Eine Fotocollage mit drei Fotos aus dem 12 von 12-Artikel vom 12. Februar 2024: Keramik-Osterhäschen mit Brille, eine rosa Blüte und ein sehr schöner Abendhimmel.

12 von 12 im Februar 2024 – wolkig bis heiter

Es ist Montag, der 12. Februar 2024 – Zeit für 12 von 12, mein heißgeliebtes Tagesrückblick-Format. Caros Blog Draußennurkännchen, die Heimat für Hunderte von 12 von 12-Artikeln, hat seine Pforten schon geöffnet. Das Konzept ist, über den Tag alles Mögliche zu fotografieren und die 12 besten Fotos zu einem Blogartikel zu verarbeiten. Es ist noch früh, und die üblichen Verdächtigen stellen ihre Blogartikel ein, ohne ihre Bilder fertig zu haben. Es erinnert mich jeden Monat aufs Neue an die deutschen Touristen auf Mallorca.

Meinen 12. Februar stelle ich dir hier vor. Er war etwas ereignisloser als geplant. Wenn du mich begleiten magst, fühle dich herzlich eingeladen.

1/12: Twilight Cat

Blaues Morgenlicht über dem Bett der Autorin. Dort sitzt eine dunkle Katze.

Montagmorgen, 7:15 Uhr. Der Wecker klingelt, und ich schaffe es noch nicht, ihn auszustellen. Mein Körper liegt wie angeklebt auf den Laken. Draußen ist es sehr bedeckt und nicht besonders hell. Ein paar Minuten später drehe ich mich auf den Rücken. Und bin schon wieder fixiert. Die Katze pflanzt sich auf meinen linken Arm, ohne nur im Geringsten den Eindruck zu erwecken, sie wolle diesen Platz jemals wieder verlassen. Muss sie aber, ich habe einen Termin beim Augenarzt. Sehtest mit Pupillenerweiterung ist angesagt.

#2/12: Farbenexperiment

Die Tochter der Autorin zeigt mit zerknirschtem Gesicht ihre Haarfarbe. Aus ihrem Naturblond ist durch eine Kupfertönung ein ziemlich auffälliger Karottenton geworden.

Ich gehe in die Küche und mache zwei Cappuccini. Damit gehe ich in Annes Zimmer. Sie ist dabei, sich eine möglichst unauffällige Frisur zu flechten, weil sie ihre Haare, allen mütterlichen Prophezeiungen zum Trotz, mit einer Karotten Kupfertönung versaut behandelt hat. (Anmerkung: Sie selbst findet es so schrecklich!) Ich schlage ihr vor, bei meinem Ausflug zum Augenarzt eine dunklere, blaustichige Tönung mitzubringen, um das Resultat abzudecken.

#3/12: Schenk mir Aufmerksamkeit! Sofort!

Die dunkelschildpattfarbene Katze sitzt auf dem Bett der Tochter der Autorin und verlangt nach Aufmerksamkeit.

Lotta wird mit zunehmendem Alter immer fordernder. Und weil ich meiner Tochter gerade für einen Moment Aufmerksamkeit schenke, sieht sie sich veranlasst, sich ins Bild zu rücken. Sie kann so herrlich starren!

#4/12: Kleines Schönwetter-Intermezzo

Blauer Himmel, wenige Wölkchen, Zweige am Himmel.

Ich mache mich schnell fertig, flitze zur Bushaltestelle, um ein paar Minuten vor der Abfahrt dort zu sein. Der Bus kommt häufig zu früh und fährt mir dann weg. Heute möchte ich das nicht riskieren. Für einige Minuten sieht es aus, als wolle es schön werden. Unschuldig blauer Himmel mit kleinen Wölkchen erfreut mich, während ich warte. Der Bus kommt, ich fahre nach Blankenese und steige dort in einen anderen Bus um.

#5/12: Ist schon Ostern?

Auf dem Empfangstresen der Augenarztpraxis begrüßen mich zwei bebrillte Osterhäschen, ich finde das sehr angemessen.

#6/12: Frauenzeitschriften

Verschiedene Frauenzeitschriften mit Aufschriften wie "Stylingfehler ab 40, 50, 60+"

Die ausliegenden Frauenzeitschriften betreiben, wie gewohnt, Bodyshaming. Schon auf den Titelseiten werde ich darauf hingewiesen, dass es Klamotten gibt, die ich bitte mit 40, 50, 60+ nicht mehr tragen darf. Mir werden Übungen gegen meine angeblichen Problemzonen angeboten, Abnehmtipps und Rezepte runden das Portfolio ab. Da sehe ich viel Schreibpotenzial für meine Körperliebe-Artikel, die ich in dieser Woche plane.

#7/12: Diese Augen!

Die Autorin hat durch die Tropfen beim Auganarzt riesige Pupillen.

Mittlerweile werden mir die Tropfen zum Weitstellen verabreicht. Ich staune, wie riesig meine Pupillen sind. Die Untersuchung ergibt, es ist alles wunderbar. Kein Star im Anflug, ich freue mich und gehe. Später versuche ich, meine Augen draußen noch einmal bei Tageslicht zu fotografieren, bin aber zu lichtempfindlich.

