Ach, ihr lieben Schreiberinnen und lieber Schreiber zum Thema „Einen Scheiß muss ich“, ich bin wahrlich überwältigt! 25! (in Worten FÜNFUNDZWANZIG) Beiträge habt ihr der Welt geschenkt – danke, danke, danke! Mit meinem sind es 26, und einige sind, wie ich hörte, noch auf dem Weg. Ich bin sehr beglückt, was ihr aus diesem einen provokanten Satz alles herausgeholt habt.
Vom Fokus auf ein einziges Thema über breitgefächerte Untersuchungen, kurze, fröhliche, wütende und extralange Artikel, ist alles dabei. Rebellische, trotzige, entspannende, absurde. Nachdenkliche, analytische, weise und zum weiteren Reflektieren anregende Herangehensweisen an die Kernaussage – jeder Beitrag ist auf seine Weise lesenswert, jeder zeigt wieder andere Facetten des Müssens, des Gar-nichts-Müssens und des Doch-Müssens, um nachher etwas zu können.
Hier sind alle Artikel zum Thema „Einen Scheiß muss ich“, einschließlich meines eigenen.
- Marita Eckmann liefert den schnellsten Beitrag der ganzen Parade – innerhalb von 24 Stunden nach dem Start. Mit wunderbar leichter Schreibe analysiert sie das Müssen, das ihr schon mit der Muttermilch serviert wurde und das sie lange mit sich herumtrug. Das Müssen, das die Müssenden immer ein wenig zum Opfer macht, weicht immer häufiger einem Wollen oder Dürfen. Und auch das möchte erst gelernt werden.
https://marita-eckmann.de/einen-scheiss-muss-ich-was-innere-freiheit-mit-entscheidungen-zu-tun-hat/ - Mascha weiß, dass sie überhaupt nicht mitmachen muss und tut es zu meiner Freude dennoch. Dabei trifft sie mit den frühen, unangenehmen Müssens ihres Lebens einen berührenden Ton. Sie dröselt Zusammenhänge auf, in denen sie eben doch etwas muss. Zum Beispiel kochen, wenn sie mit ihrem Schatz essen möchte. Dazu passt dann auch der alte Spruch in der Einleitung zum Artikel: „Sage nie, du hast keine Lust – das Leben sagt, du musst“.
https://maschas-buch.blogspot.com/2026/06/sage-nie-du-hast-keine-lust.html - Claudia Stellmacher-Köthe (Klarplatz Coaching) entdeckt in einem alten Poesiealbum-Spruch von 1976 plötzlich eine neue Bedeutung fürs eigene Müssen. Und sie entdeckt ihr fürsorgliches Unterbewusstes, das den Inhalt für sie viel freundlicher erinnert hat.
https://klarplatz.de/was-ich-muss-was-ich-will-und-was-ich-mir-erlaube/ - Christine Traut findet dank ihres spirituellen Wachstums einen sanfteren Zugang zum Nein-Sagen, der sich innerlich wahrhaftiger anfühlt als das trotzige Nein der ersten Lernphase. Und er schont sowohl ihre Ressourcen und die ihres Gegenübers.
https://christinetraut.com/2026/07/04/ich-muss-gar-nichts-wer-hinter-dem-muessen-steckt/ - Stefan Krursel (LebensSinnreise) entdeckt im Ruhestand ein überraschendes Paradoxon: Wenn das Müssen ganz wegfällt, fehlt plötzlich auch das Echo, dass das eigene Tun etwas bewirkt. Eine Reflexion über Selbstwirksamkeit ohne äußere Zwänge.
https://www.lebenssinnreise.de/post/ruhestand-nichts-mehr-muessen - Ulrike Wolf unterscheidet fein zwischen Müssen, Dürfen und Wollen – und zeigt mit Humor und sprachlicher Präzision, wie viel leichter sich alles anfühlt, wenn Mütter das Müssen hinterfragen. Und wann ein Müssen nicht hinterfragt werden sollte, zum Beispiel wenn sich die Blase meldet.
