Wenn du die Körperliebe-Artikel der letzten drei Tage gesehen hast, bekommst du möglicherweise den Eindruck, du wirst in den zehn Tagen mit Aufgaben überhäuft. Neinnein, so soll das nicht sein! Ganz im Gegenteil, ich will dir zeigen, wie einfach und auch schnell du kleine Körperliebe-Rituale in deinen Alltag einbauen kannst, ohne große Zeitfenster dafür aufzureißen.
Körperliebe kann mitten im Alltag stattfinden und braucht nur kleine Momente der Aufmerksamkeit.
Hier stelle ich dir einen Tag vor, der von Mini-Ritualen durchzogen ist, „Körperliebe to go“ vom Morgen bis zum Abend. Suche dir ein oder mehrere Kleinigkeiten aus, die dir im Lauf des Tages immer wieder eine kleine Dosis Körperliebe sichern.
Lasse deiner Kreativität freien Lauf, meine Ideen durch eigene zu ersetzen, zu ergänzen, und gestalte deine ganz individuellen, kleinen, leicht zu integrierenden To-go-Rituale.
Beim Aufwachen
Lege eine Hand auf dein Herz (Sternum) oder deinen Bauch. Atme kurz ein, begrüße deinen Körper in Dankbarkeit. Oder magst du eine kleine Meditation machen, ein paar Dehnübungen. Alles, was deinem Körper Liebe schenkt, ist wunderbar!
Im Bad, beim Zähneputzen
Wenn du sowieso am Waschbecken stehst, gönne dir einen Blick in den Spiegel. Vielleicht koppelst du eine oder mehrere der 1-Minuten-Aufgaben deiner Spiegelroutine an diesen Moment. Du erinnerst dich: etwas Liebevolles zu dir sagen, lächeln, dir ruhig in die Augen sehen. Bis du dich innen und außen geliebt fühlst. Wenigstens ein bisschen.
Beim Duschen oder Eincremen
Berühre dich mit Achtung und Liebe. Binde gern Dankbarkeit für ein, zwei oder mehr Körperteile mit ein. „Danke, liebe Beine, dass ihr mich heute wieder durch den Tag bewegt“ und so weiter. Du kennst das schon vom ersten Körperliebe-Artikel. So kannst du einfach Dankbarkeit mit Pflegeritualen koppeln. Ich selbst mag gern schöne Dinge beim Eincremen denken, das fühlt sich dann fast ao an als würde ich von einem liebenden anderen Menschen gestreichelt.
Beim Anziehen
Hier geht Wohlfühlen vor Verstecken oder Verkleiden. Die Worte „kaschieren“, „schmeichelhaft“, „figurformend“ suggerieren dir allesamt, dass mit deiner Figur etwas nicht stimmt. Suche dir aus, was dir das Gefühl vermittelt, das du heute haben willst. Stark, selbstsicher, mutig? Friedfertig, diplomatisch, kommunikativ? Was kann dazu passen? Fühle in dich hinein und suche dir intuitiv dein Superwoman-Outfit des Tages! Und wenn es ein bisschen crazy ist, juhu! Dein Tag, dein Körper, dein Outfit! Wenn du nicht gerade ein Vorstellungsgespräch bei einem sehr konservativen Unternehmen hast, go for it! Aber überlege dir, ob du dort gut aufgehoben bist. Auch das Arbeitsumfeld muss passen.
Beim Essen
Goldenes Gebot der Körperliebe: Du darfst genießen. Essen gehört zur Körperliebe dazu. Es ist relativ verbreitet zu glauben, dass kalorienreiche und hochverarbeitete Lebensmittel besonderen Genuss verheißen. Für mich ist gesundes und ausgewogenes, überwiegend pflanzenbasiertes Essen viel genüsslicher. Wenn ich weiß, die Inhaltsstoffe tun mir gut UND schmecken, ist es mir schon bei der Zubereitung ein Genuss, Lebensmittel, Kräuter, Gewürze zusammenzustellen und schon beim Zubereiten den Duft, die Texturen, das Zusammenwirken der Komponenten zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Sinnlichkeit pur!
In Pausen, unterwegs, im Büro oder zuhause
Fühle bewusst deine Füße, erde dich, sage dir vielleicht dabei: „Hier stehe/gehe ich, geerdet und getragen“. Möglicherweise hast du die Chance, kurz deine Schuhe und Strümpfe auszuziehen und mit nackten Füßen über eine Wiese, in einen Bach oder über Waldboden zu gehen und dich intensiv zu spüren. Du bist die Gestalterin deines Körpergefühls.
Reflexion und Entspannung beim Schlafengehen
Denke oder schreibe eine kleine Reflexion darüber, was dein Körper heute für dich getan hat. Wenn du schreiben magst, hast du vielleicht Lust, dir ein kleines Körperliebe-Journal mit Beobachtungen deiner Veränderung zuzulegen. Trage dort deinen besten Körperliebe-Moment des Tages ein, ein Gefühl in einer bestimmten Situation, das wachsende Ausmaß der Entspannung beim morgendlichen Spiegelblick, was immer dir einfällt.
Wenn es dir Freude macht, spanne nacheinander alle Gliedmaßen fest an und lasse sie wieder los, zum Beispiel mithilfe der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson – mit der Übung bist du ganz schnell entspannt. Vorm Einschlafen sehr hilfreich! Auch eine Meditation kann ein wunderbarer Tagesabschluss für dich und deinen Körper sein. Experimentiere und probiere aus, was dir gut tut. Mit deinem Abendritual legst du den Grundstein für einen guten Beginn des nächsten Tages.
Zum Schluss
Wenn du der Kühlschrank-Listen-Typ bist, sammele zum Beispiel Alltagsmomente, die du mit Körperliebe verbindest. Platziere sie dort, wo du sie morgens und über den Tag immer wieder siehst. Ergänze sie, wann immer dir etwas einfällt, so dass du auch, wenn dir mal morgens gar nichts gefällt, immer nachsehen und etwas herauspicken kannst.
Du siehst, es sind alles unaufwendige Aktionen. Körperliebe ist kein Riesenprojekt, sondern besteht aus kleinen Gesten. Sieh sie als leise Gewohnheit und nimm die Gelegenheiten in deinen Alltagsroutinen wahr. Nutze sie, wenn es passt. Das Ziel ist nicht, jeden Tag möglichst vieles abzuarbeiten, sondern nach und nach einen freundlichen und freudigen Umgang mit deinem Körper und dir selbst zu etablieren.
Viel Spaß mit deiner eigenen Körperliebe to go!
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Dieser Artikel ist die Nummer 4 von 10 im Rahmen der Blogparade in meiner Blogger-Community TheContentSociety. 10 Tage, 10 Artikel, das ist das Ziel. Lass dich überraschen, was ich für dich noch bereithalte! Und wenn dir etwas besonders gefällt, freue ich mich sehr über einen Kommentar. Bis morgen!