#8/12: Wieder heim

Zwei Packungen mit Haartönungen in einem Regal im Drogeriemarkt

Ich mache noch ein paar Besorgungen und schlage meiner Tochter Haarfarben vor. Ich soll aussuchen, sagt sie. Es wird der dunkle Amethyst. Wenn schon, denn schon! Noch schnell beim Bäcker neben dem Drogeriemarkt ein paar Brötchen für ein Spätstück geholt, und dann geht’s zur Bushaltestelle. Die Tropfen machen mich unsicher und müde, ich will nur noch heim.

#9/12: Charles Lamont macht sich hübsch

Eine rosa Dolde mit kleinen Blütchen. Sie gehört zum Winterschneeball "Charles Lamont".

Schon im Januar-12 von 12 zeigt Charles Lamont, seines Zeichens Winterschneeball (Viburnum bodnantense) erste Blütenansätze, jetzt geht er auf. Die Kamelie neben der Terrasse zeigt noch keine bedeutenden Veränderungen, daher gibt es von ihr kein Foto.

#10/12: Auf baldiges Hummelgebrummel

Blühende Schneeheide, daneben seitlich Hortensienknospen.

Die Schneeheide blüht. Aus zwei minikleinen Pflänzchen wurden stattliche Gebüsche, eins rosa, eins weiß. Auf dem Bild ist nur die weiße Heide zu sehen, weil ich die Hortensienknospen daneben auch zeigen möchte. Bald werden sich brummelnde Hummeln in der Heide tummeln, das ist immer richtig laut. Ich mag das so gern!

Zuhause spätstücke ich mit Anne und verziehe mich dann mit meinem Laptop aufs Sofa. Schreibe an diesem Artikel, informiere mich weiter über Trau- und Trauerreden, lösche unzählige Mails und andere digitale Dinge, die ich irgendwann mal gespeichert habe. Meine Tochter hat frei und setzt sich zu mir. Sie sieht sich Shrek an, ich kann es nebenher laufen lassen, weil ich den Film schon mehrfach gesehen habe und mich nicht konzentrieren muss. Bevor es dunkel wird, noch schnell ein paar Draußen-Fotos:

#11/12: Frühlingsgefühle

Kahle Zweige, blühender Hasel und eine singende Amsel vor einem Rotklinkerhaus.

Am frühen Abend singt eine Amsel ihr Frühlingslied vor blühendem Hasel und kahlen Zweigen. Wir füttern im Garten viele Vögel, sind aber sowieso hier sehr naturnah. Sogar Eulen und Reiher verirren sich vereinzelt hierher.

#12/12: Abendstiiille ü-hüberall

Ein farbenfroher Abendhimmel zeigt sich über den Häusern hinter dem Garten der Autorin. Der Himmal ist blau, weiß, grau und rosa.

Nach einem durchwachsenen Tag mit einigem Geniesel (vor allem, während ich draußen unterwegs war) zeigt sich der Abendhimmel in all seiner Pracht und seiner wunderbaren Dramatik. Der Tag ist noch nicht zu Ende, aber ich war schon beim Aufwachen müde. Meine Augen sind von den Tropfen gereizt, und ich will mich noch meinem nächsten Artikel widmen, bevor nichts mehr geht.

Diesen und viele andere 12. Februar-Schilderungen findest du auf dem Blog Draußennurkännchen. Große Empfehlung. Die Artikel sind so unterschiedlich wie die Menschen, die schreiben. Alle haben ihre eigenen Erlebenswelten und Prioritäten. Ganz toll, ich wünsche dir viel Freude!

16 Kommentare zu „12 von 12 im Februar 2024 – wolkig bis heiter“

  1. Über „Abendstiiille ü-hüberall“ musste ich grinsen. War nett, dir bei deinem Tag zuzugucken. Ich hoffe, deine Tochter fühlt sich mit der anderen Haarfarbe wohler…

    1. Hahaha, ich mag den geschriebenen Gesang, liebe Clara.
      Die Haarfarbe ist doch geblieben, war eine Frage der Gewöhnung und des Verblassens.
      Schön, dass es dir bei mir gefällt, ich guck mich auch mal bei dir um.
      Liebe Grüße
      Silke

  2. Liebe Silke,
    danke für Deinen Kommentar. Wenn ich Dich technisch unterstützen kann, melde Dich. Ich muss allerdings gestehen, dass ich bei Edge den genauen Weg sicher nicht auf Anhieb finde, denn ich hatte mehrmals Dates mit Tante Google 😉
    Ich hab‘ mir zwar nie die Haare gefärbt, aber mir hat ein Friseur mal eine so grauenhafte Dauerwelle verpasst, dass sogar Tränen flossen. Ich hoffe, Ihr wart mit der Gegenfarbe erfolgreich. Danke fürs Mitnehmen durch Deinen Tag, ich habe mich sehr über Deine Fühlings-Vorboten gefreut. Es geht aufwärts.

