Eine Frau sieht lächelnd in den Spiegel, in dem sich auch ihr Handy spiegelt, mit dem sie gerade ein Spiegelselfie macht. Oben im Bild ein blaues Banner mit weißer Schrift: Der Blick in den Spiegel – von oh je zu oh yeah!

Der Blick in den Spiegel – von „oh je“ zu „oh yeah“!

In diesem Artikel geht es um den morgendlichen Blick in den Spiegel. Oh je, sagst du vielleicht jetzt, das mag ich ja gar nicht gern! Ich bin überzeugt, du kannst das! Und damit du dich ab jetzt richtig gern im Spiegel betrachtest und „Oh yeah!“ sagst statt „oh je!“, habe ich dir ein paar Ideen zusammengetragen, die dich ermutigen sollen, es morgens freudig mit dir und dann mit der Welt aufzunehmen.

Los geht’s!

Warum Spiegelarbeit so kraftvoll ist

Erwischst du dich auch dabei, dass du dich morgens nur schnell fertig machst, dich nicht (das ist völlig okay) oder flüchtig (daran kannst du arbeiten) schminkst und dann den ganzen Tag über nicht mehr in den Spiegel guckst? Das ging mir lange so. Ich habe früher nicht immer sofort gemerkt, wenn ich etwas an den Zähnen hatte, die Wimperntusche unterm Auge verlaufen war, ein Fettfleck dunkel auf einem meiner vielen blauen Oberteile prangte. Schon deswegen achte ich darauf, häufiger in den Spiegel zu sehen. Und dabei habe ich gemerkt, wie sich etwas veränderte. Mein Blick wurde mit der Zeit weicher und wertschätzender. Mittlerweile sehe ich mich gern an und bin (meist) sehr wohlwollend und freundlich mit mir.

Nach dem grundsätzlichen „Alles-in-Ordnung“-Blick ist noch sehr viel Luft nach oben, denkst du dir vielleicht auch. Wenn du dich häufiger ansiehst, fallen dir grundlegende Veränderungen besser auf. Sind die Haare anders, die Haut, dein gesamter Ausdruck? Nimm dich wahr. Über die tägliche Pflege hinaus. Sieh dich liebevoll an, das hast du mehr als verdient. Und das ist immer noch nicht alles! Im nächsten Abschnitt findest du fünf Übungen von jeweils einer Minute für dein tägliches Spiegelerlebnis, mit dem du dein „Oh je!“ in ein „Oh yeah!“ verwandelst.

Fünf Minuten, fünf Übungen mit dem Spiegel

Sieh dir in die Augen

Ja, genau. Stelle dich ruhig vor den Spiegel und suche den Augenkontakt mit dir selbst. Sieh dich freundlich an. Nimm dich wahr. Nur die Augen, keine Gesamt-Inspektion. Ungefähr eine Minute lang. Und sage dir, laut oder innerlich: „Ich nehme dich wahr. Schön, dass du da bist.“ Oder etwas Ähnliches. Das mag sich am Anfang sehr komisch anfühlen, macht aber was. Ehrlich.

Die Blickkontakt-Übung stärkt den Blick für dich selbst und bringt dir Ruhe.

Übe dich in Dankbarkeit

Suche dir bis zu drei Bereiche deines Körpers aus, denen du heute besonders dankbar bist. Sprich, z.B. mit deinen Füßen, danke ihnen, dass sie dich auch heute wieder beherzt durch den Tag tragen, so wie sie dich schon durch dein ganzes Leben bewegen. Danke deinen Händen, dass sie so vieles ermöglichen. Bedanke dich bei deinen Augen, dass sie sehen, was du sehen möchtest.

Wichtig ist, dass du deine Aufmerksamkeit hier auf Fähigkeiten und Funktionen richtest statt auf vermeintliche Makel.

Schenke dir ein Lächeln im Spiegel

Eine weitere Minute widme dir mit einem Lächeln. Sieh dich an, lächele dir zu. Du kannst auch eine Grimasse ziehen, zwinkern, dich zum lauten Lachen bringen.

Wenn du es nicht auf Anhieb schaffst, empfehle ich dir die folgende Übung von Vera Birkenbihl. Grinse übertrieben, sieh dich dabei an, bis dein Grinsen zu einem echten Lächeln wird.

Nimm dein Lächeln bewusst wahr, genieße es. Nimm das Gefühl von Leichtigkeit und Nähe zu dir selbst wahr, und nimm es mit in deinen Tag.