https://ulrikewolf.de/nicht-muessen/ - Uli Pauer bringt mit der fiktiven Anwältin für religiöse Kollateralschäden, Dr. Tirza einen herrlich schrägen, satirischen Zugang zum Thema. In 12 sprachlichen Bildern setzt sie den jüdischen Traditionen ihr „Einen Scheiß muss ich“ entgegen.
https://ulipauer.com/12-von-12-tirzas-12-juli-2026-einen-scheiss-muss-ich/ - Birgit Krüger bricht mit dem Zwang zur aalglatten Professionalität und zeigt, wie befreiend eine kritische Reflexion über Statussymbole sein kann. Mut zum kantigen, authentischen Selbst, das ist ein echtes Lernfeld. Beachte unbedingt Birgits Beitragsbild.
https://birgitkrueger.com/einen-scheiss-muss-ich/ - Birgit Elke Ising gibt zwei wichtige Sätze ihrer Großmutter weiter und erzählt offen von ihrem Aufwachsen als Kriegsenkelin: Funktionieren, zuständig sein, Klappe halten. Bis die Oma ihr ein Manifest für ihre innere Unversehrtheit mitgibt. Und sie sich, immer den Erlaubnisschein von Laurie Penny vor Augen, selbst das erlaubte, was sie vorher zu müssen glaubte.
https://birgit-ising.com/improvising-life-leichter-leben/sich-selbst-erlaubnis-geben-erlaubnisschein/ - Rani Gindl (Rani Yoga) rebelliert humorvoll gegen den Zwang, Selfcare und überhaupt alles zu optimieren. Nichts muss man, auch keine Übungen machen, wenn es einem schlecht geht. Nett sein schon gar nicht, und auch nicht erleuchtet (Stichwort Dharma and Bliss) durch die Lande schweben. Rani reitet hantig durch den Artikel (ich übersetze es mit grantig) und nimmt sich selbst mit ihrem Feuer und ihrer Freude nicht bierernst.
https://www.rani-yoga.at/einen-scheiss-muss-ich-warum-selfcare-kein-todo-ist/ - Silke Geissen. Mein eigener Artikel ist ein Ritt durch alle Lebensbereiche. Zwei der Sätze, die mir viel bedeuten: „Ich muss meinen Körper nicht optimieren, ich darf ihn einfach wertschätzen, genießen und bewohnen“ und „Außer aufs Klo und sterben muss ich gar nichts“.
https://silke-geissen.de/blogparade-einen-scheiss-muss-ich-und-was-bleibt/ - Christine Weidner (Ich trau mich einfach) verarbeitet die Schließung ihrer Lernakademie nach 50 Jahren in einem poetischen Bild von Zetteln voller Müssens, die sich von einer Tür lösen lassen. Im längsten Blogartikel, den sie je schrieb, blättert sie fast märchenhaft auf, wie sich eingeschliffene Glaubenssätze aus ihrem Leben wieder verabschieden, was wirklich wichtig ist und bleiben darf. Dabei lernt sie, dass sie sich von nichts verabschieden muss, sondern vertrauensvoll sich selbst wählt.
https://ich-trau-mich-einfach.com/einen-scheiss-muss-ich/ - Silke Schönweger übersetzt das Blogparadenthema ins Marketing – ihr Kernsatz: Kundinnen brauchen kein lautes Trommeln, leise und eindringlich reicht völlig. Mit einem kleinen Exkurs über die Amygdala und einem weicheren Ansatz bekomme ich direkt Lust auf ihre Herangehensweise ans Marketing.
https://silkeschoenweger.com/marketing-druck-loslassen/ - Dr. Martina Riedel bricht das Müssen radikal auf das Nötigste herunter. Geprägt von einer Nachkriegskindheit voller Pflichtgefühl, untersucht sie, was sie wirklich muss. Alles andere erzeugt unglaublichen Druck und unter anderem das Gefühl, niemals fertig zu sein, gepaart mit der Befürchtung, das Getane reiche nicht aus. Dem arbeitet sie mit neuen Zauberwörtern entgegen, die sofort eine ganz andere, mildere Haltung erzeugen.
