  1. Ich freue mich sehr über deinen Rückblick, der ja doch recht ausführlich. Deinem Knie hatte ich ja schon gute Besserung gewünscht. Ich mache noch ein 😘 drauf. Falls dir einer die Lösung für „statt Rasen“ bietet, dann her damit.

    1. Liebe Christine,
      dankeschön. Ja, es war ein Experiment, das mir doch ganz gut gefällt.
      Statt Rasen geht Römische Kamille und ein kleiner weißer Klee, das habe ich mal gelesen. Ich will nur mal sehen, wie sehr die blühen und Bienen anziehen und ob das kleinkindverträglich ist. Wahrscheinlich gehe ich dieser Tage mal in den wirklich guten Gartenfachmarkt in der Nähe und lasse es dich dann wissen.

      Danke für die Knie-Therapie!
      Alllerliebst,
      Silke

  2. Liebe Silke,

    was für ein liebevoller und wunderbar erzählter Rückblick!

    Ich mag es sehr, wie du den ganz normalen Alltag – die schlafende Enkelin im Kinderwagen, die Kohlweißlinge am Majoran, die klappernden Störche in Herrieden – mit so viel Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit einfängst. Man spürt in jeder Zeile, mit wie viel Herz du hinschaust.
    Besonders berührt hat mich deine Offenheit über die Sorge um dein Bein und die leiser werdenden Vögel an deiner Birke. Dieses ehrliche Nebeneinander von Schönem und Schwerem macht deinen Text so echt und nahbar.

    Danke, dass du uns an deinem Juli teilhaben lässt – ich wünsche dir von Herzen gute Besserung und drücke die Daumen, dass dein Knie bald wieder mitspielt!

    Alles Liebe
    Pia

    1. Danke, liebe Pia,

      für deine wertschätzenden Worte und das Berührtsein. Ich freue mich sehr, dass du Freude beim Lesen hattest. Bei solchen Kommentaren weiß ich immer, warum ich immer noch und immer wieder schreibe!
      Und vielen Dank für deine Besserungswünsche, sie haben offenbar schon gewirkt. Es geht mir bereits ein wenig besser.

      Herzliche Grüße
      Silke

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