Beitragsbild für das 12 von 12 im September 2026, Titel: Es herbstelt. Ein Ausschnitt aus dem Garten der Autorin, mit Bambus, einem Teich und Hortensien. Oben im Bild ein blaues Banner mit weißer Schrift: 12 von 12 im September 2026 – es herbstelt

12 von 12 im September 2026 – es herbstelt gar sehr

1: Erstmal kucken

Wir sind gestern Abend nach zwei Wochen Urlaub in Verona und Südtirol heimgekommen und konnten nur noch essen und schlafen. Viel Reiseaufwand, noch drei Tage Mutter, Familie und sehr viel Action forderten ihren Tribut. Und schon bin ich mitten im 12 von 12, heute ganz ohne Selfie. Bevor ich richtig aufstehe, gehe ich runter, um Kaffee zu machen und checke kurz, wie sehr es schon herbstelt. Ich sehe, die Disteln haben ihr leuchtendes Blau nicht mehr, der Sommerflieder im Hintergrund ist braun, während die Herbstanemonen sich wacker halten.

Ein Gartenbeet, im Hintergrund verwelkter Sommerflieder, davor verblasste, ehemals blaue Edeldisteln, ein paar morbid-lila Hortensienblüten und leuchtend weiße Herbstanemonen mit saftig-grünen Blättern.
Da leuchtet es noch weiß

2: Lampions für die dunkle Zeit

Im zweiten Vorgartenbeet leuchten in schönstem Orange die Lampionblumen. Als Gartenanfängerin habe ich die anfangs im Sommer ausgerissen, weil ich nur die Blätter sah und hässlich fand. Nun weiß ich, mit wem ich es zu tun habe und freue mich auf die schönen Laternen im Herbst.

Inmitten vieler grüner Bodendecker und großer Steine leuchtet orange die blühende Physalis mit ihren Lampions und klein und leuchtend blau der Kleine Bleiwurz.
Unten, in schönstem Blau, der Bleiwurz

3: Kleine Fette Henne

Fürs Erste habe ich genug gesehen und bewege mich in Richtung Haus. Da entdecke ich, zwischen viel Grün, eine Kleine Fette Henne.

Eine kleine Fette Henne mit sternchenförmigen rosa Blüten leuchtet zwischen grünem Laub und wirft zusammen damit einen schönen Schatten auf einen großen hellen Stein.
Ich mag sie und lasse sie überall wachsen

4: Kaffee!

Aaaahhhh, endlich wieder hauseigener Kaffee. Nach zwei Wochen Kaffee unterwegs, mal mehr, mal weniger gut, können wir endlich wieder unseren Lieblingskaffee genießen. Zur Feier unserer Rückkehr serviere ich die ersten Tassen ans Bett.

Kaffee läuft in eine rote Tasse mit Fuchsmotiv, in der sich schon geschäumte Milch befindet.
Kaffeekaffeekaffee

5: Gefräßige kleine Nacktschnecke

Anne und Selma sind wach. Anne freut sich mindestens genauso auf den ersten Kaffee zuhause. Für Selma nehme ich kleine Reiswaffeln mit hoch. Anscheinend sind sie hochwillkommen.

Kleine Babyhände, die aus einem gestreiften Schlafanzug hervorgucken, greifen nach kleinen Reiswaffeln, die auf dem Bett ausgekippt sind.
Alle Hände voll zu essen

6: Die ewige Birke

Wir gehen nach dem Kaffee flott runter, denn wir haben heute viel zu tun: Frühstück machen und dann gleich los zum Einkaufszentrum. Wir haben nichts im Kühlschrank und brauchen außerdem Zutaten für einen Buffetbeitrag für eine Geburtstagsfeier heute Abend. Aber erst noch kurz aus meinem Schlafzimmer fotografieren

Eine große Birke vor blauem Himmel mit kaum sichtbaren Wolken, im Hintergrund Reihenhäuser aus Rotklinker.
Vor schönstem Blau präsentiert sich die Birke

7: Plötzlich Pampasgras!

In Gemeinschaftsarbeit bereiten wir Bircher Müesli zu. Ich matsche Bananen mit Joghurt, Zimt und Haferflocken, während Anne am Tisch Äpfel reibt. Selma liebt es, die Streifen direkt von der Reibe zu essen und bleibt gut gelaunt, statt hangry zu werden. Das Frühstück ist schneller vertilgt als fotografiert.

Ich gehe noch kurz raus, um die Vögel zu fütten und bin überrascht, wie groß das Pampasgras plötzlich ist. Vor unserer Abfahrt am 26. August war davon noch nichts zu sehen.

Ein Gartenpanorama mit Gras, blau glasierten Pflanzkübeln, Holzstühlen und aus dem Boden schießendem Pampasgras.
Schon ziemlich groß

8: Herbstliche Hortensien

Die einst schneeweißen, leicht errötenden Hortensien direkt an der Terrasse haben die wunderschönen morbiden Farben des Herbst angenommen.

Im Hintergrund Bambus, ein kleiner Durchblick zum Gartenteich, und im Vordergrund zwei große Hortensiendolden in rosé-taupe.
Sie sind kaum noch vom Hintergrund zu unterscheiden.

9: Babyparadies

Die Vögel sind beglückt, die wichtigsten Änderungen fotografiert. Wir sprinten los, um den Bus Richtung Einkaufszentrum zu erwischen. Dort angekommen, gehen wir erst noch in den Babyladen, um etwas wegen des Kinderwagens zu fragen.