https://dr-martina-riedel.de/einen-scheiss-muss-ich/ - Alexandra Bohlmann erlebt eine große Veränderung in ihrem Leben, als sie merkt, sie kann nicht einfach ihr Kind überall hinschleppen, weil es fürs Kind schlicht eine Qual ist. Sie sagt sich von Erwartungen der Verwandten los, die Besuche wünschen, Und auch in ihrem professionellen Auftritt ist sie kompromisslos: pinke Haare sind Satz, und wer damit nicht klarkommt, muss auf sie verzichten. In vielen wunderbaren Beispielen zeigt sie, wie Familie und Business auch viel gelassener funktionieren.
https://alexandrabohlmann.com/einen-scheiss-muss-ich-diese-regeln-ignoriere-ich-einfach/ - Astrid von Prondzinski erlaubt in ihrem sehr berührenden Beitrag, nicht loslassen und nicht sofort verzeihen zu müssen – ein sanfter, sehr persönlicher Beitrag zu Trauer und Zeit. Ein Mensch, ein Wesen, eine Lebensphase muss nicht irgendwann verarbeitet sein. Ein Platz in unseren Herzen darf dafür reserviert bleiben.
https://lebensnarben.de/was-du-alles-nicht-musst-ausser-mensch-zu-sein/ - Andrea Forsthuber macht Schluss mit dem Muss, abnehmen zu müssen, bevor sie sich selbst mögen darf – mit dem Grundstein aus einer rebellischen Jugend voller Pudding-Ungehorsam. Sie erhebt „Einen Scheiß muss ich“ zu ihrem neuen Mantra.
https://www.lifeboxx.at/einen-scheiss-muss-ich/ - Nora Scheffler (Schaffensrausch) rechnet mit dem Online-Business-Hype ab – ihr Satz, dass sie nicht jeden Trend zur neuen Priorität erklärt, trifft einen wunden Punkt vieler Selbstständiger. Alles tun zu können bedeutet nicht, alles zu müssen. Ich kann nur nicken.
https://schaffensrausch-jetzt.de/trend-im-onlinebusiness-mitmachen-einen-scheiss-muss-ich/ - Melanie (Minschtl) Hafner macht Schluss mit dem Muss, ständig telefonisch erreichbar zu sein – ein Plädoyer für klare Grenzen im digitalen Alltag und für radikale Präsenz im Kontext des jeweiligen Moments mit der aktuellen KundIn.
https://minschtl.de/blog-wortgefluester/telefonische-erreichbarkeit-hat-grenzen/ - Ulrike Storny ist gerade in diversen Lebensbereichen stark gebeutelt und bringt nochmal eine ganz eigene Stimme mit ins Spiel. Jobsuche mit Stellen im Netz, die gar nicht existieren, Texteraufträge, die ersatzlos gestrichen und von KI erledigt werden – das macht ratlos und geht auf die Motivation. Ich freue mich, dass in all dem Hin und Her dieser wütende und gleichzeitig humorvoll-selbstironische Artikel entstanden ist.
https://silke-geissen.de/gastbeitrag-ulrike-storny-einen-scheiss-muss-ich/ - Ildiko Eder, die Abnehmdetektivin, entlarvt Diät-Regeln als übernommene Fremdvorgaben und ersetzt Kalorienzählen und tägliches Wiegen durch Genuss – mit der schönen Formel: „Wenn du glücklich bist, nimmst du ab.“ Das klingt doch nach echter Entlastung!
https://abnehmdetektivin.de/abnehmen-ohne-verzicht/ - Birgit Nora Schäfer dreht die Perspektive nochmal: Nicht jedes Müssen sollte ein weichgespültes Dürfen werden – manches Müssen, das aus echter innerer Überzeugung kommt, ist Selbstführung, kein Zwang.
https://birgit-nora-schaefer.de/einen-scheiss-muss-ich/ - Jenny Macholdt (Moms4Moms) liefert eine herrlich konkrete Liste, warum Mamas weder Kuchen backen noch bei jeder Schulveranstaltung mithelfen müssen. Auch sie zeigt, wie Ulrike Wolf, den ungeheuren Druck auf, dem gerade Mütter in der Gesellschaft und in Social Media ausgesetzt sind.
