Eine Frau fotografiert sich im Spiegel. Auf dem Bild ein Sticker "Ich mach mit bei 12 von 12" und ein Banner: 12 von 12 im Juni 2026 – ein schafskalter Freitag

12 von 12 im Juni 2026 – ein schafskalter Freitag

Es ist wieder so weit! Der zwölfte Tag des sechsten Monats 2026, fast hätte ich vergessen zu fotografieren. Zu meinem eigenen Bedauern schreibe ich zurzeit nur 12von12-Artikel, weil mein Leben für mehr keine Zeit lässt. Dann darf es heute mal richtig knallen; ich habe schöne Sachen geplant.

Das ist die offizielle Einladung, mich durch meinen Tag zu begleiten. Sei herzlich willkommen.

1: Viel Raum für Entfaltung

Zerknautscht wache ich auf und finde es schrecklich kalt außerhalb des Betts. Es ist die Zeit der Schafskälte, in der die frisch geschorenen Schafe in den sehr kalten Juninächten frieren. Ich fotografiere mich mal wieder im Spiegel. In letzter Zeit war es manchmal so hektisch, dass ich mich gar nicht mehr angesehen habe. Das will ich ändern und betrachte mich seit einigen Tagen wieder bewusster, getreu meinen eigenen Weisheiten zum Thema Körperliebe.

Guten Morgen!

2: Omnivore im Haus

Ich bereite Bircher Müesli vor, hauptsächlich für mich, weil Anne und Ida gleich zum Eltern-Kind-Frühstück gehen. Für Ida zweige ich etwas ab, damit sie den Weg zum Frühstückstreff überlebt – sie vermittelt gelegentlich durchaus den Eindruck, ihr gesamtes Sein sei vom Hungertod bedroht. Der Gewichtsvergleich in ihrer Größen- und Altersklasse zeigt ein anderes Ergebnis, das juckt sie gar nicht.

Während ich in der Küche werkele, wird es seltsam still. Jeder, der jemals mit Kindern zu tun hatte, weiß: Ruhiges Baby = gefährdetes Baby. Und richtig: Ida macht sich an der wunderschönen Dahlie zu schaffen, die ich gestern gekauft habe. Sie reißt ihr Blätter aus und will sie essen. Das Kind hat einen echten Hang zum Drama!

Zufällig mit vielen schwarz-weißen Akzenten

3: Balance ist die Basis

Schon eine ganze Weile beschäftige ich mich mit dōTERRA-Ölen. Gerade läuft für Vertriebspartner und Interessierte die Ölympiade. Heute ist das Öl Balance dran. Ich nehme mir kurz Zeit, meine Fußsohlen mit einigen Tropfen Öl zu massieren. Es ist ein unerwartet wunderbares Gefühl, begleitet von einem feinen Duft, so dass ich mir die Balance auch gleich in meinen Diffusor fülle, bevor ich in die Bildschirmarbeit starte.

Im Vordergrund ein getrocknetes Amrumer Gänseblümchen

4: Runde mit Kuss

Freitag ist CoBlogging-Tag in TheContentSociety. Seit gefühlten Ewigkeiten bin ich die Freitags-Gastgeberin. Wir starten in freudiger kleiner Runde und tauschen uns darüber aus, woran wir in den nächsten drei Stunden arbeiten werden. Meist wächst und/oder wechselt die Besetzung über die Zeit, in der der Raum offen ist. So auch heute. Am liebsten würde ich jede Konstellation fotografieren und kann mich noch zurückhalten. Der Tag bietet so viel Foto-Potenzial.

Birgit hat Küsse für alle dabei

5: Frühstück!

Die Begrüßungsrunde ist vorbei, und ich suche mein Frühstück. Die Meute hat es mir weggefressen, und ich fertige schnell etwas nach. Köstlich und ganz für mich allein.

Nicht ganz instagrammable. UND macht glücklich!

6: Hinterhöfe und Tore

Anne kommt mit Ida vom Elternfrühstück, wir essen eine Kleinigkeit, und schon fahren wir gemeinsam los. Es gilt, einen Lernturm abzuholen. Im Moment sind wir wieder viel in Sachen Gebrauchtwaren unterwegs, weil Ida motorisch große Fortschritte macht und entsprechend gefördert und gesichert werden soll. Am Sonntag kamen wir auf diese Weise zu einer Siedlung hinterm Loki-Schmidt-Garten, heute zu einem Neubau-Ensemble hinter der S-Bahn-Station. Auf dem Rückweg durch Ottensen und Altona in Richtung Kieser gucken wir in diesen Durchgang.

Oben die linke, unten die rechte Wand

7: Noch ein kleines Hinterhofjuwel

Ein kleiner Pavillon offenbart sich weit hinten in einem Gartenidyll, das man so auch auf dem Land finden könnte. Das macht für mich Altona aus; es finden sich so viele wunderschöne Hinterhöfe und waldige Gärten, dass es sich nicht immer wie mitten in der Stadt anfühlt.

8: Das Haupthaus

Um die Ecke zeigt sich, wozu der Pavillon gehört: zum Seniorenhaus des Molckenbuhr-Stifts. Überaus spannend für Geschichtsliebhaber, sowohl das Haus als auch Hermann Molckenbuhr, dessen hier gedacht wird.

So blau war der Himmel heute selten.