    Liebe Grüße,
    Marita

    PS: Ich wollte schon fragen, ob Du Dich mit dem Thema der Reden beschäftigst, aber ich sehe, dass Du sowieso dran bist 🙂

    1. Liebe Marita,
      ich freue mich über deinen Kommentar, vielen lieben Dank!
      Ja, ich hatte auch Haarfarben und -Styles, die waren zum Weglaufen (ich von mir, am liebsten).
      Oh ja, die Frühlings-Vorboten, Charles Lamont geht noch weiter auf, und die wilden Krokusse im Garten machen sich breit. Also wirklich breit ohne e zwischen dem b und dem r. Die Vögel tirilieren und balzen, es ist eine wahre Pracht.

      Zum P.S.: Ja, mit dem Redenthema höre ich nicht auf, versprochen.

      Liebe Grüße
      Silke

  3. Liebe Silke

    ich sehe da ganz viele Momente voll Liebe für Dich und Dein Leben. Und das mag ich sehr. Denn es sind die völlig normalen Tage, die unsere Leben ausmachen. Auch wenn uns diverse Plattformen oder Zeitschriften vorgaukeln, dass nur die WOW, BäM und super-fancy Tage zählen und IMMER Ziel sein MüSSEN (Grossschreibung bewusst gewählt).

    Dein 12 von 12 erinnert mich daran, das Schöne im ganz Alltäglichen zu sehen. Dafür danke ich Dir.

    Liebe Grüsse
    Christine
    Christine

    1. Liebe Christine,
      ja, meist bin ich voller Lebensliebe, auch wenn mir das im Februar manchmal schwerfällt. Und ich stelle fest, dass ich zwra WOW und BÄM gelegentlich mag, aber die ruhigen Freuden deutlich stärker und auch länger genieße.
      Danke für deinen schönen Kommentar.
      Liebste Grüße
      Silke

  4. Liebe Silke,
    ich kenne es sehr gut, wenn der Wecker klingelt und die Katzen denken, dieser klingelt nur, um ihnen zu signalisieren „Jetzt ist Kuschelzeit.“ 😊Lotta schaut genauso wie unser Kater Foxi, wenn er Aufmerksamkeit benötigt – vielleicht liegt es wirklich am Alter. Foxi wird in diesem Jahr 15.
    Wie fühlt sich denn deine Tochter heute mit neuer Haarfarbe? Ich fand das rot übrigens irgendwie süß 😊
    Danke, dass du uns durch deinen Tag mitgenommen hast.
    Liebe Grüße und einen wundervollen Tag.
    Anja

    1. Liebe Anja,
      danke, dass du mit durch meinen Tag gekommen bist.
      Ja, ich finde das Rot auch irgendwie süß, meine Farbvorschläge waren nur die Antwort auf die anfängliche töchterliche Verzweiflung. Jetzt bleibt es erstmal und wird dann organisch gegen irgendeine andere Farbe ausgetauscht. Ich hoffe nur, nicht gegen das komische kalte Braun, das sie noch gekauft hat. Damit sieht sie immer aus wie ein blasses krankes Wiesel.
      Ja, ältere Katzen sind echt seeeeehr anhänglich bis aufdringlich bis herrisch.
      Liebe Grüße und mittlerweile ein schönes Wochenende,
      Silke

  5. Liebe Silke.

    Deine 12 sind eine wahre Farbexplosion fürs Gemüt. Danke dafür.

    Nach einem raschen Blick auf den sonstigen Inhalt deines Blogs (bin noch im Büro) habe ich mir für heute Abend schon ein gedankliches Lesezeichen gesetzt: Ich werde mich durchlesen.

    Bis dahin
    Einen wunderbunten Tag für dich.
    Liebste Grüße. Frieda.

    1. Liebe Frieda,
      oh, da freue ich mich aber sehr, danke für deinen Kommentar!
      Ich freue mich, wenn dir auch andere Artikel auf meinem Blog gefallen!
      Hab ein wunderbares farbenfrohes Wochenende,
      liebste Grüße Silke

  6. Ich mag die Haare deiner Tochter. Vermutlich, weil ich eine ähnliche Haarfarbe hatte, als ich so alt war wie sie 😀
    Ich hab damals aber nicht mit Tönung rumgeeiert, sondern direkt Henna druff. Für dauerhaft. Wenn schon, denn schon!

    1. Liebe Djuke,
      ich fand die Haare auch nicht so schlimm, weil ich unzählige Shades of Red auch von meiner Experimentierphase kenne. Von leichter Karotte bis zu tiefem Granatrot oder auch Pumuckl war alles dabei. Mal sehen, ob sie irgendwann aufhört oder auch zu Henna kommt.
      Liebe Grüße
      Silke

    1. Liebe Jenny,
      da hast du recht, rückblickend ist doch immer ganz schön viel los. Wir haben mit den Haaren beschlossen, dass wir sie eigentlich ganz cool finden.
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Silke

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