https://moms4moms.de/einen-scheiss-muss-ich/ - Christine (Irgendwas Buntes) reflektiert unaufgeregt über die feine Linie zwischen echter Verpflichtung und selbstgemachtem Druck, mit einem schönen Bild aus mausgrauen und steingrauen Tagen. Dabei kommt ihre große Tierliebe und ihr Verantwortungsgefühl für die Wesen in ihrer Obhut durch. Tiere haben immer Vorrang; lieber würde sie ihr Auto nicht waschen..
https://irgendwas-buntes.de/einen-scheiss-muss-ich/ - Hilkea Knies greift neben den vielen Müssens der Kindheit, Schulzeit und des Frau-Seins auch das Gesangsthema auf. Was die Gesangsschülerin beim einen Lehrer MUSS, darf sie beim anderen auf keinen Fall. Besonders gut gefällt mir die Empfehlung, mehr auf den Körper als auf die tatsächlichen und selbsternannten Fachleute zu hören, denn wir spüren selbst doch am besten, was wir gerade brauchen.
Einen Sch… muss ich! - Birgit Buchmayer ist Nachkriegskind wie ich, und ist mit sehr viel Mussmussmuss aufgewachsen. Vom Knicks und vom Händegeben über einen Befreiungsschlag im mutigen Gespräch mit der Schulleiterin, die Müssens im Leben, ein lebensveränderndes Buch und das Ende des Sportuhren-Diktats arbeitet sich Birgit durch ihren wunderbar nachdenklichen und ermutigenden Artikel.
https://www.birgit-buchmayer.de/vom-muessen-zum-duerfen/
Ich habe bewusst niemanden nach vorn gestellt oder zurückgehalten – jeder eurer Beiträge hat mich auf ganz eigene Weise berührt, zum Lachen gebracht, nachdenklich gemacht. Oder ich habe einfach still genickt. Vor dieser Fülle stehe ich fast ein bisschen sprachlos, und das will bei mir was heißen!
Solltest du dich in deiner Kurzvorstellung nicht wiederfinden, wie du es dir gewünscht hättest – melde dich bei mir, ich passe freudig an.
Großartig, was wir alle aus einem einzigen provokanten Satz entwickelt haben – ich bin sehr beglückt und hochzufrieden mit uns allen.
Danke.
Und allen, die lesend bis hier gekommen sind, wünsche ich genug Zeit, um den einen oder anderen Artikel zu lesen – gönnt sie euch; es lohnt sich absolut!
P.S.: Zufällig ist dieser Beitrag am 1. Tag der Sommer-Blogdekade in TheContentSociety entstanden. Ich weiß nicht, ob ich in zehn Tagen zehn Artikel schreiben will. Auf jeden Fall ist es ein guter Anfang.
P.P.S.: Ich habe mich beim Auflisten und beim Technik-Teil von KI unterstützen lassen. Die Artikel habe ich alle selbst zweimal gelesen, genossen und mit Freuden kommentiert.



Dieser Rückblick ist der Beweis für etwas, woran ich fest glaube: Die stärksten Titel sind Sätze, die Menschen wirklich laut sagen, genau so, mit Kante. Kein Wunder, dass daraus 24 Beiträge geworden sind, an einem braven Thema wäre die Hälfte vorbeigescrollt. Einen Scheiss muss ich hat mich übrigens sofort erwischt, weil ich den Satz selbst öfter denke, als ich ihn ausspreche. Ich hab gerade meine erste eigene Blogparade laufen und nehme mir von dir zwei Dinge mit: die Würdigung jedes einzelnen Beitrags in eigenen Worten und den Mut zum unbequemen Satz als Einladung. Danke fürs Zeigen. Füchsische Grüsse, Diana 🦊
Liebe Diana,
vielen Dank, das freut mich sehr! Ja, ich mag das mit den persönlichen Würdigungen. Auch wenn wir alle auch für uns selbst schreiben, ist es ja doch ein Geschenk an die Veranstaltende. Wenn dir das Thema unter den Nägeln brennt, schreib’ gern auch noch. Ich werde jetzt nach meiner Blogparade auch noch gucken, wo noch etwas geht.
Liebe Grüße, du Füchsin,
Silke
Herzlichen Glückwunsch zur Blogparaden-Queen 😉
Mascha
Ach, dankeschön, liebe Mascha! Das hat Spaß gemacht, aber so richtig.
Liebe Grüße
Silke