9: Essen

Wir gehen gemeinsam zum alten Güterbahnhof. Während ich bei Kieser unfotografiert meine Muskeln stähle, geht Anne mit Ida einkaufen und Donuts naschen. Anschließend spazieren wir im Viertel herum, damit das aufgedrehte Baby einschläft, was es auch wunschgemäß tut. Wir gehen zu Elma, denn in letzter Zeit war es zuhause so unruhig, dass wir nicht gut gekocht haben. Heute gibt es dann richtig schönes Essen, bei dem es jammerschade ist, dass irgendwann so gar nichts mehr davon übrig ist.

Es ist so ungezwungen hier, richtig schön!

10: Street Art

Ida ist inzwischen wach, und wir eilen Richtung Bahn. Sie soll zuhause Grießbrei bekommen, den liebt sie, und der macht schön satt. Gut für einen Wochenendauftakt!

Auf dem Weg entdecken wir dieses zauberhafte Wesen.

Ich finde es ganz wunderschön und zauberhaft.

11: Behütet

In Altona fällt es schwer, sich nur einige wenige Malereien rauszupicken. Dieses Bild hier haben wir heute zum ersten Mal gesehen. Wenn du ranzoomst, siehst du in der Hutkrempe eine Art Segen, „Seid gut behütet“.

Es hat WIRKLICH heute viel geregnet. Ehrlich!

12: Himmel!

Zuhause muss Ida erstmal durch die Bude rennen (auf vier Füßen) und sich überall hochziehen, so dass sie sich auspowert und gleichzeitig ihr Haus wieder in Besitz nimmt. Sie bekommt ihren Grießbrei, und wir telefonieren mit meiner Mutter. Ihr geht es nicht gut, und Idas friedliche Tönchen muntern sie ein wenig auf. Am Himmel hinterm Haus entwickelt sich ein veritables Wolkendrama.

Unwirklich schön!

Und damit ist das Bildkontingent erschöpft. Mehr Bilder, verpackt in tolle fotografische Tagesrückblicke, findest du wie immer auf dem Blog Draußennurkännchen. Die Gastgeberin, Caro, ist auch Hamburgerin. Da kannst du auch lesen, dass es heute kalt und regnerisch war.

Danke fürs Vorbeischauen, gute Nacht, wir lesen uns!

Juni-12von12 der letzten Jahre

6 Kommentare zu „12 von 12 im Juni 2026 – ein schafskalter Freitag“

  1. Hallo Silke! Schöne Bilder hast du mitgebracht. Ich freue mich, dass du beim 12von12 weiter mitmachst. Ansonsten ist es ja gerade doch still bzw. bei euch scheint einiges los zu sein. Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit wo du mal drüber berichtest.
    Die Kleine wächst und gedeiht. Wie schön. Allerdings wäre es besser sie verzichtet dabei darauf deine Pflanzen zu futtern 😂
    Während ihr unterwegs wart, haben wir gestern gefühlt komplett Hamburg durchfahren. Inklusive Sightseeing. Richtige Hamburgbesuche sind mir aber lieber als Zwangdurchfahrten. Machste nix. Tunnel und Fähre dicht und wir wollten noch nach Geestland. Gesehen habe ich euch aber leider nicht. Das wäre lustig gewesen 😋
    Ich wünsche dir/euch eine schöne Zeit. Liebe Grüße, Christine

    1. Liebe Christine,

      ja, es ist richtig viel los. Die Stille auszuhalten fällt mir schwer, und ich hoffe sehr, dass ich mich freistrampeln kann, um wieder mehr zu schreiben.

      Schnittlauch und andere Kräuter darf sie ja essen, wobei ich eine Knoblauchzwiebel als Zahnungshilfe durchaus ambivalent sehe (ist neulich so geschehen!), Zierpflanzen eher weniger.

      Ich hoffe, ihr seid trotz aller Hindernisse gut angekommen, wo ihr hinwolltet, und hattet es umso schöner als Belohnung.

      Sag mal gern Bescheid, wenn du weißt, dass du nach Hamburg kommst. Ich bin ja gern mal Stadtführerin.

      Ganz liebe Grüße
      Silke

  2. Liebe Silke, wie schön, Dich/Euch bei Caro entdeckt zu haben! Und danke für die Mitnahme durch Altona.
    Das Frollein Frieda hat auch 12 Fotos machen lassen. Aber die müssen noch ihren Weg auf den Blog finden.
    Allerliebste Grüße aus Dankelshausen!
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      wie schön, dass du uns bei Caro entdeckt hast und dass du zum Lesen kamst – ich dachte in letzter Zeit häufiger an dich und frug mich, wie es dir wohl so ergeht? Dann gucke ich gleich mal, was das Frollein Frieda hat schreiben lassen.
      Ebenfalls allerliebste Grüße nach Dankelshausen,
      Silke

  3. Guten Morgen liebe Silke,
    ein Löwenfant auf Bild 10? Erinnert mich ein wenig an Ottifanten, aber ein Löwe/-win scheint es für mich auch zu sein.
    Hab mich wieder an den Graffitti erfreut, sowas sehe ich hier viel zu selten. Kleine Gartenhäuser haben etwas! Gut, wenn sie erhalten werden.
    Bei uns war auch fast nur Regen, das sind wir diesjahr schon gewohnt.
    Liebe Grüsze
    Mascha

    1. Hallo liebe Mascha,
      stimmt, der Pinselstrich ist ein wenig ottifantisch; ich hatte zunächst eine etwas verlängerte Schweineschnauze darin gesehen.
      Ich liebe die Graffiti auch sehr und finde zu meiner Freude immer wieder neue.
      Liebe Grüße in den Regen
      Silke

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