Sechs Frauen in einem Zoom-Meeting sind zu sehen. Oben im Bild ein blaues Banner mit weißer Fettschrift: #wmdedgt 05. September 2025 – Warten auf Joachim

#wmdedgt am 05. September 2025 – Warten auf Joachim

Du liest gerade einen Artikel darüber, was ich heute eigentlich den ganzen Tag mache. Das Format #wmdedgt (was machst du eigentlich den ganzen Tag) ist inspiriert von Frau Brüllen, der Tagebuchbloggerin. Wie ich es für mich definieren möchte, überlege ich noch. Einige bloggen ganz ohne Bilder, um mal Text pur zu haben, ich bisher auch. Es wird sich entwickeln. Guck mal bei Frau Brüllen in den Kommentaren; am Abend des Fünften im Monat sammeln sich da immer allerhand coole und sehr unterschiedlich Artikel.

Ach ja, Joachim ist der Projektname des werdenden Kindes meiner Tochter. Es wird nicht Joachim heißen, schon deswegen, weil es mit 99prozentiger Sicherheit ein Mädchen wird. Der errechnete Entbindungstermin ist der 7. September. Das nur mal als Hintergrund-Info.

Moin!

Heute früh will ich ursprünglich meine Wiesenrunde laufen. Gerade habe ich wieder mit meinen Morning Walks angefangen, die mir lieb sind und mich glücklich machen. Nur durch meinen Hin- und Herzug nach Amrum und von Amrum zurück war die Routine weg. Bevor ich Hamburg verließ, walkte ich teilweise täglich meine ca. fünf Kilometer durch Pferde- und Kuhwiesen. Vorgestern war mein erstes Mal seit meiner Rückkehr, und die Magie war gleich wieder da: grummelig und nur halb motiviert los, beglückt und erfrischt zurück. Doch heute um 6:30 Uhr regnet es leicht, und während ich mir überlege, ob es noch okay ist für mich, wird es stärker. Mal sehen, wie es sich zurechtruckelt.

Erstmal mache ich ein ungeplant riesiges Frühstück für Anne und mich. Sie ist durch ihre überaus fortgeschrittene Schwangerschaft kaum beweglich und bekommt heute Frühstück ans Bett. Nur ein paar Mandeln, eine Scheibe Brot und ein Kaffee sollen es werden. Es wird deutlich größer und mehr. Dadurch bin ich knapp mit dem Timing für mein CoBlogging, bei dem ich freitags Gastgeberin bin als Teil des Teams in meiner Blogger-Community The Content Society. Ich bin gerade noch pünktlich. Wir starten heute in kleiner Besetzung; das variiert ziemlich stark. Die freundlichen Menschen, die dabei sind, siehst du auf dem Beitragsbild.

Nächste Runde

Das CoBlogging vergeht wie im Flug. Ich habe meinen Newsletter und meinen Monatsrückblick August fast fertiggestellt. Einmal kurz aufstehen und schon geht es weiter. Heute bin ich beim FachBücherFreitag meiner Netzwerksfreundin Ruth Konter-Mannweiler dabei. Ich mag das Format: Eine kleine Einstiegsrunde, bei der alle Teilnehmenden das Buch vorstellen, in dem sie vierzig Minuten lang lesen und aus dem sie anschließend präsentieren werden. Wir sind zu viert und haben eine bunte Mischung von Themen.

Weiter geht’s!

Anne hat mir einen Bohnensalat gemacht und isst selbst unsere restlichen Kartoffeln von gestern. Wir wollen gleich los. Ich habe einige dringende Erledigungen auf dem Zettel, sie ist mit dem Kindsvater verabredet. Sie wollen sich mal außerhalb treffen. Ich fahre sie mit dem Auto in die Schanze und parke in Altona in der Nähe von Kieser, weil ich nach meinem Innenstadtbesuch trainieren will.

Ich nehme die Bahn in die Stadt, kläre Dinge, besorge Sachen, bewundere schöne Architektur. In einem Geschäft versuche ich ein Kleidungsstück zu reklamieren, das nicht mal die Feinwäsche überlebt und bei jedem Tragen irgendwo einreißt, auch wenn es mir etwas zu weit ist. Das Beschwerdemanagement des Ladens ist mir schon als sehr hartleibig bekannt; auch dieses Mal wird es nichts. Dafür schenke ich mir danach ein schönes Einkaufserlebnis bei Manufactum im Chilehaus. Natürlich bin ich angesichts der Düfte und schönen Verpackungen in Versuchung, viel zu viel zu kaufen. Es fehlte mir zuhause ein kleiner Fundus von Aufmerksamkeiten und Dankeschöns. Jetzt bin ich wieder ausgestattet.

Sport oder nicht Sport, das ist hier die Frage

Ich überlege, noch einen Moment durch die schönen Häuserfluchten zu flanieren. Der Plan war, nach dem Innenstadtbesuch noch bei Kieser zu trainieren. Ich spüre, mir fehlt heute die Kraft. Das Wetter ist anstrengend schwül, ich bin ziemlich leer und kraftlos, das wird alles nichts. Dann ruft noch Anne an, sie kann nicht mehr. Ich bin schon fast am Auto und fahre sie holen. Weil sie schön essen war und ich sehr hungrig bin, bestellen wir bei einem Restaurant kurz vor unserem Haus noch eine Lucky Bowl für mich. Sie ist gerade fertig, als wir vorfahren, um sie zu holen.

Viel passiert hier heute nicht mehr

Zuhause stelle ich alle Taschen ab und schiebe mir einen Sessel zurecht, um meine Lucky Bowl zu genießen. Anne sitzt bei mir, und wir erzählen uns von unseren Erlebnissen. Anne raunt mir zu, dass es eine neue „Princess Charming“ gibt bzw. die Reaction von Annikazion. Das ist für mich eine unwiderstehliche Einladung! Princess Charming finde ich belanglos, das Format und erst recht die ziemlich dämlichen Spiele und Dialoge. Aber Annikazion! Die ist unfassbar witzig! Wir sehen uns die Folge an und amüsieren uns königlich. Anne muss ins Bett, weil ihre aushäusige Aktivität ihr körperlich zu viel war. Sie hat jetzt heftige Schmerzen. Und freut sich über ein Shirt, das ich ihr aus meiner Sammlung hingelegt habe. Es ist mir viel zu weit, und es ist schön dünn. Ich hatte die Vorstellung, es könnte ganz angenehm sein, wenn etwas nicht überm Bauch hochrutscht und ansonsten kneift. Es freut mich immer, wenn ich meinem endschwangerschaftsgequälten Kind etwas Erleichterung verschaffen kann.

Und jetzt ist es für mich auch Zeit. Wir lesen uns nächsten Monat am Fünften! Toodeloo!

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