Sprich positiv mit dir

Noch eine Minute für ein kleines, gutes Selbstgespräch. Finde ein bis drei Wörter, die dich beschreiben. Nichts Umständliches, einfach was dir gerade einfällt. Einzige Voraussetzung: positiv muss es sein. Die Wörter dürfen dein ganzheitliches Wesen erfassen, nicht nur deinen Körper. Du schätzt dabei deine Fähigkeiten, deinen Verstand, deine Kenntnisse und Begabungen, und natürlich ist es auch erlaubt, etwas Gutes über dein Äußeres oder deine tolle Ausstrahlung zu sagen.

Wiederhole gern mehrmals am Tag, was du dir denkst. Wenn du magst, mache deine Spiegelbeobachtung zum Tages-Mantra. Du betonst damit dein Bewusstsein für deine Stärken und unterstützt dich selbst dabei, dich ganzheitlich wertzuschätzen.

Das Spiegel-Selfie

Das Spiegel-Selfie ist für mich die Krönung der Übungen, weil ich es am schwierigsten von allem finde. Nur am Anfang; es wird einfacher. Versprochen. Mache ein unverstelltes Selfie vor dem Spiegel. Nur für dich, nicht für Social Media. Der Zweck ist, dich mit deinem Anblick zu verbinden, ja, dich an dich zu gewöhnen. In einem früheren Artikel habe ich auch schon ausführlich darüber geschrieben (HIER geht es direkt zum passenden Absatz“).

Sieh dir dein Selfie an und stelle ohne Wertung fest: „So sehe ich heute aus. Und das ist in Ordnung.“ Vielleicht magst du eine Selfie-Reihe daraus machen, das kann sehr spannend sein. Wenn du weiterüben willst, kannst du auf Ganzkörper-Selfies gehen, aus den unmöglichsten Winkeln. Dann kann dich in unangenehm verspiegelten und beleuchteten Umkleideräumen nichts mehr überraschen.

Mein Tipp: Traue dich mal, die Selfie-Reihe in Angriff zu nehmen. Bleibe dabei. Es wird nachhaltig deinen Blick auf dich selbst verändern.

Positives Verankern

Willlst du deinen Blick in den Spiegel als positive Routine abspeichern, kannst du einen Anker setzen. Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel:

  • Ein Wort sagen oder denken, „Danke“, „Guten Morgen“, „Schön“, und das immer, wenn du deine kleine Spiegelroutine durchgehst.
  • Dich berühren, die Hand aufs Herz legen, dir selbst eine kleine Umarmung schenken, was für dich passt.
  • Ein kleines Symbol, an den Spiegel geklebt, zum Beispiel ein Blümchen oder ein Herz, kann dich morgens begrüßen und positiv auf deine Zeit vorm Spiegel einstimmen.
  • Ein Duft, von deiner Bodylotion oder einer Aromalampe, schafft eine tolle Verbindung.

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jeder Sinnesreiz, der dich positiv auf den Spiegel einstimmt und sich problemlos wiederholen lässt, ist erlaubt. Die Verbindung zwischen Anker und Spiegel festigt sich durch zunehmende Routine. Viel Spaß!


Dieser Artikel ist die Nummer 2 von geplanten 10 im Rahmen der Blogdekade in Judith Peters’ TheContentSociety vom 21. bis 30. August 2025. Sei gespannt, wie es weitergeht! Und wenn du magst, verrate mir gern in den Kommentaren, welches Wort, welches Gefühl, welche Berührung du am liebsten mit deinem Spiegelbild verbindest. Ich freue mich!

2 Gedanken zu „Der Blick in den Spiegel – von „oh je“ zu „oh yeah“!“

  1. Noch ist es ohje (ich war noch nicht im Bad, dort, wo das schöne warme Licht ist, sondern nur im ,kühlen‘ WC. Deinen Selfie-Tipp hole ich deswegen gleich lieber mal im Bad nach.
    Vor ein paar Wochen musste ich im Gesicht an verschiedenen Stellen eine Chemotherapie machen, danach ist meine Haut nun glatter und vor allem auf der Stirn babypopomäßig, trotz meiner 60 Jahre. Darüber freu ich mich tatsächlich täglich, auch wenn der ursprüngliche Anlass nicht so dolle war.
    So, und jetzt geh ich Selfie machen. 🙂

    1. Liebe Ulrike,
      that’s the spirit! Anlass blöd, Ergebnis toll! Das würde mich gerade jetzt auch sehr freuen, denn bei mir wachsen täglich weitere Entfaltungspotenziale 😉.
      Liebe Grüße und zeig’ mal dein Selfie,
      Silke

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