Ein Blick durch einen riesigen Babymarkt mit Kleidung, Kinderwagenzubehör und allem, was Eltern für Babys kaufen können.
Unendliche Weiten

10: Eine kleine Stärkung

Die Anstrengungen der letzten Tage haben uns hungrig gemacht. Nach dem Babyladen wollen wir eigentlich gleich in den Supermarkt, müssen aber dann noch eine Stärkungspause einlegen.

Zwei Teller auf einem Tisch. Über einem hantieren Hände mit Besteck an einer Waffel, auf dem anderen lieben zwei dreieckige gebackene Toast-Sandwiches.
Waffeln und Toast Classico, immer wieder gut!

11: Aufgeräumt

Schwer bepackt – unser Haferdrink war im Angebot, frisches Gemüse fehlte, dazu kommen kiloweise Äpfel und Kartoffeln – fahren wir heim und schälen und raspeln. Aus Zeitgründen sind wir von unserer ersten Buffet-Idee – gefüllte Mini-Croissants – auf Apfel-Möhren-Rohkost umgeschwenkt. Während wir die uralte Küchenmaschine von meiner Oma arbeiten lassen, hat Selma offenbar den Auftrag erhalten, sämtliche Deckel aller Dosen auszuräumen und auf dem Küchenfußboden zu verteilen. Sie ist sehr zufrieden und beschäftigt sich lange und gründlich damit.

Schwarzer Küchenfußboden, eine offenstehende Schublade, und auf dem Boden Plastikdeckel von Aufbewahrungsdosen.
Schöne neue Ordnung

12: Geschenkt

Wir schaffen es nicht, pünktlich um 17 Uhr bei der Geburtstagsfeier zu sein, das hatten wir schon angenommen. Zu viel mussten wir in den Tag packen und hatten auch keine Lust, uns komplett abzuhetzen. Schlimm genug, dass der offene Koffer und das nicht verräumte Zeug überall liegt. Wir machen uns hübsch und gehen mit unserer Geburtstagskarte und unserem Salat los. Bei unserer Lieblingsnachbarin ist Platz, wir setzen uns zu ihr und bedienen uns vom Buffet. Selma ist völlig begeistert von einem Paprika-Dip, Anne und ich von einem sehr köstlichen Kartoffelsalat.

Anne lernt neue Leute kennen, weil Selma eine kleine Partylöwin ist und überall herumflitzt. Ich bleibe bei der Nachbarin. Wir haben uns lange nicht mehr mit genug Zeit gesehen und plaudern gern. Irgendwann kommt ihr Mann dazu, und wir haben eine schöne kleine Runde. Draußen regnet es, wird dunkel, und natürlich vergesse ich zu fotografieren. Nur ganz zum Schluss fange ich noch den kleinen Geschenketisch ein. Es waren ausdrücklich keine Geschenke gewünscht; die Gäste haben sich nicht ganz dran gehalten.

Auf einem Tisch stehen verpackte Körbe und Kisten mit Geschenken
Reiche Ausbeute an Nicht-Geschenken

Das war’s für den September 2026. Der Tag war sehr voll, und ich habe meist nicht ans Fotografieren gedacht. Dann ist dieser mal wieder einer der weniger spektakulären kleinen Rückblicke. Das ist auch die Grundidee des Formats 12von12. Ins Leben gerufen wurde es von Chad Darnell, der mittlerweile nicht mehr bloggt, sondern als Produzent und Regisseur tätig ist. Für die deutsche Blogosphäre sammelt Caro aus Hamburg freundlicherweise die eingehenden Artikel auf ihrem Blog Draußennurkännchen. Lies mal rein, du wirst erstaunt sein, wie unterschiedlich die Bloggerinnen und Blogger ihren Zwölften erleben.

Mehr September-12-von-12 von mir findest du hier:

2025: Ruhe vor dem Sturm

2024: Ein malerischer Herbsttag

2023: Irgendwie wild

2022: Plötzlich Herbst

2021: Sonntag


2 Kommentare zu „12 von 12 im September 2026 – es herbstelt gar sehr“

  1. Liebe Silke,
    irgendwie mag ich die 12 von 12 auch am liebsten, wenn sie ganz normale Tage beschreiben.
    Bei der fleißigen Selma musste ich schmunzeln, da sind wohl alle Kleinkinder gleich. Diese Schubladen üben wohl eine große Anziehungskraft aus.
    Die morbiden Farben der Hortensien im Herbst finde ich immer sehr schön. Wenn man Glück hat, bleiben sie auch relativ lange.
    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart wünscht Dir
    Britta

    1. Liebe Britta,

      mir geht es auch so, die Banalität eines alltäglichen Ablaufs genauer anzusehen. Dadurch richten wir selbst auch nochmal die Scheinwerfer auf das vermeintlich Unwichtige und können sehen, wo sich überall kleine Geheimnisse und Dankbarkeitsfenster zeigen.

      Ja, die Selma. Heute ist sie schon ein Jahr alt. Und hat ihren ersten Kaugummi gefunden. Zum Glück hat Anne es sofort gemerkt. Es muss toll sein, wenn alles, aber auch wirklich alles, neu und aufregend ist.

      Dir ein schönes Wochenende,
      liebe Grüße
      Silke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner